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DFG-Projekt IRIS: Nächste Schritte mit Fachgespräch und kommunalen Fallstudien

Das DFG-geförderte Forschungsprojekt „Implementation von Rechtsvorschriften zum gewerblichen Immissionsschutz in der Stadtplanung“ (IRIS), das am Fachgebiet Stadt- Regionalplanung bearbeitet wird, ist im Sommer in die nächste Arbeitsphase eingestiegen. Den Auftakt bildete ein Fachgespräch, auf dem mit acht eingeladenen Gutachterinnen und Gutachtern für Lärm- und Störfallschutz sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Ergebnisse einer Onlinebefragung unter allen deutschen Städten über 20.000 Einwohnern diskutiert wurden.

In Einzel- oder Gruppeninterviews mit etwa 40 Personen aus Stadtplanung, Bauordnung und Immissionsschutz in 14 Städten in acht Bundesländern wurde dabei der Frage nachgegangen, wie die komplexe Rechtsmaterie zum gewerblichen Immissionsschutz in der bauleitplanerischen Praxis vor Ort umgesetzt wird. Die Interviews zeigten sehr unterschiedliche organisatorische und inhaltliche Herangehensweisen auf. Neben lokalen Unterschieden existieren auch gemeinsame Herausforderungen wie immer umfangreicherer rechtlicher Anforderungen, knapper Zeit- und Finanzbudgets für Fortbildungen und Gutachten, die Kopplung wichtigen Wissens an einzelne Personen oder die Schwierigkeiten der fachlichen Abwägung.

Darüber hinaus bewegt viele Kommunen derzeit die Diskussion um „Urbane Gebiete“ als neue Gebietskategorie der BauNVO, die fehlende fachliche Unterstützung nach dem Wegfall staatlicher Umweltämter oder Konflikte mit Gewerbebetrieben aufgrund heranrückender schutzwürdiger Nutzungen. Viele Kommunen haben großes Interesse an einem informellen Austausch auf Arbeitsebene geäußert.

Zum Abschluss des Projekts ist am 14. September 2017 eine Tagung in Dortmund geplant.

Kontakt: Prof. Dr. Sabine Baumgart, Dr. Andrea Rüdiger, Raphael Sieber, Dr. Christian Lamker

Foto: Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung