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Expertenworkshop zur Flüchtlingswanderung in der Stadtentwicklung

Am 16. Januar diskutierten 25 ExpertInnen mehrerer Disziplinen Thesen zur Flüchtlingswanderung in der Stadtentwicklung. Diese stehen als Grundlage eines Positionspapiers des Ministeriums für Wirtschaft und Innovation NRW zur Zuwanderung als einer integrativen gesamtgesellschaftlichen Gestaltungsaufgabe. Grundlage für die Thesen sind im breiten Dialog mit Forschung und kommunaler Praxis im Rahmen des Forschungsprojekts „Flüchtlingswanderung – eine Gestaltungsaufgabe der integrierten Stadtentwicklung“ des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen und dem Fachbereich Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung der TU Dortmund entwickelt worden.

Der Workshop diente der Weiterentwicklung der Thesen durch Benennung konkreter Handlungserfordernisse und Forschungsbedarfe in den Bereichen Nachhaltiges Wohnen, Integrierte Quartiere und Kommunales Handeln. Thorsten Menne repräsentierte das fördernde Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung mit einer Begrüßungsrede und Teilnahme am Programm. Mit ihm diskutierten Akteure aus Wohnungspolitik, kommunalen Ressorts und bürgerschaftlichen Organisationen zu den Themen Nachhaltiges Wohnen, Integrierte Quartiere und Kommunales Handeln. Nach einer inhaltlichen Einführung durch den moderierenden Jan Polívka (STB) baten zwei Workshoprunde Rahmen für qualitative Dialoge.

In der Ersten Runde bot ein mehrschrittiges World Café den ExpertInnen Raum zur Positionierung zu den genannten Themen. Für die zweite Workshoprunde schlossen sich die Teilnehmenden entsprechend ihres individuellen Themenschwerpunkts je einer von zwei weiteren Arbeitsgruppen an. In der AG „Nachhaltiges Wohnen“ stießen die Keynotes von Valerie Niemann-Delius zu Ergebnissen ihrer Masterarbeit über „Perspektiven sozialer Wohnraumversorgung“ und von Sandra Maier aus ihrem Dissertationsvorhaben „Wohnversorgung von Geflüchteten in Leerständen“ die Diskussion an. Wie weitere Arbeiten begleiten auch diese das Projektvorhaben. Unter Moderation von Anne Volkmann (ROP) identifizierten die ExpertInnen aus Wohnungswirtschaft, Mieterschaft und Forschung schließlich Schnittpunkte von Wohnungspolitik und Fluchtzuwanderung, benannten Handlungserfordernisse und diskutierten Lösungsansätze. Die AG „Integrierte Quartiere und kommunales Handeln“ wurde mit der Keynote von Ralf Zimmer-Hegmann (ILS) zum Forschungsprojekt „Integrierte Quartiere“ eingeleitet. Die ExpertInnen aus der kommunalen Praxis und weiteren Schlüsselinstitutionen trugen interdisziplinäre Aufgabenfelder die für Integration von Geflüchteten auf der kommunalen und Quartiersebene zusammen. Auch in dieser Arbeitsgruppe waren die Ergebnisse auf die Reflexion der Förderlandschaft fokussiert.

Eine Abschlussrunde des Workshops im Plenum gab allen Teilnehmenden nach einer Vorstellung der Ergebnisse die Möglichkeit das diskutierte zu reflektieren und abschließend zu kommentieren. Die Aufarbeitung der Projektergebnisse soll im Frühjahr 2017 abgeschlossen sein.

Laufzeit: 05.2016 - 05.2017
Fördergeber: Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW
Projektleitung: TU Dortmund, Fakultät Raumplanung, FG Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung - Prof. Christa Reicher
Universität Duisburg-Essen, Kulturwissenschaftliches Institut - Prof. Dr. Claus Leggewie

Kontakt: Dr. Jan Polivka