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Neues DFG-Forschungsprojekt zur Implementation von Rechtsvorschriften im gewerblichen Immissionsschutz

Am Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung untersucht das neue DFG-Forschungsprojekt IRIS (Implementation von Rechtsvorschriften zum gewerblichen Immissionsschutz in der Stadtplanung) unter Leitung von Prof Dr. Sabine Baumgart kommunales Verwaltungshandeln bei der Anwendung von Planungsrecht im Bereich des gewerblichen Immissionsschutzes, der anhand der zwei Teilbereiche Lärm- und Störfallschutz exemplarisch vertieft wird.

Für die materielle Wirksamkeit der Rechtsvorschriften sind die konkrete Anwendung und die Ausgestaltung in der Planungspraxis entscheidend. Hier lassen sich in der Planungspraxis aufgrund von Auslegungs- und Ermessensspielräumen jedoch große Unterschiede in der Anwendung feststellen, die theoretisch bislang nur unzureichend erklärt wurden.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es zu untersuchen, wie entsprechende Rechtsnormen von Akteuren der kommunalen Planung umgesetzt werden und wie sich unterschiedliche Herangehensweisen und Interpretationen der Rechtsnormen erklären lassen. Dabei gilt es, die zentralen Einflussfaktoren bei der Auslegung von Rechtsnormen in der kommunalen Planung zu identifizieren und ihre Bedeutung für die kommunale Planung und die Implementation von Rechtsvorschriften aufzuzeigen. Aufgrund der Relevanz einzelner Akteure und ihrer institutionellen Einbindung wird der Akteurszentrierte Institutionalismus als forschungsleitende Theorie verwendet. Methodisch wird sowohl quantitativ mit einer online-Befragung als auch qualitativ mit Experteninterviews gearbeitet.


Das Projekt wird von Johanna Schoppengerd und Dr. Heike Köckler bearbeitet.