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Nachhaltige Raumentwicklung

TRILAT: Nachhaltige Verkehrsplanung in Israel und Palästina (1997- 2000)

Dieses von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen den Universitäten Bonn und Dortmund, der Hebräischen Universität Jerusalem und dem Applied Research Institute Jerusalem in Bethlehem.
Nachhaltige Verkehrsplanung in Israel und dem im Aufbau befindlichen palästinensischen Staat steht großen Unsicherheiten und Herausforderungen gegenüber. Mit steigenden Einkommen und zunehmender Motorisierung ist damit zu rechnen, daß in dieser dichtbesiedelten Region Verkehrsprobleme wie Staus, Luftverschmutzung und Verkehrslärm dramatisch zunehmen werden. Während auf der israelischen Seite mit großen Verkehrsprojekten der Entwicklung in anderen industrialierten Ländern nachgefolht wurde, ist die Verkehrsinfrastruktur in den palästinensischen Territorien jahrzehntelang vernachlässigt worden. Die von den israelischen Behörden gebauten Umgehungsstraßen zur Verbindung jüdischer Siedlungen und Einschränkungen der Mobilität der Palästinenser verschärfen die Probleme ungleich verteilter Mobilität. Luftverschmutzung, die in den Ballungsräumen Israels erzeugt wird, wird durch die vorherrschenden Winde in die West Bank getragen. Diese Rahmenbedingungen machen Verkehrsprojekte für Israel und die West Bank zu hochsensiblen, konfliktträchtigen Themen.
Das dreijährige Projekt "GIS-basierte Modelle und GIS-Werkzeuge für nachhaltige Verkehrsplanung in Israel und Palästina" soll zur rationalen Lösung dieser Konflikte beitragen, indem es moderne Werkzeuge zur rationalen Abschätzung der langfristige Auswirkungen alternativer Verkehrspolitiken auf die Gleichbehandlung der beiden Bevölkerungsgruppen und die Umwelt bereitstellt. Die Untersuchungsregion des Projekts umfaßt die West Bank und die angrenzenden Gebiete Israels und Jordaniens. In der Phase 1 des Projekts (März 1997 bis Februar 1999) wurden drei Aufgaben erfüllt: Aus einer Vielzahl strukturell heterogener Datenquellen wurde eine integrierte Datenbasis für die Verkehrsplanung zusammengestellt. Zweitens wurde ein System von Modellen und Werkzeugen zur Verknüpfung eines Verkehrsmodells (EMME/2) mit einem geographischen Informationssystem (ARC/INFO) und Modellen zu Prognose von Luftverschmutzung und Verkehrsnetzergänzungen entwickelt. Drittens wurde das Modellsystem in einer Pilotanwendung getestet. Das Ziel der Phase 2 des Projekts (März 1999 bis Februar 2000) ist es, die integrierte räumliche Datenbasis und die in Phase 1 entwickelten Modelle zu testen und anzuwenden und um Modellbausteine zur Abschätzung lokaler Umweltauswirkungen zu ergänzen.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Michael Wegener

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