Schriftenreihe „Metropolis und Region“

Seit 2007 gibt SURF eine Schriftenreihe mit dem Titel „Metropolis und Region“ heraus. In dieser erscheinen wissenschaftliche Monographien und Sammelbände zu aktuellen Themen der Stadt- und Regionalentwicklung. Im Fokus der neuen Reihe stehen große Städte und Metropolregionen, wobei raumwissenschaftliche Analysen ebenso Beachtung finden wie Fragen der stadtregionalen Planung und Politik. Ein thematischer Schwerpunkt der Reihe liegt in der Städteagglomeration Rhein-Ruhr, doch werden auch Arbeiten zu anderen Stadt- und Metropolregionen Deutschlands, Europas und anderer Kontinente folgen.

Band 14: Thomas Terfrüchte

Regionale Handlungsräume
Gliederung und Einflussfaktoren am Beispiel Nordrhein-Westfalens

Regionalisierung ist also eine Weltkomplexitätsreduktionsstrategie“
(HARD 1994)

Was macht aber die Komplexität von Regionen aus und wie kann sie reduziert werden? Zum einen geht es hierbei um das komplexe Gefüge aus Städten und ihrem Umland, aus Teilräumen und Gesamträumen, aus Verflechtungen und Barrieren, aus Versorgern und Versorgten. Regionen werden dabei als überörtliche Interaktions- bzw. Handlungsräume und Städte als deren Zentren verstanden.

Zum anderen wird auf der Grundlage bestehender Ansätze zur Städtesystemforschung, Regionsabgrenzung und Zentralitätsmessung ein indikatorengestütztes Gliederungsmodell Regionaler Handlungsräume entwickelt, das die Komplexität von Regionen reduziert, ohne zu stark zu abstrahieren. Anforderungen aus Raumordnung und Raumentwicklungspolitik werden dabei ebenso berücksichtigt wie methodische Gütekriterien.

Das Modell wird am Beispiel Nordrhein-Westfalens getestet. Aus wissenschaftlicher Perspektive ist vor allem die Frage nach räumlichen Mustern Regionaler Handlungsräume relevant: Welche Rolle spielen administrative Grenzen, welche funktionale Verflechtungen? Wo zeichnen sich eher homogene, wo eher heterogene Raumstrukturen ab? Welchen Einfluss hat die Einwohnerstärke von Städten auf ihre regionale Bedeutung? Und welche überörtlichen Funktionen haben Städte überhaupt?

Aus planungspraktischer Perspektive wiederum geht es um konkrete Anknüpfungspunkte für die Raumordnung, wie etwa die Validierung Zentraler-Orte-Konzepte oder die Abgrenzung multifunktionaler regionaler Kooperationsräume.

Band 13: Uta Hohn, Herbert Kemming, Mario Reimer (Hg.)

Formate der Innovation in der Stadt-und Regionalentwicklung
Reflexionen aus Planungstheorie und Planungspraxis

Stadt- und Regionalentwicklung durch Formate gewinnt seit einigen Jahren vermehrt an Bedeutung. Formate können dabei als zeitlich befristeter, struktureller und inhaltlicher Rahmen für die Planungspraxis verstanden werden. Beispiele hierfür sind Internationale Bauausstellungen, Kulturhauptstädte, Olympische Spiele, EXPOs, Landesund Bundesgartenschauen oder auch die REGIONALEN in Nordrhein-Westfalen.

Alle diese Formate verbindet ihr Wettbewerbscharakter sowie die Intention, positive Effekte für die Stadt- und Regionalentwicklung im Rahmen von Projekten und Events mit hohem Aufmerksamkeits- und Identifikationspotential zu erzielen. Einige jedoch sind zugleich auf Innovationen in der Planung selbst ausgerichtet, indem sie temporäre Experimentier- und Lernfelder für neues Denken und Handeln außerhalb des Planungsalltags und etablierter Akteurskonstellationen eröffnen. Sie sind mithin auch als potentielle Impulsgeber für planungskulturelle Innovationsprozesse zu interpretieren.

