Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation


Sie sind hier: Start > 

Bereichsnavigation


Hauptinhalt

Raumentwicklung in Europa

ESPON 2.1.3: Räumliche Auswirkungen der EU-Agrarpolitik (2002- 2004)

Im Jahre 2002 startete die Europäische Kommission das European Spatial Planning Observation Network (ESPON) als umfassendes transnationales System für die laufende Raumbeobachtung und Prognosen. Die Aufgaben von ESPON sind:

  1. die wichtigsten Einflussfaktoren für eine polyzentrischere europäische Raumstruktur zu bestimmen,
  2. räumliche Indikatoren und Typologien zur Erkennung und Messung räumlicher Trends zu erarbeiten,
  3. Analyseinstrumente zur Erkennung struktureller Probleme und Potentiale zu entwickeln,
  4. die räumlichen Auswirkungen der Fach- und Strukturpolitiken der EU zu untersuchen und
  5. integrierte Politikinstrumente zur Förderung einer ausgewogenen und polyzentrischen Raumentwicklung im Rahmen des Europäischen Raumentwicklungskonzepts (EUREK) vorzuschlagen.


ESPON 2.1.3 soll die räumlichen Auswirkungen der EU-Agrarpolitik und der Politik der EU zur Förderung ländlicher Regionen untersuchen. Die EU-Agrapolitik steht vor einer Reihe innnerer und äußerer Herausforderungen: Innere Herausforderungen sind die Risiken zunehmender Überproduktion, Haushaltsrestriktionen, Verbraucherinteressen, die Notwendigkeit der Wiederbelebung ländlicher Ökonomien, zunehmende Umweltprobleme und die Notwendigkeit, Entscheidungsprozesse zu vereinfachen und zu dezentralisieren; äußere Herausforderungen sind die EU-Erweiterung, die neue Runde von Verhandlungen der Welthandelsorganisation WTO und die Notwendigkeit, auf den Weltmärkten zu konkurrieren. Im Jahre 1999 wurde als zweite Säule der EU-Agrarpolitik eine neue Richtlinie über ländliche Entwicklung verabschiedet, die von einer Wende der Agrarpolitik von Marktstützungs- zu Strukturmaßnahmen als Grundlage einer Integration von Agrarpolitik und Strukturpolitik zur Förderung ländlicher Regionen ausgeht.
ESPON 2.1.3 wird eine Methode zur Abschätzung der Wirkungen politischer Maßnahmen entwickeln, räumliche Indikatoren, Typologien und Konzepte und eine dazugehörige Datenbasis erarbeiten, räumliche Trends, Potentiale und Probleme auf verschiedenen räumlichen Ebenen und in unterschiedlichen Teilen des erweiterten Europa untersuchen und Empfehlungen für zukünftige Politikentwicklungen zur Unterstützung der räumlichen Kohäsion und des EUREK abgeben.


ESPON 2.1.3 ist eine Zusammenarbeit von acht Forschungsinstituten aus Deutschland, Großbritannien, Irland, Österreich, Schweden, Spanien und Ungarn koordiniert vom Arkleton Centre for Rural Development Research der University of Aberdeen in Schottland.

Ansprechpartner: Günter Kroës und Martina Hülz

Weitere Informationen: http://www.espon.public.lu/fr/

Weitere Projekte dieses Forschungsfeldes: