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Universitätsallianz Ruhr soll Top-Adresse für Metropolenforschung werden

In einem gemeinsamen Kompetenzfeld „Metropolenforschung“ bündelt die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) künftig ihre Forschung auf diesem Gebiet. Die Stärken des Verbundes liegen dabei zum einen in der großen disziplinären Bandbreite der beteiligten Forscherinnen und Forscher. Zum anderen punktet die Universitätsallianz mit ihrem Standort im Ruhrgebiet, einer der größten europäischen Metropolregionen, die sich als Reallabor für die Forschung anbietet. Die Fakultät Raumplanung ist im Kompetenzfeld stark vertreten.

Die Sprecher des Kompetenzfelds, Prof. Dr. Jens Gurr (l.), Prof. Dr. Uta Hohn (2.v.l.) und Prof. Dr. Thorsten Wiechmann (r.) und Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft (2.v.r.), unterzeichnen das Memorandum of Understanding.

Energieeffizienz, Wasserkreisläufe, Diversität, Logistik, Demografie, Governance und Teilhabe: Die Themen der Metropolenforschung sind vielfältig. An den drei UA Ruhr-Universitäten, der Technischen Universität Dortmund, der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Universität Duisburg-Essen (UDE), befassen sich mehr als 100 Professuren damit. Vielfach bestehen schon enge Kooperationen. Mit der Etablierung der Metropolenforschung als erstes Kompetenzfeld der UA Ruhr, wird die interuniversitäre und interdisziplinäre Erforschung von Metropolräumen in der Universitätsallianz ausgebaut. Der Beschluss zur offiziellen Einrichtung des Kompetenzfelds durch den UA Ruhr Koordinierungsrat am 1. Juni 2017 folgte einem über einjährigen Prozess zur Entwicklung der inhaltlichen und strukturellen Ausrichtung des Kooperationsnetzwerks.

Fakultät Raumplanung mit allen Fachgebieten vertreten

Von der TU Dortmund sind insgesamt 36 Professorinnen und Professoren am neuen Kompetenzfeld beteiligt. Sie forschen an acht verschiedenen Fakultäten: Raumplanung, Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie, Architektur und Bauingenieurwesen, Kulturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Kunst- und Sportwissenschaften. Aus der Fakultät Raumplanung engagieren sich 17 Forscherinnen und Forscher aus allen Fachgebieten sowie dem IRPUD in den Forschungsfeldern des Kompetenzfelds.

Bei der RUB engagieren sich insbesondere die Sozialwissenschaften und die Geografie, die sich mit Fragen des Strukturwandels im Ruhrgebiet und Transformationsprozessen in Ostasien befassen. An der UDE sind Forscherinnen und Forscher aus fast allen Fakultäten am Profilschwerpunkt „Urbane Systeme“ mit Fokus auf Logistik- und Umweltforschung, aber auch mit breiter geisteswissenschaftlicher Forschung, beteiligt.

Neue Lösungswege für gesellschaftliche Herausforderungen

Das Kompetenzfeld soll die zentrale Plattform für Forschung, Lehre und Transfer zu allen Aspekten der Metropolenforschung werden. Die Metropolenforschung der UA Ruhr versteht sich als transformative Wissenschaft: „Dabei geht es nicht nur darum, Veränderungsprozesse und ihre Folgen besser zu verstehen“, erklärt Prof. Thorsten Wiechmann. „Vielmehr wollen die beteiligten Forscherinnen und Forscher gemeinsam mit verschiedenen Akteuren der Gesellschaft neuartige Lösungswege für die Herausforderungen entwickeln, denen sich Metropolen weltweit gegenübersehen.“ Dazu gehören zum Beispiel Globalisierung, Digitalisierung, soziale Polarisierung, Migration und Integration, Klimawandel, Energiewende, Sicherheit.

Das Ruhrgebiet als Reallabor

Das Ruhrgebiet mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung mit Veränderungsprozessen eignet sich besonders gut als Reallabor einer solchen transformativen Wissenschaft. „Es verfügt über großes Potenzial für einen Wissenstransfer in Metropolräume weltweit mit dem Ziel, Transformationsprozesse sozialverträglich, umweltgerecht, wettbewerbsorientiert und unter Wertschätzung des kulturellen Erbes zu gestalten“, so Prof. Uta Hohn.

Förderung

Der Auf- und Ausbau des Kompetenzfeldes Metropolenforschung wird durch das Mercator Research Center Ruhr (Mercur) unterstützt. Ein Memorandum of Understanding wurde bereits mit der Emschergenossenschaft unterzeichnet. Das Kompetenzfeld wird in den nächsten fünf Jahren die Endphase des Emscherumbaus wissenschaftlich begleiten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Kompetenzfelds Metropolenforschung

Kontakt: Prof. Dr. Thorsten Wiechmann, Dennis Hardt (Geschäftsstelle)