Im Fokus dieses Bandes stehen daher solche Formate, die aufgrund ihrer relativ geringen Regelungsdichte in besonderer Weise struktur- und prozessbezogene Innovationen erwarten lassen. Die Beiträge thematisieren die unterschiedlichen Kontexte, Strategien, Konzepte und Verfahren sowie die Handlungslogiken der Akteure und diskutieren die Frage, inwiefern solche außeralltäglichen, auf Aufmerksamkeit und Repräsentation ausgelegten und zugleich auf Struktur- wie Prozessinnovation zielenden Formate nachhaltige Impulse für die Stadt- und Regionalentwicklung zu setzen vermögen.

Mit Beiträgen von Jan Balke, Klaus de Buhr, Rainer Danielzyk, Daniel Fühner, Dirk Glaser, Uli Hellweg, Uta Hohn, Herbert Kemming, Dieter Nellen, Christa Reicher, Mario Reimer, Brigitte Scholz und Thorsten Wiechmann.

Band 12: Matthias Kiese (Hg.)

Wissenschaftsstandorte zwischen stadträumlicher Integration und translokaler Vernetzung

Im Spannungsfeld zwischen Exzellenzerwartungen und internationaler Vernetzung auf der einen und regionalen Entwicklungsaufgaben auf der anderen Seite wird Hochschulen aktuell ein Spagat abverlangt. Einerseits sollen sie exzellente Forschung und Lehre betreiben und eine aktive Rolle in internationalen Wissensnetzwerken spielen.

Andererseits gelten sie als Hoffnungsträger für eine wissensbasierte Stadt- und Regionalentwicklung: Sie sollen mobile Unternehmen, Wissenschaftler und talentierte Studierende anlocken und über Absolventen, Unternehmensgründungen (Spin-offs) und andere Formen des Wissens- und Technologietransfers die Wirtschaftsstruktur vor Ort und die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Unternehmen verbessern sowie der Zivilgesellschaft einen Mehrwert bringen.

Der vorliegende Sammelband diskutiert Herausforderungen und Lösungsansätze für Wissenschaftsstandorte und Wissenschaftsregionen im Spannungsfeld von Vernetzungen auf unterschiedlichen räumlichen Maßstabsebenen von stadträumlich über regional, national und international. Welche Chancen und Risiken ergeben sich daraus, welche Hemmnisse gilt es zu überwinden? Welche Rahmenbedingungen beeinflussen die Impulse, die von wissenschaftlichen Einrichtungen auf die Stadt- und Regionalentwicklung ausgehen, und wie lassen sich diese steuern? Dabei werden theoretische Perspektiven mit planungspraktischen Beispielen konfrontiert, was eine Verknüpfung regional- und wissensökonomischer sowie städtebaulicher Beiträge erfordert.

Mit Beiträgen von Hans-Dieter Collinet, Annette Friedrich, Matthias Kiese, Eckart Kröck, Claudia Kruschwitz, Elmar Kulke, Meike Schiek und Daniel Schiller.

Band 11: Frank Roost, Kati Volgmann (Hg.)

Airport Cities
Gateways der metropolitanen Ökonomie

Einer der wichtigsten Faktoren für den Grad der Attraktivität einer Stadt als Standort ökonomischer Aktivitäten ist ihre Anbindung an die Netze der Verkehrsinfrastruktur. Eine gute Erreichbarkeit schafft Zugänge zu Wissen und Märkten und hat daher wesentliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit eines Ortes. Das gilt auch und gerade für Metropolräume, die als Knoten in nationalen, internationalen und globalen ökonomischen Netzen, dem „space of flows“, fungieren.

Dabei hängt die weltweite Erreichbarkeit der Metropolräume ganz wesentlich von ihren Flughäfen ab, die als Schnittstellen zwischen dem Lokalen und dem Globalen dienen und die Gateways der metropolitanen Ökonomie bilden. Für Unternehmen, die in hohem Maße auf internationale Kontakte angewiesen sind, ist gerade das unmittelbare Umfeld von Flughäfen besonders attraktiv. Dort bilden sich mit den Airport Cities neue Zentren heraus, die als Bürostandorte intensiv vernetzter Firmen, als Treffpunkt für Kongresse oder Meetings sowie als Dienstleistungszentren mit einem breiten Angebot für die globale Business-Community dienen.

