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Gender in der Planung

Wie sähe eine Stadt aus, in der Familienarbeit genauso hoch bewertet wird wie Erwerbsarbeit? In der Haushalte leben, in denen sich alle Mitglieder zu gleichen Teilen an der Familienarbeit beteiligen? In der Menschen mit und ohne Pkw die Teilhabe an Mobilität ermöglicht wird? In der sich alle Menschen angstfrei bewegen können?

Solche und andere Fragen stellen sich, wenn es darum geht, die Rolle der Raumplanung bei der Aufrechterhaltung oder aber dem Wandel des Geschlechterverhältnisses zu untersuchen. Räumliche Strukturen werden durch gesellschaftliche (Macht-) Verhältnisse geformt, verändert und reproduziert. Das Geschlechterverhältnis ist ein solches Verhältnis, das in Räumen auf vielfältige Art und Weise wirksam wird. Es spiegelt z. B. die ungleiche Bewertung von Erwerbs- und Familienarbeit, die Unterscheidung öffentlicher und privater Sphären und Tätigkeiten sowie die Heteronormativität gesellschaftlicher Institutionen.

Alle diese scheinbar unumstößlichen gesellschaftlichen Gegebenheiten werden hinterfragt und herausgefordert, wenn die Geschlechterperspektive eingenommen wird. Viele Studien und Forschungsarbeiten haben gezeigt, wie hilfreich diese Perspektive ist, wenn es darum geht, räumliche Entwicklungen zu analysieren.

An der Fakultät Raumplanung ist das Thema in Forschung und Lehre präsent. Auf diesen Seiten finden Sie einige Informationen, die Sie hoffentlich ermutigen, sich weiter mit dem Thema auseinander zu setzen. Nach wie vor gilt: es gibt noch viel zu erforschen und kreativ weiterzudenken, wenn nicht nur die formale, sondern eine tatsächliche Gleichberechtigung der Geschlechter umgesetzt werden soll. Wir freuen uns, auch weiterhin gemeinsam daran zu arbeiten.