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Regionale Handlungsräume. Gliederung und Einflussfaktoren am Beispiel Nordrhein-Westfalens.

"Regionalisierung ist also eine Weltkomplexitätsreduktionsstrategie" (HARD 1994) Was macht aber die Komplexität von Regionen aus und wie kann sie reduziert werden? Zum einen geht es hierbei um das komplexe Gefüge aus Städten und ihrem Umland, aus Teilräumen und Gesamträumen, aus Verflechtungen und Barrieren, aus Versorgern und Versorgten. Regionen werden dabei als überörtliche Interaktions- bzw. Handlungsräume und Städte als deren Zentren verstanden.

Zum anderen wird auf der Grundlage bestehender Ansätze zur Städtesystemforschung, Regionsabgrenzung und Zentralitätsmessung ein indikatorengestütztes Gliederungsmodell Regionaler Handlungsräume entwickelt, das die Komplexität von Regionen reduziert, ohne zu stark zu abstrahieren. Anforderungen aus Raumordnung und Raumentwicklungspolitik
werden dabei ebenso berücksichtigt wie methodische Gütekriterien.

Das Modell wird am Beispiel Nordrhein- Westfalens getestet. Aus wissenschaftlicher Perspektive ist vor allem die Frage nach räumlichen Mustern Regionaler Handlungsräume relevant: Welche Rolle spielen administrative Grenzen, welche funktionale Verflechtungen? Wo zeichnen sich eher homogene, wo eher heterogene Raumstrukturen ab? Welchen Einfluss hat die Einwohnerstärke von Städten auf ihre regionale Bedeutung? Und welche überörtlichen Funktionen haben Städte überhaupt?
Aus planungspraktischer Perspektive wiederum geht es um konkrete Anknüpfungspunkte für die Raumordnung, wie etwa die Validierung Zentraler-Orte-Konzepte oder die Abgrenzung multifunktionaler regionaler Kooperationsräume.


Thomas Terfrüchte, Dr. rer. pol., 1982 in Rhede geboren, ist seit 2008 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund tätig. Seit 2013 ist er zudem als wissenschaftlicher Gutachter für verschiedene Landesplanungsbehörden aktiv.