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Interreligiöse Aktivitäten und städtische Governance im Ruhrgebiet

Zeitrahmen

Januar 2012 - August 2013

Team

Dr. Eva Dick, Prof. Dr. Alexander-Kenneth Nagel, RUB (Leitung), Ariana Fürst, Tobias Meier (Bearbeitung)

Finanzierung

Mercator Research Center Ruhr (MERCUR)

Projektbeschreibung

Von Januar 2012 bis August 2013 führte das Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität Bochum und die Fakultät Raumplanung der TU Dortmund das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Interreligiöse Aktivitäten und städtische Governance im Ruhrgebiet“ durch. Mit einer Laufzeit von 18 Monaten wurde das Projekt vom Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) gefördert. Das Forschungsprojekt wurde als Pilotvorhaben im Hinblick auf einen anschließenden, ländervergleichenden Forschungsantrag geplant.

Am Beispiel von zwei Städten im Ruhrgebiet, Hamm und Duisburg, gingen Religionssoziologen und Raumplaner gemeinsam der Frage nach, wie sich Beziehungen zwischen Mitgliedern unterschiedlicher Religionsgemeinschaften gestalten und erforschten, welche Rolle Akteure der städtischen Politik und Verwaltung dabei spielen.

Der Hauptfokus lag auf einem Vergleich interreligiöser Aktivitäten (z.B. Stadtteilfeste, Friedensgebete, Nachbarschaftstreffs, Dialogveranstaltungen, Bauinitiativen, Tage der offenen Tür etc.) und den Beteiligungsformen städtischer Akteure in Hamm und Duisburg. Hierbei untersuchte das Projekt, wie sich städtische Akteure im interreligiösen Handlungsfeld positionieren, wie sie Interaktionszusammenhänge im Rahmen der Stadt- und Raumplanung beeinflussen und steuern, aber auch - auf normativer Ebene -, welche Chancen und Herausforderungen sich aus interreligiösen Initiativen für ein integrationsbezogenes urbanes „Diversity Management“ ergeben.

Im Ruhrgebiet ist die religiöse Vielfalt ganz wesentlich ein Ergebnis der Migrationsgeschichte. Aufgrund des großen Anteils von Menschen mit türkisch- und arabischstämmigen Hintergrund sind in erster Linie muslimisch-christliche Angebote und Initiativen zu erwarten. Darüber hinaus wurden aber gerade auch diejenigen Aktivitäten untersucht, an denen weitere religiöse Gemeinschaften teilnehmen. Das Fallbeispiel Hamm als Zentrum des Exil-Hinduismus in Deutschland und Standort des größten tamil- hinduistischen Tempels Deutschlands bat  die Möglichkeit der Einbeziehung hinduistisch-christlich-muslimischer Aktivitäten in die Untersuchung.