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Campus Süd | Geschossbau 1
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Titel | Ruth Becker: Frauenwohnprojekte - keine Utopie! Ein Leitfaden zur Entwicklung autonomer Frauen(wohn)räume mit einer Dokumentation realisierter Projekte in Deutschland.

Studien Netzwerk Frauenforschung NRW Nr. 3, Dortmund 2009, 10,00 €

Inhalt | Die Entwicklung neuer Wohnformen für Frauen war schon für die erste Frauenbewegung in Deutschland ein zentrales Anliegen. Sie gründete Frauenwohngenossenschaften, baute Wohnungen für berufstätige Frauen und gründete Banken, um diese Bautätigkeiten zu finanzieren. Auch für die zweite Frauenbewegung war die Schaffung autonomer Frauenräume ein Kernpunkt ihrer Aktivitäten, wobei es ihr allerdings vor allem um öffentliche Frauenräume ging. Doch bereits in den 1970er und vor allem in den 1980er Jahren entstanden erste Frauenwohnprojekte – meist in Kombination mit öffentlichen Frauenräumen. Inzwischen entstehen landauf, landab gemeinschaftliche Wohnprojekte mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Frauen, insbesondere ältere Frauen „nach der Familienphase“ sind daran sehr aktiv beteiligt – nach Einschätzung mancher Kommunalpolitiker dominieren sie sogar in den Gruppen. Frauenwohnprojekte im engeren Sinn, d. h. Wohnprojekte, in denen das Zusammenleben von Frauen bzw. die baulich-räumlichen Kriterien umgesetzt werden, die im Zuge der feministischen Planungs- und Architekturkritik entwickelt wurden, sind jedoch selten. Um solche Projekte geht es in der Veröffentlichung von Ruth Becker. Nach einer kurzen Geschichte des emanzipatorischen Wohnens von Frauen werden in einer umfangreichen Dokumentation 78 sehr unterschiedliche Frauenwohnprojekte nach ihren Initiatorinnen und Zielsetzungen sowie ihren rechtlichen, finanziellen und baulichen Aspekten vorgestellt – als Anregungen für Nachahmerinnen. Unterschieden werden dabei fünf Projekttypen: • Autonome Frauenwohnprojekte, d. h. Projekte, die von Frauen initiiert und realisiert wurden, die sich explizit auf die autonome Frauenbewegung beziehen und/oder bei denen der „Autonomiegedanke“, also das Ziel, Wohnraum „in Frauenhand“ oder für das Leben in Frauenbezügen zu schaffen, im Vordergrund steht und die sich in ihrer Zielsetzung an Frauen und in unterschiedlichen Lebenssituationen beziehen. • Beginen-Projekte, die als eine Unter- oder Nachfolgegruppe der autonomen Projekte verstanden werden können, die sich explizit auf die Tradition der im Mittelalter entstandenen Beginen-Höfe bezieht. • Wohnprojekte für ältere/alte Frauen, d. h. Projekte, die sich explizit (nur) auf das Wohnen von Frauen im Alter beziehen, wobei einige der Projekte eine spezifische Form der autonomen Projekte darstellen, während bei anderen Projekten dieses Typs sich der ausschließliche Bezug auf Frauen „erst im Projektverlauf ergeben“ hat. • Wohnprojekte für allein erziehende Frauen, die in erster Linie die Verbesserung der Wohnungsversorgung allein erziehender Frauen zum Ziel haben und die zwar teilweise auch von Frauengruppen und -vereinen initiiert wurden, dann jedoch in einem institutionellen Rahmen realisiert wurden. • Projekte des frauengerechten Wohnungsbaus, deren primäres Ziel die Umsetzung der im Rahmen der feministischen Architektur- und Städtebaukritik entwickelten baulich-räumlichen Kriterien ist. Die dokumentierten Entwicklungsgeschichten dieser Projekte zeigen, welch mühsamer, langwieriger Weg oft zurückgelegt werden musste, bis die Projekte tatsächlich entstehen konnten. Um diesen Weg zu verkürzen enthält die Veröffentlichung einen ausführlichen Leitfaden zur Entwicklung eines Frauenwohnprojekts. In sechs dem Verlauf einer Projektentwicklung folgenden Kapiteln werden Hinweise zur Initiierung, zur Klärung grundlegender Fragen, zu den möglichen Rechtsformen, zur Finanzierung, zur Förderung, zur Realisierung und zur Bewirtschaftung eines Frauenwohnprojekts gegeben. Der Leitfaden kann zwar eine kompetente Beratung nicht völlig ersetzen, ermöglicht es aber allen Interessentinnen für ein Frauenwohnprojekt, gezielt Beratung einzuholen und Alternativen informiert in der Gruppe zu diskutieren. Die Dokumentation der Projekte wird ergänzt durch eine zusammenfassende Darstellung der Charakteristika der erfassten Projekte. Außerdem enthält die Veröffentlichung ein umfangreiches Adress- und Literaturverzeichnis. Für 10 € zu beziehen über: FG Frauenforschung und Wohnungswesen Fakultät Raumplanung, TU Dortmund, 44139 Dortmund, email fwr@post.tu-dortmund.de, Fax: +49 (0)231-755-5432

