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Projekte und Entwürfe

Das interdisziplinäre Studium Raumplanung an der TU Dortmund beinhaltet eine praxisnahe Vorbereitung auf die berufliche Praxis. Dieser Teil der Ausbildung findet in Projekten und Entwürfen statt, die von den Studierenden fortlaufend und alternierend bearbeitet werden.

Themenstellungen aus der Planungspraxis und -forschung werden in Gruppen bearbeitet, die von Lehrenden betreut werden. Neben der fachlichen Qualifikation erwerben die Studierenden Schlüsselkompetenzen der Gruppenarbeit: Koordination von Arbeitsabläufen, Präsentation, Moderation und Diskussion, Protokollführung, Konsensbildung und Konfliktregelung.
Diese Schlüsselkompetenzen werden zunächst in den Projektgruppen erworben und bei den Entwürfen auf das Arbeiten in kleineren Gruppen übertragen und vertieft.

Das Feedback der Absolventinnen und Absolventen zu dieser Lehr- und Lernform bestätigt die große Relevanz der erworbenen Qualifikationen für die Berufspraxis. Die Fähigkeit zur Bearbeitung komplexer Fragestellungen, zur Strukturierung von Arbeits- und Abstimmungsprozessen, zur schnellen Einarbeitung in neue Arbeitsfelder, zum Arbeiten im Team ebenso wie zur Leitung von Arbeitsbereichen sind Beispiele für das Profil, das im Studium entwickelt wird.

Studienprojekte an der Fakultät Raumplanung

Studienprojekte greifen aktuelle Themen der Raumplanung auf und eröffnen Kooperationsmöglichkeiten mit der Planungspraxis. Im Bachelor-Studium werden die Projekte in Gruppen von 12 bis 14 Studierenden absolviert. Jedes Projekt bearbeitet ein anderes Thema und die Studierenden treffen ihre Projektwahl interessengeleitet aus dem Gesamtangebot. Im Laufe des Bachelor-Studiums finden zwei Projekte statt, im 1. Studienjahr das Anfänger/-innenprojekt (A-Projekt) und im 3. Studienjahr das Fortgeschrittenenprojekt (F-Projekt). 

Die Projektgruppen arbeiten an zwei Nachmittagen in der Woche fortlaufend über zwei Semester und lernen dabei raumplanungsbezogene Fragestellungen in kooperativer Weise und mit wissenschaftlichen Methoden unter Anleitung der Projektbetreuung innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens zu bearbeiten und dabei Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Projektarbeit fördert durch ihren Problem-, Praxis-, Prozess- und Handlungsbezug das eigenmotivierte und selbstständige Arbeiten der Studierenden und bildet deren Handlungskompetenz aus (forschendes Lernen). Dabei wird die Methodenkompetenz zum wissenschaftlichen Arbeiten anwendungsbezogen erprobt.

Im A-Projekt liegt der Schwerpunkt auf dem Erlernen der genannten Schlüsselkompetenzen, der Fähigkeiten zur Teamarbeit und des wissenschaftlichen Arbeitens.  Die F-Projekte ermöglichen die Bearbeitung von komplexeren und umfangreicheren raumplanerischen Fragestellungen, erlauben fachliche Vertiefungen und setzen einen Schwerpunkt auf analysebasiertes und konzeptionelles Arbeiten.

In jedem Studienjahr greift ein Teil der F-Projekte internationale Themenstellungen auf und verbindet die Projektarbeit mit Exkursionen in die jeweiligen Planungsräume.

Projekte sind

  • problem- und praxisorientiert
  • interdisziplinär und fachübergreifend
  • querschnittsorientiert
  • wissenschaftlich

Studienprojekte fördern

  • innovatives Denken und Handeln
  • Teamarbeit und Kooperation
  • soziale Kompetenz, Handlungskompetenz und Verantwortlichkeit
  • analytische und methodische Kompetenzen

Themenbeispiele zur Projektarbeit finden sich in den Veröffentlichungen zu den Studienprojekten.

Mehr Informationen zum Projektstudium im Projektwiki.

Städtebauliche Entwürfe

Städtebauliches Entwerfen ist eine Kernkompetenz der interdisziplinären Ausbildung an der Fakultät Raumplanung. Die Städtebaulichen Entwürfe beinhalten die Erarbeitung einer integrierten und räumlich konkreten Entwicklungsoption für ein Plangebiet in unterschiedlichen Maßstabsebenen, vom räumlichen Leitbild bis zum städtebaulichen Konzept

Im dritten und vierten Semester entwerfen die Studierenden eine zukünftige räumliche Vorstellung für ein reales Plangebiet in oder in der Nähe von Dortmund. Aufbauend auf einer Analyse des Raumes wird ein Leitbild für zukünftige Planungen entwickelt und dieses in einem Rahmenplan aufgezeigt. Für einen Teilraum wird dann ein Gestaltungsplan im Maßstab 1:1.000 entworfen, das landschaftsplanerische, verkehrsplanerische, gestalterische und städtebauliche Aspekte berücksichtigt. Das Konzept wird in einen Bebauungsplanentwurf mit städtebaulicher Begründung umgesetzt. Die Studierenden arbeiten über zwei Semester an zwei Tagen in der Woche in Kleingruppen von drei bis fünf Personen zusammen. Die studentische Eigenarbeit wird durch Betreuungsangebote und eine Vorlesung zu fachlichen Grundlagen sowie vertiefenden Inputs zu Arbeitsschritten und Fachplanungen begleitet.

Im alternativ zu einem Übungsmodul wählbaren Städtebaulichen Entwurf III werden über ein Semester vertiefende analytische und konzeptionelle Fähigkeiten vermittelt. Die Aufgaben umfassen die Leitbildentwicklung, den Rahmen- und Gestaltungsplan sowie die Vertiefung stadtgestalterischer Aspekte. Die Teilnahme an studentischen Wettbewerben ist häufig Teil der Aufgabenstellungen.

Die Städtebaulichen Entwürfe werden in Kleingruppen von drei bis fünf Studierenden erstellt und durch Lehrende unterschiedlicher Fachdisziplinen betreut. Aufbauend auf den Planwerken werden die Entwürfe im Rahmen einer Disputation von den Studierenden präsentiert und verteidigt.

Der Städtebauliche Entwurf fördert

  • die Auseinandersetzung mit dem Raum in der zweiten und dritten Dimension
  • Kenntnisse über fachliche Nutzungsansprüche, Nutzungssynergien und -konkurrenzen
  • die analytische Auseinandersetzung und Bewertung eines Raums und Ableitung konzeptioneller Maßnahmen
  • das integrierte Denken unterschiedlicher Fachinhalte
  • gestalterische Aspekte und Entwurfsqualitäten anhand von Plänen

Der Städtebauliche Entwurf findet Anwendung

  • als eigenständige Arbeitsgrundlage städtebaulicher Projektentwicklung
  • als Grundlage und Voraussetzung formeller Planarten (FNP und B-Plan)
  • zur Transparenz und Kommunikation komplexer förmlicher Genehmigungsverfahren für Bestandsgebiete und Neubaugebiete.

Beispiele für Entwurfsthemen

  • Das östliche Emschertal
  • Westfalenhütte Dortmund
  • Garten der Generationen in Dortmund Wickede
  • Klimagerechte Stadtteilentwicklung in Dortmund Hacheney
  • Westliche Innenstadt der Stadt Herne neu denken
  • Beyond the Science Park, Luxemburg
  • Zwischen Fluss und Stadt. Die Entwicklung des Umfeldes der Rohrmeisterei Schwerte