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ZUKUR – KURZ GEFASST

 

Mehr als 5 Millionen Menschen leben in der Metropole Ruhr, dem größten Ballungsraum Nordrhein-Westfalens, mit seinen 53 Städten. Die zukunftssichere Entwicklung und das Zusammenleben in den Städten sind künftig zentrale Herausforderungen auf allen Ebenen. Um die nachhaltige Entwicklung langfristig sicher zu stellen, bedarf es der engen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Kommunen und Akteuren aus der Gesellschaft.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat 2016 mit der Leitinitiative Zukunftsstadt aufgerufen, innovative Ansätze einzureichen, um unsere Städte nachhaltiger zu gestalten.

Der im Ruhrgebiet beheimatet Forschungs- und Praxisverbund des Projektes „Zukunft-Stadt-Region-Ruhr“ (ZUKUR) gehört zu einem der bundesweit ausgewählten und mit 1,88 Millionen Euro geförderten Projekte der Leitinitiative Zukunftsstadt. Zu den Praxispartnern gehören der Regionalverband Ruhr (RVR), die Stadt Bottrop und die Stadt Dortmund mit ihrem Quartier Dortmund-Marten. Den wissenschaftlichen Partner bildet die Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund, die sich mit insgesamt zehn Fachgebieten und Einrichtungen an dem Projekt beteiligt.

ZUKUR strebt an, die Ziele der Erhaltung natürlicher Lebensgrundlagen über Klimaresilienz und der universellen Teilhabe zur Bewältigung sozial-ökologischer Ungleichheit mit den spezifischen Eigenarten der Städte im Sinne des vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) entwickelten „Normativen Kompasses für die Transformation zur Nachhaltigkeit“ zusammenzudenken.

Dieses Zusammendenken muss weiterhin in der Lebenswirklichkeit der Metropole Ruhr gestärkt werden. ZUKUR beabsichtigt, die komplexe Multi-Level-Governance in der Stadtregion Ruhr durch ein Drei-Ebenen-Modell (Region, Gesamtstadt, Quartier) abzubilden, wobei die Ebenen jeweils Kulissen für Reallabore darstellen und die Auswahl der Fallbeispiele bzw. Verbundpartner Regionalverband Ruhr (Reallabor Region), Stadt Bottrop (Reallabor Stadt) und Stadt Dortmund (Reallabor Quartier Dortmund-Marten) begründen.

Übergeordnetes Ziel von ZUKUR sind Beiträge zum Abbau sozial-ökologischer Ungleichheit und Erhöhung der Klimaresilienz in der Region, ihren Städten und ihren Quartieren, dessen Vorgehen übertragbar auf andere stadt-regionale Kontexte sein soll. Ein Ansatz dafür stellt die Ergründung und Verringerung von Hemmnissen zwischen langfristigen stadtentwicklungspolitischen Zielen zur Anpassung an ökologische, soziale und ökonomische Herausforderungen und den vorhandenen räumlichen, städtebaulichen und institutionellen Strukturen in der Stadtregion Ruhr dar. ZUKUR setzt auf eine Analysebasis, die bestehende und zukünftige Herausforderungen in der Stadtregion Ruhr identifiziert und gleichzeitig den Stand der Forschung zu Resilienz und Umweltgerechtigkeit aufbereitet. Auf dieser Grundlage sollen reflexive Anpassungskapazitäten und Strategiemomente entwickelt und für die zentralen Handlungsfelder einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Stadtregion in konkrete Ziele und Maßnahmen überführt werden.

Dabei soll auf jeder der Ebenen auf die Themenbereiche Klimaresilienz, urbane Gemeinschaft und Integration und den Querschnittsbereich Governance eingegangen werden. Die breite thematische Ausrichtung des Projekts wird durch das umfassende Engagement der Fakultät Raumplanung an der TU Dortmund ermöglicht. Die Reallabore liefern dabei über den gesamten Projektzeitraum die Nischeninnovationen für eine Weiterentwicklung des Status quo.