Titel | Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methode, Empirie. Reihe Geschlecht und Gesellschaft Band 35.

Ruth Becker, Beate Kortendiek | Hg'innen (2008) |2. erweiterte Auflage 949 S.
VS Verlag für Sozialwissenschaften | ISBN 3 - 8100-3926-8, Geb. 49,90 €

Inhalt | Das Handbuch bietet mit seinen Beiträgen zu 90 Stichworten einen fundierten Überblick über die Entwicklung und den aktuellen Stand der deutschsprachigen und internationalen Frauen- und Geschlachterforschung. Die Aufsätze behandeln zentrale Fragen der Frauen- und Geschlechterforschung aus unterschiedlichen Disziplinen (Soziologie, Pädagogik, Politik-, Kultur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Psychologie, Theologie und Jura). Das Spektrum der Beiträge reicht von den theoretischen Konzepten zum Geschlecht über Methoden der Frauen- und Geschlechterforschung bis zu zentralen Forschungs- und Arbeitsfeldern.

Titel | Gender-Aspekte bei der Einfürhung und Akkreditierung gestufter Studiengänge - eine Handreichung

Studien Netzwerk Frauenforschung NRW Nr. 7, Dortmund, 320 Seiten
Kostenlos erhältlich bei der Koordinationsstelle Netzwerk Frauenforschung NRW und in Kürze hier als pdf zum Herunterladen
. | Bestandsaufnahme | (650 kb) und | Handlungsempfehlungen | (850 kb)

Statt Geschlechtergerechtigkeit an den Hochschulen Europas zu fördern, könnte der Bologna-Prozess zur Einführung gestufter (Bachelor-/Master-) Studiengänge das Gegenteil bewirken und zur Verfestigung ungleicher Geschlechterverhältnisse in Hochschule und Wissenschaft beitragen. Erste Zahlen deuten hierauf hin.

Hier setzt die vom Innovationsministerium des Landes NRW in Auftrag gegebene und von der Koordinationsstelle des Netzwerks Frauenforschung NRW bearbeitete Studie an. Gefragt wird: Welche Kriterien zeichnen geschlechtergerechte gestufte Studiengänge aus und wie sind Gender-Aspekte in die Entwicklung und Akkreditierung der neuen Studiengänge zu integrie-ren?

Auf der Grundlage einer Bestandsaufnahme und umfangreicher Befragungen der am Um-stellungsprozess Beteiligten werden konkrete Handlungsempfehlungen zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit bei Entwicklung, Akkreditierung und Durchführung gestufter Studiengänge entwickelt.

Die Studie erhebt nicht nur Forderungen wie die nach der Beteiligung von Wissenschaftle-rinnen und Gender-ExpertInnen im Akkreditierungsrat und -prozess, sondern liefert konkrete Handlungsempfehlungen.
Ihr besonderes hochschul- und wissenschaftspolitisches Gewicht erhält die Studie durch die Vorstellung von fachspezifischen Curricula, mit denen für 47 Fächer - von der Elektrotechnik bis zur Kunstgeschichte - exemplarisch zeigt wird, wie Inhalte der Frauen- und Ge-schlechterforschung in Studium und Lehre integriert und damit auch dieses zentrale Kriterium der geschlechtergerechten Gestaltung gestufter Studiengänge umgesetzt werden kann sowie durch die Nennung von über 200 Gender-ExpertInnen aus diesen Fächer, die mit ihrer Expertise die Einführung gestufter Studiengänge fachlich begleiten können.

Titel | Lebenswerke. Porträts der Frauen- und Geschlechterforschung

Beate Kortendiek, A. Senganata Münst | Hg'innen (2005) | 760 S.
VerlagBarbara Budrich, Opladen | ISBN 3 - 938094-56-7

Mit diesem Buch werden zehn Frauen- und Geschlechterforscherinnen und ein Männerforscher, ihre wissenschaftlichen Denkbewegungen und gesellschafspolitischen Handlungsfelder sowie die damit verbundenen Lebenswege vorgestellt. Die Autorinnen der Porträts, selbst Geschlechterforscherinnen, setzen in der Auseinandersetzung mit den porträtierten WissenschaftlerInnen ihre eigenen Akzente und Prioritäten und bringen ihre Auseinandersetzung mit dem Lebenswerk in die Darstellung ein.
Vorgestellt werden Simone de Beauvoir, der Männerforscher Robert W. Connell, Helge Pross, Sigrid Metz-Göckel, Ayla Neusel, Anna Titkow, Myra Marx Ferree und Alice Salomon, Alva Myrdal und Gerda Lerner.

Titel | Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methode, Empirie. Reihe Geschlecht und Gesellschaft Band 35.

Ruth Becker, Beate Kortendiek | Hg'innen (2004) | 736 S.
VS Verlag für Sozialwissenschaften | ISBN 3 - 8100-3926-8
Brosch. 34,90 €, Geb. 49,90 €

Inhalt | Das Handbuch bietet mit seinen Beiträgen zu 90 Stichworten einen fundierten Überblick über die Entwicklung und den aktuellen Stand der deutschsprachigen und internationalen Frauen- und Geschlachterforschung. Die Aufsätze behandeln zentrale Fragen der Frauen- und Geschlechterforschung aus unterschiedlichen Disziplinen (Soziologie, Pädagogik, Politik-, Kultur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Psychologie, Theologie und Jura). Das Spektrum der Beiträge reicht von den theoretischen Konzepten zum Geschlecht über Methoden der Frauen- und Geschlechterforschung bis zu zentralen Forschungs- und Arbeitsfeldern.

Titel | Räume der Emanzipation

Christine Bauhardt | Hg'in (2004) | 254 S.
VS Verlag für Sozialwissenschaften | ISBN 3 -531-14369-9

Inhalt | Der Sammelband gibt einen Überblick über den aktuellen feministischen Diskussionsstand zum Themenfeld "Schaffung, Nutzung, Aneignung von Räumen". Raum ist dabei ebenso zu verstehen als baulich-räumlicher Kontext - Wohnungsbau, Stadtplanung, Gewerbeplanung - wie als symbolisch vermittelter Raum - Öffentlichkeit, Stadt (-entwicklung), Raumhandeln als sozialer Prozess. Die Fokussierungen der Beiträge gliedern das Buch in folgende Themenkomplexe: Emanzipation - Zwischen Befreiung, Liebesideal und Verantwortung. Konsequenzen aus Emanzipationsprozessen für die räumlihe Forschung und Planung sowie Öffentlicher Raum als Raum der Emanzipation.