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Laufende Studienprojekte 2017/2018

A 11 - Umgang mit Extremwetterereignissen in der Raumplanung

Veranstaltung in LSF

Starkregenereignisse haben in den letzten Jahren zu enormen Schäden in deutschen Städten geführt. Allein das Starkregenereignis Quintia, das im Sommer 2014 die Straßen der historischen Altstadt Münster (NRW) überflutete, richtete Schäden in Millionenhöhe an. Die Raumplanung, die durch ihre Entscheidungen zur Flächennutzung die räumliche Verteilung von Schadenspotenzialen bestimmt, befindet sich derzeit noch ganz am Anfang der Auseinandersetzung mit solchen Extremwetterereignissen. Aufgrund des Klimawandels wird die Eintrittshäufigkeit und Intensität extremer Starkregenereignisse in Zukunft voraussichtlich weiter zunehmen (IPCC, 2014), was das Handlungserfordernis seitens der Raumplanung zunehmend dringlicher macht. Welche Rolle die Raumplanungsforschung und -praxis im Umgang mit extremen Starkregenereignissen jedoch einnehmen kann und sollte, wurde bisher nicht abschließend diskutiert.

Das Studierendenprojekt A11 soll einen Beitrag zur aktuellen Debatte über Kompetenzen und Restriktionen der Raumplanung im Umgang mit Starkregenereignissen leisten. Für die Kleinstadt Olfen (Kreis Coesfeld, NRW), die in der Vergangenheit schwere Schäden durch Extremwetterereignisse erlebte, sollen Erkenntnisse aus den vergangenen Ereignissen generiert und vor dem Hintergrund von gewonnenem Grundlagenwissen und aktuellen Forschungsprojekten reflektiert werden. Ziel ist es, Lessons to be Learned aus vergangenen Ereignissen zu identifizieren und Handlungsmöglichkeiten der Raumplanung aufzuzeigen.

Betreuung: Hanna Schmitt (IRPUD)
Beratung: Christopher Schmalenbeck (extern)

F 09 - Von wandernden Bäumen zu reiner Luft: Wie kann (temporäres) Grün die Luftqualität in Bottrop verbessern?

Veranstaltung in LSF

Städte werden fortlaufend vor Herausforderungen gestellt, mit denen sie umgehen müssen um den in ihnen lebenden Menschen ein gesundes Umfeld bieten zu können. Zu diesen Herausforderungen zählt auch die Luftverschmutzung, die, trotz der in den letzten 50 Jahren erzielten Erfolge auf diesem Gebiet, weiterhin die wichtigste Umweltgefahr für die menschliche Gesundheit darstellt.

Mit den Möglichkeiten die Luftqualität in europäischen Städten zu verbessern beschäftigt sich das durch die EU geförderte Forschungsprojekt iSCAPE (Improving the Smart Control of Air Pollution in Europe). Im Rahmen des Projekts werden in sechs Fallstudienstädten (Dublin, Guilford, Vantaa, Hasselt, Bologna/ Lazzaretto und Bottrop) verschiedene Ansätze auf ihre Wirksamkeit getestet und eine integrierte Strategie zur Kontrolle der Luftqualität in europäischen Städten entwickelt.

In diesem Zusammenhang soll in der deutschen Fallstudienstadt Bottrop ein Reallabor durchgeführt werden, das die Planung und Durchführung einer „Wanderbaumallee“ begleiten soll. Wanderbäume sind mobile Bäume, die die Straßen der Stadt temporär begrünen und es ermöglichen die Vor- und Nachteile einer dauerhaften Begrünung für die Bürgerinnen und Bürger vorab erfahrbar zu machen. Dies beinhaltet im Rahmen des Projekts vor allem die Auswirkungen der Bäume auf die lokale Luftqualität.

Das F-Projekt 09 soll die Durchführung des Reallabors in Bottrop ab Herbst 2017 wissenschaftlich begleiten und die Stadt Bottrop bei der Durchführung von Bürger-Veranstaltungen und der Planung und Durchführung der Wanderbaum-Aktion unterstützen. Zudem sollen die realen Auswirkungen der Wanderbäume auf die lokale Luftqualität mit Hilfe von Messgeräten untersucht werden.

Um von den Erfahrungen des bereits seit 1992 laufenden Wanderbaumallee-Projekts des Green City e.V. in München zu profitieren, ist eine Exkursion nach München angedacht, die voraussichtlich in der November-Exkursionswoche (20.-24. November 2017) stattfinden soll. Für die Reise ist mit Kosten von ca. 300€ zu rechnen, wobei dir Kosten abhängig von der gewählten Unterkunft sind.

Weitere Informationen zum iSCAPE-Projekt: www.iscapeproject.eu

Betreuung: Nadine Mägdefrau (IRPUD)
Beratung: Carina Christian (extern)