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Stadterneuerung

Grenzland oder Schmelztiegel? (2000- 2001)

Nach der Untersuchung der mit Einwanderung verbundenen sozialen Prozesse am Beispiel alteingesessener Deutscher (siehe 'Migration ohne Ortswechsel?') soll auch in dem neuen von der Volkswagen-Stiftung geförderten Projekt 'Grenzland oder Schmelztiegel? - Gemeinsamkeiten und Abgrenzungen von Einwander/innen unterschiedlichster Herkunft in einem traditionellen Zuwanderungsstadtteil' ein bislang von der Wissenschaft vernachlässigter Blickwinkel berücksichtigt werden. Da Einwanderung in der Stadtplanung und in der Migrationsforschung oft ausschließlich aus der Sicht einer Gruppe (meist der türkischstämmigen Bewohner) betrachtet wird, ist es dringlich, sich mit der Vielfalt der Einwanderungsgruppen und der mit ihr einhergehenden gesellschaftlichen Differenzierung der letzten vierzig Jahre zu beschäftigen. Hieraus sollen Konsequenzen für planerisches Handeln abgeleitet werden. Da es wenig Wissen über die soziale Differenzierung in Einwanderungsvierteln gibt, ist es das Ziel des Projekts, zu untersuchen, welche Gruppen sich durch die Einwanderung gebildet haben, welches Selbstverständnis und Fremdbild sie entwickelt haben, und wie das Verhältnis zwischen verschiedenen Gruppen ist. Erst mit einem umfassenderen Verständnis der durch Einwanderung ausgelösten sozialen Prozesse sind Stadtplanung und Stadterneuerung (im Rahmen ihrer eingeschränkten Möglichkeiten) in der Lage, Entwicklungen zu beeinflussen. Wie im vorangegangenen Projekt wurde das Dortmunder Borsigplatzviertel als Untersuchungsraum ausgewählt. Dies hat unter anderem den Vorteil, dass das bereits vorhandene Wissen über die sozialen Entwicklungen im Stadtteil genutzt werden kann. Das Projekt endet im November 2001.

Ansprechpartner: Volker Kreibich

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