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Gleichstellungskonzept 2014-2016 wurde verabschiedet

Die Gleichstellung der Geschlechter ist an der TU Dortmund nach wie vor eine große Herausforderung. Die Fakultät Raumplanung schneidet im TU-internen Vergleich zunächst einmal nicht schlecht ab: im Bachelor-Studiengang herrscht ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Studierenden, und in den Masterstudiengängen ist die Fakultät ebenfalls auf einem guten Weg.

Bei den wissenschaftlich Beschäftigten waren Frauen im Dezember 2012 sogar leicht überrepräsentiert. Anders sieht es allerdings bei den Promotionen aus: Hier betrug der Frauenanteil im Jahr 2012 nur knapp ein Viertel und sank damit im Vergleich zu den Vorjahren erheblich. Dies ist vor allem auf einen hohen Anteil männlicher externer Promovenden zurückzuführen. Auch der Anteil der Professorinnen hat sich in den letzten Jahren verringert. Es scheint, als ob das Fach Raumplanung zunächst einmal für männliche und weibliche Studierende gleichermaßen attraktiv ist, dass es jedoch – wie in vielen anderen Disziplinen auch – schwieriger wird, weibliche Absolventinnen für eine weitere wissenschaftliche Qualifizierung (Promotion, Habilitation) und höhere Karrierestufen im Hochschulsystem zu gewinnen.

Im Gleichstellungskonzept 2014-2016, das im Sommersemester vom Fakultätsrat verabschiedet wurde und nun von der Gleichstellungskommission der TU dem Senat zur Inkraftsetzung empfohlen wird, setzt die Fakultät vor allem auf die Förderung der Berufungsfähigkeit ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen, indem die wissenschaftliche Vernetzung, Weiterbildung und Publikationstätigkeit gefördert wird. Zudem sollen gezielt Gastwissenschaftlerinnen und Gastrednerinnen für Veranstaltungen an der Fakultät eingeladen werden. Darüber hinaus wird bei Ausschreibungen für Professuren aktiv nach Bewerberinnen gesucht, um den Anteil der Professorinnen wieder deutlich zu erhöhen. Für Studentinnen bietet die Fakultät ein Mentoring für die Teilnahme an internationalen Tagungsreisen, um sie schon frühzeitig mit der Möglichkeit einer wissenschaftlichen Karriere und der Wissenschaft als Arbeitsfeld vertraut zu machen und in wissenschaftliche Netzwerke einzuführen.

Mit dem Gleichstellungskonzept möchte die Fakultät ihre Verantwortung für die Gleichstellung in der Planungsforschung wahrnehmen. Wünschenswert wäre es, mittelfristig auch mit der Planungspraxis in einen Dialog zu treten, um auch im Praxisfeld Raumplanung eine höhere Transparenz über geschlechtspezifische Rekrutierungsmechanismen und Karrieremuster zu erhalten. Die vergangenen AbsolventInnenbefragungen der Fakultät zeigten hier Fortschritte in der Annäherung von Planerinnen und Planern, aber auch stabile Ungleichheiten, die im Sinne einer gleichberechtigten Teilhabe in Angriff genommen werden sollten.

Kontakt: Dr. Sandra Huning