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Abschluss des Projekts Flüchtlingswanderung – Gestaltungsaufgaben einer integrierten Stadtentwicklung

Das gemeinsame Forschungsprojekt „Flüchtlingswanderung – eine Gestaltungsaufgabe der integrierten Stadtentwicklung“ des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen und dem Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung der TU Dortmund geht nun dem Ende zu. Seit Mai 2016 wurde innerhalb eines intensiven Dialogverfahrens mit mehreren Akteuren aus Kommunen, Wirtschaft und Forschung die Bedeutung der Flüchtlingswanderung für die Stadtentwicklung diskutiert. Entstanden ist hierbei ein 10-Punkte-Papier mit den Schwerpunkten: Nachhaltiges Wohnen, Integrierte Quartiere und Kom­munales Handeln.

Das 10-Punkte-Papier führt konkrete Handlungserfordernisse in den drei Schwerpunktbereichen für Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik auf. Intensivere Status-Quo Analysen sollen die Grundlage für neue, angepasste Instrumente sein und dazu beitragen Zukunftsszenarien zu entwickeln. Hierfür werden verschiedene Akteure angesprochen.

Im Schwerpunkt Nachhaltiges Wohnen muss die Wissenschaft insbesondere Wohnbiographien von Geflüchteten durch eine praxisnahe Forschung analysieren. Kommunen müssen den Vorgang durch systematisierte Datenerfassung bezüglich der Wohnkarrieren Geflüchteter unterstützen - auch diesbezüglich sind noch Forschungslücken erkennbar.  Dabei sollen die realen Wohnbedürfnisse der Geflüchteten und Bürgern ermittelt werden um Perspektiven für flexible Wohnversorgung im Bestand und Neubau aufzuzeigen und Förderprogramme anzupassen. Mithilfe dieser Kenntnisse müssen Szenarien aufgestellt werden, die mittel- und langfristige Flächen- und Raumbedarfe bzw. Wohnstrategien und - konzepte darstellen.

Im Rahmen der Integrierten Quartiere dient die Status-Quo-Analyse von Bildungsbiographien als Grundlage für die Instrumente Bildungslandschaft und Lokale Ökonomie. Ehrenamtliche Organisationen sollen hierbei unterstützende Bausteine formen, während die Kommunen mit deren Kenntnissen die Infrastruktur stärken. Die Wissenschaft erhält hier die Aufgabe Integrationsszenarien im Hinblick auf soziale Mobilität zu entwickeln.

Die letzten Handlungserfordernisse beziehen sich auf das Kommunale Handeln. Monitoring und Evaluierungen des Verwaltungshandelns werden hier gefordert. Dabei wird von Bund und Ländern verlangt, die Kommunen durch höhere Planungssicherheit zu unterstützen. Ermöglicht werden soll dies durch transparente und langfristig ausgerichtete Entscheidungen sowie ev. Co-Finanzierungen von Managementkosten in der Verwaltung zur Abwicklung des Projektmehraufwands. Dabei erhält die Kommune die Aufgabe, das Ehrenamt durch das Hauptamt zu stärken.

Das Forschungsprojekt wurde im Rahmen der Förderlinie: Flucht und Integration des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden mit allen GesprächspartnerInnen diskutiert und werden nach Abschluss auf der Plattform: Flucht: Forschung und Transfer (https://www.flucht-forschung-transfer.de/publikationen) der ConnectNRW-Initiative des Ministeriums veröffentlicht.

Kontakt: Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Denkmalpflege