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Ländliche Entwicklung

Bergstudie: Analyse von Berggebieten (2002- 2003)

Die Ziele dieser Studie zur Analyse von Berggebieten für DG Regio der Europäischen Kommission sind:

  1. Erarbeitung einheitlicher europaweiter Kriterien zur Abgrenzung von Berggebieten,
  2. Aufbau einer kleinräumigen GIS-gestützen Datenbasis dieser Gebiete, und
  3. Analyse der Probleme und Potentiale dieser Regionen sowie der Wirksamkeit von bisherigen EU-Politiken und Instrumenten hinsichtlich der Förderung solcher oftmals benachteiligten Gebiete.


Die Studie startet mit der Beobachtung, dass bislang in den EU-Mitgliedsstaaten keine einheitliche Definition zur Abgrenzung von Berggebieten existiert. Stattdessen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen. In einem ersten Schritt sollen diese Definitionen gesammelt und kartographisch aufgearbeitet werden, um sie dann miteinander zu vergleichen und ein Kriterienset zur einheitlichen Abgrenzung zu entwickeln. Diese Kriterien sollen dann nicht nur naturräumliche und physische Aspekte beinhalten, sondern gegebenenfalls ebenso kulturelle, sozio-ökonomische oder sozio-demographische Aspekte.
Nach Verabschiedung dieser Definition und Abgrenzung der Berggebiete soll dann für diese Gebiete eine kleinräumige (NUTS 5), GIS-gestützte Datenbank erstellt werden, die alle relevanten naturräumlichen, physischen, kulturellen, sozio-ökonomischen und sozio-demographischen Indikatoren enthält. Diese Datenbasis soll in einem letzten Schritt dazu genutzt werden, die Regionen zu charakterisieren, gemeinsame Probleme und Potentiale zu erkennen, und die bisherigen europaweiten Politiken und Instrumente zur Förderung von Berggebieten auf ihre Wirksamkeit hin zu untersuchen, um schlussendlich Empfehlungen zu einer Revision dieser Instrumente zu erarbeiten.
Die Ergebnisse dieser Studie sollen als Vorarbeit in den nächsten Kohäsionsbericht der Europäischen Kommission einfließen, und dienen darüber hinaus für weitere Diskussion zur Reform der europäischen Strukturfonds. Die Studie wird in Zusammenarbeit mit 19 Partnern aus ganz Europa unter der Leitung von NORDREGIO ('Nordic Centre for Spatial Development', Stockholm, Schweden) durchgeführt. Das IRPUD gehört zum Koordinationsteam (u.a. NORDREGIO, SEGESA (FR)), UNEP-World Conservation Monitoring Centre (UK), Centre for Mountain Studies (UK) und ist insbesondere verantwortlich für den Aufbau der Datenbasis sowie einen Teil der (GIS-gestützten) Analysen.

Ansprechpartner: Carsten Schürmann

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