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Stadtverkehr

FRAME: Freizeitmobilität älterer Menschen (2000- 2003)

Die Freizeitmobilität älterer Menschen wird aufgrund der demographischen und gesellschaftlichen Entwicklung in Zukunft in ihrer Bedeutung erheblich zunehmen. Da ältere Menschen zunehmend über Führerschein und Pkw verfügen, ist dabei mit einer stark zunehmenden Pkw-Nutzung zu rechnen. Gleichzeitig ist von einer erheblichen Differenzierung der Freizeit- und Mobilitätsnachfrage in verschiedene 'Mobilitätsstile' auszugehen, insbesondere unter 'Jungen Alten'. Dennoch sind bei (einigen) Älteren in erheblichem Maß Einschränkungen der Mobilität festzustellen, die mit einem Mangel an Beteiligung am öffentlichen Leben sowie Einbußen an Lebensqualität verbunden sind.
Ziel des dreijährigen Projekts 'Freizeitmobilität älterer Menschen – Bedingungen, Formen und Entscheidungen' (FRAME) ist die Entwicklung umwelt- und sozialverträglicher sowie wirtschaftlich tragfähiger Mobilitätsangebote für Freizeitaktivitäten älterer Menschen. Eine wichtige Leitfrage ist, welche Formen von Verkehr von Älteren in ihrer Freizeit wahrgenommen, präferiert und genutzt werden. Welche Gründe stehen der ÖPNV-Nutzung entgegen, welche nutzerspezifischen Angebote fehlen? Der analytische Teil des Projekts fußt im Wesentlichen auf drei Bausteinen:

  1. einer bundesweiten Recherche planerischer Strategien für den Freizeitverkehr sowie der Berücksichtigung der Belange älterer Menschen in der Verkehrsplanung;
  2. einer Analyse infrastruktureller Rahmenbedingungen, insbesondere ÖV-Angebote und Freizeitangebote in der Region sowie im Wohnumfeld;
  3. einer Haushaltsbefragung als Kernbestandteil der Erhebungen. Auf den Analysen aufbauend werden Vorschläge zur Problemlösung erarbeitet, die unter Berücksichtigung gesamtgesellschaftlicher Ansprüche in Bezug auf Nachhaltigkeit den differenzierten Bedürfnissen älterer Menschen nach Freizeitmobilität gerecht werden. Zugunsten einer praxisnahen, umsetzungsorientierten Vorgehensweise wird in die Problemlösungsansätze neben der Perspektive der Nutzer auch die Sicht der Anbieter von Freizeiteinrichtungen und der Verkehrsanbieter einbezogen.


Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation des Fachgebiets Verkehrswesen und Verkehrsplanung mit dem Psychologischen Institut und dem Geographischen Institut der Universität Bonn.

Ansprechpartner: Joachim Scheiner, Christian Holz-Rau

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