Dieser Band präsentiert Befunde und Positionen zu den Herausforderungen für Stadtforschung und Planungspraxis, die im Zusammenhang mit der wachsenden Bedeutung solcher Airport-City-Standorte in Deutschland stehen.

Mit Beiträgen von Wolfgang Knapp, Ben Derudder, Elien Van De Vijver, Frank Witlox, Alain Thierstein, Sven Conventz, Hans Joachim Kujath, Michael Voigt, Frank Roost und Kati Volgmann.

Band 10: Kati Volgmann

Metropole
Bedeutung des Metropolenbegriffs und Messung von Metropolität im deutschen Städtesystem

Metropole ist ein schillernder Begriff. Er verspricht Urbanität, Modernität,  Kreativität, Vielfalt und ruft bestimmte Wünsche, Sehnsüchte und Weltstadtbilder hervor. Als Inbegriff des Urbanen erlebt das „Diskursphänomen“ Metropole seit nunmehr zwei bis drei Jahrzehnten in gesellschaftlichen,  stadtpolitischen und wissenschaftlichen Kontexten eine fortwährende  Konjunktur.

Was aber verbirgt sich hinter dem Begriff Metropole, speziell hinter seinem Bedeutungsgehalt und den spezifischen Funktionen von Metropolen? Um den Begriff wissenschaftlich zu präzisieren wird einerseits eine quantitativ semiologische Analyse der Verwendung des Metropolenbegriffs in den führenden deutschen Printmedien durchgeführt, um Aussagen über den Bedeutungsgehalt zu erlangen und Funktionen von Metropolen zu begründen. Andererseits wird auf Grundlage vorliegender internationaler und nationaler Operationalisierungsansätze ein Konzept zur Messung von Metropolität entwickelt. Mit dem indikatorengestützten Ansatz werden im Zeitverlauf metropolitane Funktionsstandorte im Hinblick auf Veränderungen der räumlichen Konzentration und funktionalen Spezialisierung im deutschen Städtesystem analysiert.

Band 9: Anna Growe

Knoten in Netzwerken wissensintensiver Dienstleistungen
Eine empirische Analyse des polyzentralen deutschen Städtesystem

Ökonomische Prozesse sind zunehmend global organisiert und die Koordinierung und Steuerung dieser Prozesse wird durch wissensintensive Dienstleister erleichtert. Die Tätigkeiten dieser Akteure basieren in besonderem Maß auf der Nutzung von Wissen in Wirtschaftsprozessen sowie auf der Produktion von neuem Wissen als ökonomischem Output. Aus räumlicher Sicht ist vor allem die Frage nach Standortmustern und nach Netzwerken zwischen unterschiedlichen Standorten dieser Akteure wichtig.

Die Autorin legt durch die Auseinandersetzung mit der Rolle der Städte in der Wissensökonomie die theoretischen Grundlagen für eine empirische Überprüfung von Konzentrations-, Spezialisierungs- und Regionalisierungsprozessen im deutschen Städtesystem. Ein besonderes Augenmerk gilt der Entwicklung eines Verständnisses von Städtesystemen als nichthierarchische Netzwerk, in denen Städte die Funktion von Knoten einnehmen.

So wird deutlich, dass für das Verständnis von Agglomerationsvorteilen in der Wissensökonomie eine einfache Unterscheidung in Urbanisations- und Lokalisationsvorteile von Städten nicht ausreicht. Vielmehr ist es notwendig, Dienstleistungen entsprechend ihrer Nutzung von Wissensformen zu unterscheiden, weil die so differenzierten Akteure eine eigene Sensitivität für Transaktionskosten aufweisen und sich dementsprechend sehr unterschiedlich entwickeln.

Band 8: Alexandra Hill, Achim Prossek (Hg.)

Metropolis und Region
Aktuelle Herausforderungen für Stadtforschung und Raumplanung

Raumentwicklung und Raumplanung stehen seit Beginn des 21. Jahrhunderts vor neuen tiefgreifenden Herausforderungen. Hierzu zählen der demographische Wandel, die Auswirkungen des Klimawandels, die anhaltende Globalisierung bei gleichzeitiger Regionalisierung – Prozesse, die Stadt- und Regionalentwicklung dynamisieren.

Neue und alte, stark durch den anhaltenden Wettbewerb zwischen Städten und Regionen bedingte, Herausforderungen stehen dabei nicht nebeneinander, sondern bilden ein Problemkonglomerat. In diesem Kontext kommt den Metropolregionen eine besondere Stellung zu. Wegen ihrer Größe und Bedeutung sind sie einerseits besonders von den Auswirkungen betroffen, andererseits aber auch der Ort, für den zuvorderst Lösungen gefordert werden.

Dieser Band präsentiert Befunde und Positionen zu beispielhaften Herausforderungen der Stadtforschung und Raumplanung in Deutschland und zu der Frage nach den notwendigen Schritten für eine zukunftsfähige und nachhaltige Gestaltung des Raumes.

Eingeordnet werden diese anwendungsbezogenen Überlegungen in Schlussfolgerungen für die raumwissenschaftliche Forschung, womit die aktuelle Relevanz der genannten Forschungsfelder von Stadtforschung und Raumplanung herausgearbeitet wird.

Mit Beiträgen von Rainer Danielzyk, Susanne Frank, Stefan Greiving, Thomas Hauff, Heinz Heineberg, Alexandra Hill, Heinrich Mäding, Achim Prossek und Gerald Wood.

Band 7: Sonja Borchard

Kommunale Wohnungspolitik als Urban Governance
Der Dortmunder Weg - ein Modell mit Transferpotential?

Die Wohnungspolitik der Stadt Dortmund wurde unter Anwendung von Erklärungsansätzen aus der Governance-Forschung über einen Zeitraum von sechs Jahren (2004 bis 2010) untersucht. Im Rahmen ihrer Dissertation begleitete die Verfasserin den Prozess der Weiterentwicklung des 2004 vom Rat der Stadt Dortmund beschlossenen Masterplans Wohnen sowie die Erarbeitung und Umsetzung des kommunalen Wohnkonzeptes ab 2008. Es handelt sich um eine multi-perspektivische, mehrebenenund prozessbezogene Analyse der komplexen Strukturen kollektiven Handelns unterschiedlicher Akteursgruppen und -konstellationen im Umgang mit den Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt an der Schnittstelle zwischen Stadtentwicklungsplanung und Wohnungspolitik.

Die Herausforderungen werden in Dortmund zunehmend in Kooperation der öffentlichen Akteure mit privaten und zivilgesellschaftlichen Akteuren in Angriff genommen. Handlungsfelder werden in diesen Netzwerken im Dialog identifiziert, Lösungsstrategien konsensorientiert entwickelt und kooperativ in Projekten erprobt. Aufgrund der Zusammenarbeit von Entscheidungsträgern der Kommune und der Wohnungswirtschaft ist es in den vergangenen Jahren gelungen, innovative Konzepte und Projekte umzusetzen.

Der untersuchte Prozess in Dortmund belegt, dass die kooperative Aufstellung eines integrierten Handlungskonzeptes auf der Grundlage eines Handlungsorientierung gebenden Masterplans Wohnen ein sinnvoller Ansatz ist, um den neuen Herausforderungen an die kommunale Wohnungspolitik im Kontext des ökonomischen und demographischen Wandels zu begegnen. Für eine kommunale Wohnungspolitik, die sich als Bestandteil einer dialogorientierten, kooperativen Stadtentwicklungspolitik versteht, bietet das Dortmunder Modell Transferpotential.

Band 6: Andrea Dittrich-Wesbuer, Wolfgang Knapp, Frank Osterhage (Hg.)

Postsuburbanisierung und die Renaissance der (Innen-)Städte -
Neue Entwicklungen in der Stadtregion

Die aktuelle Transformierung stadtregionaler Zusammenhänge wird mit scheinbar widersprüchlichen Befunden diskutiert. Während auf der einen Seite zunehmend Trends einer „Renaissance der (Innen-)Städte“ bis hin zur Reurbanisierung erkannt werden, belegen andere Arbeiten nicht nur anhaltende Suburbanisierungsprozesse, sondern auch die Entwicklung funktional angereicherter und strukturell vollständiger postsuburbaner Räume. Sie werden als Teil einer zunehmend komplexer werdenden Geometrie der Stadtregion, die sich auch im Lebensalltag ihrer Bewohnerinnen und Bewohner widerspiegelt, beschrieben. Dieser Befund spricht dafür, nicht nur auf die partielle Renaissance der Innenstädte zu schauen, sondern die Stadtregion insgesamt und die siedlungsstrukturellen und funktionalen Zusammenhänge in diesem vielfältig vernetzten Arbeits- und Lebensraum im Blick zu behalten.

Der vorliegende 6. Band der Reihe „Metropolis und Region“ nimmt die Diskussion über die Entwicklungen in der Stadtregion auf. Es werden quantitative sowie qualitative Analysen vorgestellt, die sich mit Aspekten der Stadtregion beschäftigen: Bevölkerungsentwicklung und Wanderungen, die Gestaltung des Lebensalltags und die Erwartungen an den Wohnstandort sind ebenso Inhalt der Beiträge wie die funktionale Ausgestaltung der Region und die Entwicklung „peripherer Zentren“ oder die Rolle der Stadtpolitik.

Mit Beiträgen von Thorsten Bürklin, Andrea Dittrich-Wesbuer, Franciska Frölich von Bodelschwingh, Michaela Hirschle, Gregor Jekel, Wolfgang Knapp, Marcus Menzl, Frank Osterhage, Michael Peterek und Alexander Schürt

Band 5: Frank Roost (Hg.)

Metropolregionen in der Wissensökonomie

Die Bedeutung der Ressource Wissen als Einflussfaktor der Stadtentwicklung nimmt im derzeitigen Strukturwandel immer weiter zu. Vor allem in den Metropolregionen hängen die Chancen eines Standortes von seiner jeweiligen Rolle als Knoten ökonomischer und sozialer Netzwerke für wissensintensive Dienstleistungen, forschungsintensive Industrien und kreativitätsgeprägte Branchen ab.

Doch welche Faktoren begünstigen oder erschweren diese Eigenschaften und wie können die jeweiligen Potenziale einer Metropolregion erkannt und weiterentwickelt werden?

Die mit diesen Fragen verbundenen Herausforderungen werden in dem vorliegenden Band 5 der Reihe „Metropolis und Region“ am Beispiel der Entwicklung von Metropolregionen vor allem in Deutschland vermittelt. Die einzelnen Autoren analysieren dabei unterschiedliche Aspekte wie den Wandel des Städtesystems in der wissensbasierten Ökonomie, den Einfluss regionaler Kulturen, die Versuche Wissensregionen zu positionieren, die Bedeutung der Arbeitsmärkte und urbanen Räume für die „kreative Klasse" sowie deren Effekte in deutschen und europäischen Städten.

Mit Beiträgen von Michael Fritsch, Martina Fromhold-Eisebith, Hans Joachim Kujath, Bastian Lange, Dieter Rehfeld, Frank Roost und Joachim Thiel

Band 4: Achim Prossek

Bild-Raum Ruhrgebiet - Zur symbolischen Produktion der Region

Der Wandel des Ruhrgebietsbildes seit den 1990er Jahren ist Gegenstand der Analyse, die innerhalb der Geographie und Raumplanung einen bild-/kulturwissenschaftlichen Zugang vertritt. Selbst- und Fremdbilder und spezifische Wahrnehmungsweisen werden analysiert, das heißt die visuelle und kommunikative Produktion der Region. Dabei wird der Zusammenhang zwischen Raumbild und regionaler Identität aufgezeigt, der für die altindustrialisierte Region im andauernden Strukturwandel von großer Bedeutung ist.

In der Arbeit geht es zum einen um konkrete Interventionen in der Landschaft, welche die Wahrnehmung der Region verändern, und zum anderen um Repräsentationen und symbolische Produktionen, welche das Bild vom Ruhrgebiet thematisieren. Behandelt werden u.a. die IBA Emscher Park, die Landmarken, der Emscher Landschaftspark und Emscher-Umbau, die Namen des Ruhrgebiets, Industriekultur, die Ruhrtriennale, das Ruhr Museum. Im Vergleich der TV-Serien Schimanski und Lutter zeigt sich exemplarisch die vollzogene Veränderung. Schlussfolgerungen zu Bildpraktiken und Regionalentwicklung unter Bedingungen der Polyzentralität runden die Analyse ab.

Band 3: Ludger Basten (Hg.)

Metropolregionen – Restrukturierung und Governance. Deutsche und internationale Fallstudien

Metropolen haben Konjunktur, in Deutschland wie im Ausland, unter Politikern und in den Medien ebenso wie in Planung und wissenschaftlicher Stadtforschung. Dabei ist ihre Rezeption durchaus zwiespältig: Während einerseits ihre Entwicklung Politik und Planung vor teilweise große Probleme stellen, werden sie andererseits gleichzeitig als Hoffnungsträger für die wirtschaftliche und soziale Erneuerung nicht nur der Städte selbst, sondern ganzer Volkwirtschaften gesehen.

Im vorliegenden Band werden empirische Fallstudien zur Restrukturierung und zur Governance von Metropolregionen in Deutschland, Europa, Amerika und Asien vorgelegt. Sie analysieren Probleme und Chancen gegenwärtiger Entwicklungsdynamiken und untersuchen, wie die jeweiligen politisch-administrativen Systeme auf die derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen der Metropolenentwicklung reagieren.

Mit Beiträgen von Ludger Basten, Marco Bontje, Uta Hohn, Roger Keil, Stefan Krätke, Peter Newman, Bernd Steinacher und Rainer Wehrhahn.

Band 2: Markus A. Jeschke

Stadt- und Umland im Ruhrgebiet - Muster und Prozesse der Bevölkerungsentwicklung und politisch-planerische Reaktionen

Die Arbeit setzt sich auf der Grundlage umfangreichen quantitativen wie qualitativen empirischen Datenmaterials sowohl mit raumanalytischen sowie raumplanungswissenschaftlichen Fragestellungen im Kontext der Bevölkerungsentwicklung in den Ruhrgebietskommunen auseinander. Im ersten Teil werden die räumlichen Muster und Prozesse der Einwohnerentwicklung und insbesondere die Bedeutung der Wohnsuburbanisierung für die Gemeindeentwicklung herausgearbeitet.

Der zweite Teil liefert Hinweise auf den politisch-planerischen Stellenwert der Bevölkerungsentwicklung, auf spezifische politisch-planerische Handlungsweisen und damit im Zusammenhang stehende differenzierte Handlungsorientierungen und Entwicklungspräferenzen der an der Stadtentwicklung beteiligten Akteure in den Einzelkommunen des Ruhrgebiets.

Band 1: Peter Schmitt

Raumpolitische Diskurse um Metropolregionen - Eine Spurensuche im Verdichtungsraum Rhein-Ruhr

Metropolregionen stehen seit einigen Jahren im Fokus raumpolitischer Diskurse in Europa. Auch in Deutschland werden in einigen strategischen Dokumenten die besondere Rolle einzelner Verdichtungsräume als Metropolregionen hervorgehoben und die regionalen Stakeholder aufgefordert, diese Metropolregionen als »neue Handlungsräume« zu begreifen.

Die umfangreiche Analyse raumpolitischer Diskurse um eine Metropolregion Rhein-Ruhr im Zeitraum 1995-2005 zeigt aber, dass diese Diskurskonjunktur keinesfalls ein Selbstläufer ist. Es werden die zahlreichen Gründe offengelegt, weshalb die Metropolregion Rhein-Ruhr nach wie vor ein raumpolitisches Konstrukt ist. Aus den Erkenntnissen der Fallanalyse sowie den methodischen und theoretischen Bausteinen werden Folgerungen zur diskursiven Produktion von Metropolregionen abgeleitet.

Nähere Informationen sowie Hinweise zur Bestellung finden Sie beim Verlag Dorothea Rohn.