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Team

 Natalie Riedel

Dipl.-Ing. Natalie Riedel - Wissenschaftliche Mitarbeit

GBIII, R 102
Tel: +49 (0)231 755 8024

Email: natalie.riedel(at)tu-dortmund.de

Arbeitsfelder:

  • Stadtforschung aus sozialepidemiologischer, stadtsoziologischer und stadtplanerischer Perspektive
  • Forschungsnetzwerk ‚Wohnen und Stadt‘

     

Dissertationsprojekt (im Rahmen des gemeinsamen Promotionsstipendiums ‚Wohnen und Stadt‘ des Instituts für Raumplanung und der NRW.BANK):

In deutschen Großstädten ist ein Trend zunehmender sozialer Segregation zu beobachten. Deren Konsequenzen für die Gesundheit der Stadtbewohner sind aber noch nicht systematisch erforscht. Während wohnkontextuelle Gesundheitsbelastungen in der internationalen Sozial- und Umweltepidemiologie ein expandierendes Forschungsfeld darstellen, hat das Interesse für diese Problematik in der deutschen Stadtplanung erst kürzlich zu wachsen begonnen. Wünschenswert ist demnach empirische Evidenz über die Rolle wohnkontextueller Risikofaktoren aus der städtischen Wohnumwelt, um Wirkungszusammenhänge zwischen Stadt, sozialer Ungleichheit und Gesundheit für die Stadtplanung begreifbar zu machen. Exemplarisch für das weit verbreitete Problem ‚Schlafstörungen’ sollen in dieser Dissertation Einflüsse aus dem sozialen und chemisch-physikalischen Wohnkontext wie etwa sozioökonomische Deprivation und Nachtlärm gemeinsam analysiert werden. Im Fokus steht u. a. die Frage, inwieweit individuelle soziale Risiken die wohnkontextuellen Effekte verstärken könnten.
Datenbasis ist die Heinz Nixdorf Recall Studie, eine laufende epidemiologische Kohortenstudie über mehr als 4800 Stadtbewohner mittleren und höheren Alters im Ruhrgebiet, die in vorangegangenen stadtepidemiologischen Forschungsprojekten am Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE) des Universitätsklinikums Essen sowie am Institut für Medizinische Soziologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  um wohnkontextuelle Daten angereichert worden ist. In einem Teilprojekt mit dem Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster sind zudem vergleichende Analysen mit Daten der Dortmunder Gesundheitsstudie geplant, für die ebenfalls soziale und chemisch-physikalische Kontextdaten zusammengetragen worden sind und werden.
Die Arbeit entsteht im Rahmen des gemeinsamen Promotionsstipendiums ‚Wohnen und Stadt‘ des Instituts für Raumplanung und der NRW.BANK sowie der wissenschaftlichen Mitarbeit am Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der WWU Münster. Betreut wird die Arbeit von PD Dr. Joachim Scheiner (FG VPL) und Prof. Dr. Nico Dragano (Institut für Medizinische Soziologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf). In umweltepidemiologischen Fragestellungen unterstützt Prof. Dr. med. Barbara Hoffmann, MPH, Leiterin des Arbeitsbereichs Epidemiologie im Leibniz-Institut für Umweltmedizinische Forschung der HHU Düsseldorf. Bei der Auswertung der Dortmunder   Gesundheitsstudie berät Univ. Prof. Dr. med. Klaus Berger, MSc, MPH, Leiter des Instituts für Epidemiologie und Sozialmedizin der WWU Münster.

Nachlese zur Heinz Nixdorf Recall Studie:

Erbel R, Möhlenkamp S, Moebus S et al. (2010): Coronary risk stratification, discrimination, and reclassification improvement based on quantification of subclinical coronary atherosclerosis: the Heinz Nixdorf Recall study. In: J Am Coll Cardiol. 2010; 56: 1397-406

http://www.uk-essen.de/recall-studie/


Publikationen:

  • Riedel, Natalie; Fuks, Kateryna; Hoffmann, Barbara; Weyers, Simone; Siegrist, Johannes; Erbel, Raimund; Viehmann, Anja; Stang, Andreas; Scheiner, Johannes; Dragano, Nico 2012: Insomnia and urban neighbourhood contexts - are associations modified by individual social characteristics and change of residence? Results from a population-based study usingresidential histories. In: BMC Public Health.2012, 12:810. (http://www.biomedcentral.com/1471-2458/12/810)
  • Riedel, Natalie; Rüdiger, Andrea 2012: Planungsstrategische Möglichkeiten einer umwelt- und gesundheitsgerechten Planung in der Stadt – Thesen für eine Environmentally Just and Healthy Urban Governance. In: Bolte, G., Bunge, Ch., Hornberg, C., Köckler, H., Mielck, A (Hrsg.) 2012: Umweltgerechtigkeit. Chancengleichheit bei Umwelt und Gesundheit: Konzepte, Datenlage und Handlungsperspektiven. Verlag Hans Huber: Bern. 245-254
  • Rüdiger, Andrea; Riedel, Natalie 2012: Umwelt- und Gesundheitsbezogene Chancengleichheit durch räumliche Planung in der Stadt. In: Bolte, G., Bunge, Ch., Hornberg, C., Köckler, H., Mielck, A (Hrsg.) 2012. Umweltgerechtigkeit. Chancengleichheit bei Umwelt und Gesundheit: Konzepte, Datenlage und Handlungsperspektiven. Verlag Hans Huber: Bern. 231-243
  • Riedel, Natalie; Hoffmann, Barbara; Fuks, Kateryna; Jöckel, Karl-Heinz; Dragano, Nico 2011: Health inequalities in the city: assessing the concurrence of social and environmental risks in the Ruhr Area. In: UMID 2/2011, Special Issue II Environmental Justice: 85-90. http://www.umweltbundesamt.de/umid/archiv/umid0211-e.pdf
  • Riedel, Natalie 2009: Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung. Planerische Aktivität(en) im Stadtteil. In: PLANERIN 03/09: 43-44
  • Riedel, Natalie 2008: Krankheitsprävention oder Gesundheitsförderung durch Stadtteilerneuerung – beispielhaft dargestellt am Arbeitsfeld Umweltbeeinflusste Gesundheitsbelastungen. Diplomarbeit an der Fakultät Raumplanung im Jahr 2008