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Raumbezogene Risiko- und Klimafolgenforschung

InKlaH - Integriertes Anpassungskonzept für die Stadt Hagen (2015- 2018)

Die Ziele des Projekts bestehen darin, vor dem Hintergrund von Klimawandel und demografischem Wandel aktuelle Entwicklungen in Hagen in einem räumlichen Gesamtkontext zu bewerten. Auf dieser Basis soll ein integriertes Anpassungskonzept mit konkreten Handlungsempfehlungen für die Stadtentwicklungs- und Bauleitplanung, die Freiflächenentwicklung und den Hochwasserschutz entwickelt werden. Projektlaufzeit ist der 1.9.2015 – 31.08.2018. Bei dem Projekt handelt es sich um ein sogenanntes „Kommunales Leuchtturmvorhaben“ im Rahmen der Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).

Siedlungsklimatischen Belastungen wie die erwartete Zunahme von Hitzeperioden stellen eine große Belastung für eine alternde Stadtgesellschaft dar. Allerdings werden durch den Bevölkerungsrückgang auch Flächenpotentiale freigesetzt, die gezielt zur Verringerung der Exposition gegenüber Extremereignissen wie Hochwasser und Sturzfluten bzw. zur Verbesserung des Klimakomforts genutzt werden könnten.

Mithin ist eine Abstimmung zwischen bestehenden Ansätzen zum Umgang mit dem demografischen Wandel, den Hochwasserrisikomanagementstrategien, der künftigen Siedlungs- und Freiraumentwicklung in der Stadt Hagen und der beabsichtigten Anpassung an ein sich veränderndes (Stadt-)Klima erforderlich. Dabei spielt auch der stadtregionale Kontext eine bedeutsame Rolle, da die Klimawirksamkeit von Freiräumen eine regional abgestimmte Siedlungsflächen- und Freiraumentwicklung erfordert. Insofern werden neue Kooperationen zwischen den bisher getrennt bearbeiteten Handlungsbereichen Klimawandel, Demografischer Wandel und Hochwasserrisikomanagement bzw. den entsprechenden Akteuren auf kommunale wie auf stadtregionaler Ebene entstehen.

Die für diese Abstimmung erforderliche integrierte Klimafolgenanalyse und Strategieentwicklung sind über die Stadt Hagen als Trägerin der Umweltplanung, Bauleitplanung und zugleich untere Wasserbehörde gewährleistet. Das Projekt wird auf Seiten der Stadt Hagen federführend von der Abteilung Umweltplanung im Umweltamt betreut. Ein projektbegleitender Arbeitskreis, gewährleistet die Abstimmung mit den anderen Fachbereichen und kommunalen Eigenbetrieben der Stadt Hagen. Die Technische Universität Dortmund bringt über das Institut für Raumplanung ihre Expertise in der Erstellung von Klimafolgenanalysen und Anpassungsstrategien ein. Die stadtklimatologische Analyse übernimmt der Regionalverband Ruhr mit seinem Referat Geoinformation und Raumbeobachtung, der zudem die Einbettung der integrierten Anpassungsstrategie in den regionalen Kontext gewährleistet. Eine breite Beteiligung der Bürgerschaft auf Stadtbezirksebene ist sowohl in der Analysephase als auch im Rahmen der Strategie- und Maßnahmenentwicklung über Bürgerwerkstätten und Klimatische vorgesehen.

 

Förderkennzeichen: 03DAS057A

Weitere Informationen zur Förderung:

Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Projektträger Jülich

Ansprechpartner: Dr.-Ing. Florian Flex, Prof. Dr.-Ing. Stefan Greiving, Stadt Hagen: Fred Weber, Regionalverband Ruhr: Dr. Wolfgang Beckröge

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