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Regionale Arbeitsmärkte

Regionale Qualität der Arbeitsplätze (1995- 1998)

In dem Forschungsvorhaben 'Regionale Qualität der Arbeitsplätze' werden die Auswirkungen des technologischen Wandels auf die regionale Wirtschaftsentwicklung untersucht. Während in früheren empirischen Studien räumliche Disparitäten primär unter quantitativen Aspekten behandelt wurden, werden sie hier durch die Qualität der Arbeitsplätze, sowohl nach betriebsspezifischen funktionalen Merkmalen als auch nach persönlichen Eigenschaften der Beschäftigten wie ihrer Qualifikation erfaßt. Die Veränderungen der regionalen Disparitäten werden erstmals für die Regionalforschung in der Bundesrepublik auf der Grundlage von Zeitreihen untersucht, die von 1993 bis zum Jahr 1976 zurückreichen. Zur Absicherung der Ergebnisse wird ein Vergleich mit dem räumlichen Strukturwandel in Frankreich vorgenommen, das eine dem neuen Bundesgebiet ähnliche Raumstruktur besitzt. Die ersten Ergebnisse des Projekts deuten auf Parallelen zwischen den quantitativen und qualitativen Aspekten des räumlichen Strukturwandels hin. Das heißt, die seit längerem sichtbaren groß- und kleinräumigen Dekonzentrationstendenzen gelten nicht nur für die Zahl der Arbeitsplätze insgesamt, sondern sind auch noch bei einer tieferen Untergliederung nach dem Ausbildungsniveau der Beschäftigten oder der Art ihrer Tätigkeit erkennbar. So sind zum Beispiel die Zuwachsraten der Forschung und Entwicklung außerhalb der Verdichtungsräume wesentlich größer als innerhalb. Zudem deuten die Zeitreihenanalysen daraufhin, daß in Zukunft mit einer Fortsetzung dieser Wachstumsunterschiede und damit mit einer Abschwächung der räumlichen Disparitäten in der Qualität der Arbeitsplätze zu rechnen ist. In der zweiten Stufe des Projekts wird die Untersuchung der regionalen Disparitäten durch den Einbezug von Angaben zum wirtschaftlichen Einkommen erweitert.
Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen ihres Schwerpunktprogramms 'Technologischer Wandel und Regionalentwicklung in Europa' gefördert.

Ansprechpartner: Franz-Josef Bade

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