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Metropolenforschung und Strukturwandel

Das montanindustrielle Erbe des Ruhrgebiets (2008- 2009)

Eine Chance für die nachhaltige Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert

Das Ruhrgebiet hat in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Erfahrungen im Umgang mit seinem montanindustriellen Erbe gesammelt. Um einen nachhaltigen Umgang mit ehemaligen Montanindustrieflächen und ihren Gebäuden und technischen Anlagen zu unterstützen, muss deren historische Bedeutung erfasst und erkannt sowie die noch vorhandenen Daten, Karten und Informationen über sie gesichert werden. Dokumente und Bauwerke sind das Potenzial, mit dem die Erinnerung an das Ruhrgebiet als altindustrieller Montanstandort erhalten werden kann. Dies wurde während des Strukturwandels bereits durch den Erhalt einzelner Anlagen unterstützt, jedoch sind weitere umfangreiche Recherchen von historischen Informationen bedeutend für die Integration und Erhaltung des montanindustriellen Erbes in neuen städtebaulichen und regionalplanerischen Lösungsansätzen.

Ziel des Projektes ist es, die Vielfalt des Umgangs und der Entwicklung ehemaliger montanindustrieller Flächen im Ruhrgebiet mit ihren Folgen für die Stadt- und Siedlungsentwicklung und unter besonderer Berücksichtigung des montanindustriellen Erbes erstmals systematisch und umfassend aufzubereiten, zu analysieren und zu präsentieren.

Leitidee ist dabei der Blick auf die Chancen und Potenziale, die sich durch die Einbeziehung des montanindustriellen Erbes sowohl für eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Stadt- und Regionalentwicklung bieten, als auch die Möglichkeit, das Ruhrgebiet zu einem beispielgebenden Lernort für Regionen im europäischen und nicht europäischen Ausland in vergleichbaren Situationen zu machen.

A: Grundlagenarbeit 2008 – 2013
Eine Dokumentation der montanindustriellen Flächen im Ruhrgebiet anhand historischer Entwicklungsschichten und der heutigen Folgenutzungen ist flächendeckend für das Ruhrgebiet zu erarbeiten. Die Recherche und Archivierung von Daten aller relevanten Flächen wird dabei über das Jahr 2010 hinausgehen.

B: Ausstellung und Tagung
Die Präsentation von Ergebnissen in Form einer Ausstellung, die von einem internationalen Kongress begleitet wird, ist im Jahr 2010 vorgesehen. Sie soll die Auftaktveranstaltung zu einem Forschungskolleg darstellen.

C: Einrichtung eines Forschungskollegs ab 2010
Ein interdisziplinäres Forschungskolleg baut auf der Grundlagenarbeit auf und führt diese weiter fort. Hochschulübergreifende Erfahrungen im unterschiedlichen Umgang mit dem montanindustriellen Erbe werden analysiert und Empfehlungen für die zukünftige Entwicklung solcher Flächen im Ruhrgebiet und anderen Regionen im Ausland abgeleitet.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Regionalverband Ruhr, der RAG, dem Deutschen Bergbaumuseum und der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt.

Ein Flyer des Projekts kann als pdf-Datei (81 KB) heruntergeladen werden.

Ansprechpartner: Dipl. Geogr. Corinna Berger, Univ.-Prof.'in Dipl.-Ing. Christa Reicher

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