Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation


Sie sind hier: Start > 

Bereichsnavigation


Hauptinhalt

Regionale Arbeitsmärkte

Aktualisierung der Beschäftigungsprognose 2000 (1995- 1996)

Für die Neuabgrenzung der Fördergebiete der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe 'Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur' wurde die regionale Beschäftigungsprognose für das Jahr 2000 (siehe 'Regionale Beschäftigungsprognose 2000' überprüft und aktualisiert. Erstmals wurden dabei auch die Arbeitsmarktregionen der neuen Bundesländer in die Prognose einbezogen. Die prognostizierte Beschäftigungsentwicklung ist einer von vier Indikatoren, mit denen der Planungsausschuß der Gemeinschaftsaufgabe über die Förderungsbedürftigkeit von Arbeitsmarktregionen entscheidet. Die anderen drei sind die Arbeitslosenquote einer Region, ihr Einkommensniveau und ihre Infrastrukturausstattung. Die neue Beschäftigungsprognose 1994 bis 2002 ist eine Fortschreibung der Vorausschätzungen zum Jahr 2000. Grundlage der Prognose sind regionale Zeitreihenanalysen von 1976 bis 1994, deren Schätzfunktionen bis 2002 durch detaillierte Regionalstudien und Plausibilitätskontrollen geprüft und angepaßt wurden. Nach der Prognose wird die räumliche Deglomeration der Arbeitsplätze an Tempo zunehmen. Verursacht wird die Beschleunigung nicht zuletzt durch die ungünstigeren Aussichten der südlicheren Verdichtungsräume wie Stuttgart oder Rhein-Neckar. Selbst für Frankfurt oder München wird nur noch eine durchschnittliche Veränderung erwartet. Im Norden erstreckt sich vom Emsland über Osnabrück, dem Umland von Bremen und Hamburg bis nach Lüneburg ein breites Band von Regionen mit überdurchschnittlichen Wachstumschancen. Sie haben ihre günstige Entwicklung der letzten Jahre stabilisieren können. Die Treffsicherheit des Prognoseverfahrens erwies sich - verglichen mit anderen Methoden - als gut. Die Ex-post-Kontrolle der alten Prognose 2000 für den Zeitraum 1992 bis 1994 zeigt eine große Übereinstimmung zwischen den prognostizierten und tatsächlichen Veränderungsraten. Zahl und Umfang der Fehler haben sich im Vergleich zur Prognose 1995 sogar noch verringert. Die Vorausschätzungen beschränken sich bislang ausschließlich auf die alten Bundesländer. An einer Erweiterung der Datenbasis wird gearbeitet, so daß in einigen Jahren auch für die neuen Bundesländer Zeitreihenanalysen und (vorsichtige) Prognosen möglich sein werden.

Ansprechpartner: Franz-Josef Bade

Weitere Projekte dieses Forschungsfeldes: