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Raumbezogene Risiko- und Klimafolgenforschung

ARMONIA - Applied Multi Risk Mapping of Natural Hazards for Impact Assessment (2004- 2007)

Naturkatastrophen stellen ein typisches Beispiel für mögliche Mensch-Umwelt-Konflikte dar. Die zunehmende Verwundbarkeit von Siedlungsbereichen gegenüber Naturgefahren ist letztlich auch eine Folge einer Planungsgesetzgebung und -praxis, die es in der Vergangenheit versäumt hat, räumliche Gefahren und Risiken zu beachten und sie in raumbezogene Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Um ein effektives raumbezogenes Risikomanagement zu erreichen, bedarf es der Zusammenführung von Wissen, Technologien und Akteuren im Bereich der Risikoabschätzung von Naturgefahren einerseits, sowie von Wissenschaftlern und Praktikern aus dem Bereich der Raumplanung andererseits.

Ziel des im 6. EU-Forschungsrahmenprogramm geförderten Projektes ARMONIA - Applied Multi Risk Mapping of Natural Hazards for Impact Assessment war es, methodische Grundlagen zur Erstellung von EU-weit harmonisierten Gefahren- und Risikokarten zu erarbeiten. Solche Karten stellen eine bedeutende Grundlage für raumrelevante Entscheidungen in jenen Gebieten Europas dar, die von Naturgefahren bedroht sind. Das Projekt umfasste folgende Teilziele:

  • Integration und Optimierung von Methoden der Gefahren- und Risikoabschätzung unterschiedlicher Typen von Naturkatastrophen,
  • Harmonisierung von Arbeitsschritten zur Erstellung von integrierten (multi hazard) Risikokarten mit dem Ziel, Datensammlung und -analyse, Monitoring, Ergebnisse und Terminologie für die Endnutzer (EU, aber auch nationale, regionale und lokale Planungsbehörden) zu standardisieren,
  • Entwicklung eines Instrumentes zur Unterstützung von Entscheidungen im Rahmen eines raumorientierten Risikomanagements unter Einbeziehung der Raumplanung,
  • Entwicklung von Grundlagen für das raumbezogene Management von Risiken durch Naturgefahren im Hinblick auf die EU-Richtlinie 2001/42/EC über die Prüfung der Umweltauswirkungen bestimmter Pläne und Programme (Plan-UP).

Das Projektkonsortium umfasste elf Partner aus Deutschland, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Italien, Kanada und Tschechien. Zudem war das Joint Research Centre der Europäischen Union beteiligt.

Ansprechpartner: Dr. rer. pol. Mark Fleischhauer, Prof. Dr.-Ing. Stefan Greiving, Dr.-Ing. Sylvia Wanczura

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