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11. April 2012

Deutsch-amerikanischer Studierendenworkshop

Studierende der TU Dortmund, Michigan State University (USA) und North Dakota State University (USA) entwickeln gemeinsam und in Kooperation mit der Emschergenossenschaft Szenarien für Eingangs- und Zugangsbereiche zum neuen Emschertal in Essen-Karnap und Gelsenkirchen-Horst

Das Ruhrgebiet ist einer der größten Ballungsräume Europas. Der Name leitet sich vom gleichnamigen Fluss „Ruhr“ ab. Die explosionsartige industrielle, wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert hat sich jedoch im Einzugsgebiet der Emscher vollzogen. Aufgrund des unterirdischen Steinkohlenbergbaus und den damit verbundenen Bergsenkungen war es lange Zeit nicht möglich, das Abwasser unterirdisch abzuleiten. Um als „Abwasserkanal“ funktionieren zu können, wurde die Emscher an vielen Stellen begradigt, eingedeicht und in Betonsohlplatten eingekleidet. Ein freier, gefahrenloser Zugang zum Fluss war dadurch lange Zeit nicht möglich.
Mit der Nordwanderung des Bergbaus und dem Abklingen der Bergsenkungen ergeben sich seit etwa Mitte der 1990er Jahre neue Möglichkeiten der Abwasserableitung. In einem Generationenprojekt, das mehr als 20 Jahre dauert, soll der einstige industrielle Abwasserkanal zu einem ökologisch durchgängigen Fließgewässer umgebaut werden. Um die Lebensqualität der ansässigen Bevölkerung in der Emscherregion zu verbessern und den Emscherraum für die Gesamtbevölkerung wieder „erlebbar“ und attraktiver zu gestalten, hat es sich die Emschergenossenschaft, als zuständiger Wasserwirtschaftsverband, zum Ziel gesetzt, den wasserwirtschaftlichen Umbau der Emscher mit Maßnahmen zur Freiraumgestaltung und Stadtentwicklung zu verknüpfen. Damit soll zum einen ein spürbarer Beitrag zum weiteren Antrieb des Strukturwandels und zum anderen eine gesamtregionale Verbesserung der Standort- und Lebensqualität geleistet werden.
Teil dieses Prozesses ist der vom 10. bis 13. April dauernde deutsch-amerikanischen Studierendenworkshop, der unter dem Motto „New Futures for the Emscher Area“ steht. Sein Projektgebiet umfasst den Emscher-Abschnitt Gelsenkirchen-Horst bis Essen-Karnap. Im Zuge des von Michael Roth (Lehrstuhl Landschaftsökologie und Landschaftsplanung der Fakultät Raumplanung an der TU Dortmund) geleiteten Workshops werden 16 Studierende des Master-Programms „Raumplanung“ der TU Dortmund, 16 Studierende der Landschaftsarchitektur der Michigan State University und 12 Studierende der Landschaftsarchitektur der North Dakota State University zusammenarbeiten. Unter Einbezug stadtquartierstypischer Gesichtpunkte und Wechselwirkungen, sollen die Gestaltung und Ausformung ausgewählter Eingangs-, bzw. Zugangsbereiche zum neuen Emschertal analysiert und beplant werden. Unter Berücksichtigung gestalterischer Aspekte des Masterplans Emscher Zukunft sollen die entstehenden Entwürfe des Workshops durch ihre spezifische Gestaltung u.a. zur Förderung lokaler Identität beitragen, den Zugang zum Gewässer fördern und die Neue Emscher erlebbar machen und vor allem Wechselwirkungen mit dem städtischen und landschaftlichen Umfeld aufgreifen und stärken.
Zu der Workshop-Eröffnung am Mittwoch, dem 11. April 2012 um 9:30 Uhr (Campus Süd, Geschossbau III, Raum 214) sowie der Präsentation der studentischen Arbeiten am Freitag, 13. April 2012 um 13:30 Uhr (Campus Süd, Rudolf-Chaudoire-Pavillon) und zur Preisverleihung am gleichen Tag um 16:30 Uhr (ebenfalls Campus Süd, Rudolf-Chaudoire-Pavillon) sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Der in Kooperation mit der Emschergenossenschaft veranstaltete Workshop findet im Rahmen einer seit 28 Jahren bestehenden Partnerschaft zwischen der School of Planning, Design and Construction der Michigan State University (MSU), East Lansing, USA und der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund statt. Durch die im Rahmen der Partnerschaft regelmäßig stattfindenden gemeinsamen studentischen Projekte, Workshops und Exkursionen, sowie den Austausch von Studierenden und wissenschaftlichem Personal wird ein aktiver Beitrag zur Internationalisierung der TU Dortmund geleistet.
 
Kontakt:
Michael Roth
Technische Universität Dortmund, Fakultät Raumplanung
Lehrstuhl Landschaftsökologie und Landschaftsplanung
August-Schmidt-Str. 10, 44227 Dortmund  
Fon:       0231/755-3422  
Fax:       0231/755-4877
Mail:     michael.roth@tu-dortmund.de

(Von: ssch)