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Ländliche Entwicklung

SERA: Studie zur Beschäftigungssituation in ländlichen Gebieten (2005)

In ganz Europa haben die ländlichen Arbeitsmärkte eine Periode fortschreitenden und raschen Wandels erlebt. Die Abnahme der primärsektoralen Landwirtschafts- und Nahrungsmittelproduktion wurde von einem Beschäftigungszuwachs im Bereich Dienstleistungen begleitet, insbesondere im Tourismus. Jedoch ist die Beständigkeit lokaler Arbeitslosigkeit und hier insbesondere der Langzeitarbeitslosigkeit in den ländlichen Gebieten durchweg gravierend. Dementsprechend haben zahlreiche jüngere Studien versucht, die Mechanismen des Arbeitslosigkeitsproblems innerhalb dieser Arbeitsmärkte zu erforschen, was in der Identifizierung einer Reihe von Hindernissen bei der Frage des Zugangs zur Arbeit für Arbeitsuchende in ländlichen Gebieten resultierte. Diese Hindernisse umfassen Probleme auf der Nachfrageseite in Zusammenhang mit industrieller Umstrukturierung, geographischer Abgelegenheit und geringer Bevölkerungsdichte, Probleme lokaler Arbeitnehmerqualifikation, zu starke Beschränkung auf gering qualifizierte Arbeitskräfte bzw. Gelegenheits- oder Saisonarbeit, einen hohen Anteil kleiner Unternehmen, die in starkem Maße durch sektorale Konjunkturschwächen betroffen sind, sowie eine schwache Transport- und Serviceinfrastruktur.

Das SERA Projekt strebt an, die Situation in ländlichen Gebieten hinsichtlich demographischer Aspekte und Beschäftigung sowie Basisdienste und Infrastruktur zu analysieren. Die Methodik beinhaltet sowohl die Auswertung vorhandenerer Sekundärdaten zu den Themenfeldern demographische Entwicklung und Bevölkerungswandel als auch in beschränktem Umfang eine Primärerhebung im Rahmen von Fallstudien. Die Präsentation der Ergebnisse wird durch die Erstellung statistischer Karten auf NUTS 3 Ebene ergänzt. Dabei wird die OECD-Typologie ländlicher Gebiete den Rahmen für die Analyse der Daten zu Demographie, Beschäftigung, Infrastruktur/Erreichbarkeit und Basisdienste sowie zur Erstellung der Länderprofile bilden. Auf dieser Grundlage wird sich die Angemessenheit dieser Typologie beurteilen lassen. Jedoch werden auch Schlüsselindikatoren, die alle drei Bereiche abdecken und für den Betrachtungsraum (EU27, NUTS 3) vorliegen, zusammengestellt, um so in der Lage zu sein, eine neue Definition ländlicher Gebiete sowie entsprechende Typologien zu entwickeln. Das IRPUD ist für die Analyse der Situation der ländlichen Gebiete in Bezug auf Basisdienste und Infrastruktur verantwortlich. Dieses wird auf der Grundlage der IRPUD-Verkehrsnetzdatenbank und weiteren GIS-Daten durchgeführt, die in vorausgehenden Studien erzeugt werden. Zudem werden alle Karten, die im Zuge des Projekts veröffentlicht werden, am IRPUD erstellt.

Ansprechpartner: Dr.-Ing. Christian Lindner

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