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ZUKUR und RESI: Start zweier Projekte zur Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt

Am 19. Juni ist mit der Auftaktveranstaltung an der Fakultät Raumplanung das Forschungsprojekt Zukunft-Stadt-Region-Ruhr (ZUKUR) gestartet. ZUKUR strebt an, die Ziele der Erhaltung natürlicher Lebensgrundlagen über Klimaresilienz und der universellen Teilhabe zur Bewältigung sozial-ökologischer Ungleichheit mit den spezifischen Eigenarten der Städte im Sinne des vom WBGU entwickelten „Normativen Kompasses für die Transformation zur Nachhaltigkeit“ zusammenzudenken.

Dieses Zusammendenken fehlt noch in der Lebenswirklichkeit der Stadtregion Ruhr, die von erheblichen sozial-ökologischen Ungleichheiten und Klimarisiken geprägt ist. Das Projekt beabsichtigt, die komplexe Multi-Level-Governance in der Stadtregion Ruhr durch ein Drei-Ebenen-Modell (Region, Gesamtstadt, Quartier) abzubilden, wobei die Ebenen jeweils Kulissen für Reallabore darstellen. Der Regionalverband Ruhr bringt in das Projekt die regionale Ebene mit ein. Die Stadt Bottrop wird auf städtischer Ebene untersucht und das Projekt Nordwärts, der Stadt Dortmund bringt mit dem Stadtteil Marten die Quartiersebene in das Projekt mit ein. Das Besondere an dem Projekt ist, dass neben den Praxispartnern auch die Fachgebiete der Fakultät gemeinsam an dem Projekt arbeiten werden.

Im selben Förderprogramm ist am IRPUD im August das Verbundprojekt RESI-extrem (Resilienzbildung nach Extremereignissen: Lessons Learned und neue Strategien für Städte im Umgang mit räumlich ubiquitär auftretenden Extremereignissen) gestartet. Das RESI-extrem-Projekt greift eine Problemstellung auf, die in der bisherigen Forschung und Praxis der städtischen Entwicklung noch unzureichend beleuchtet wurde. Es geht im Kern um die Frage, wie trotz der scheinbaren Unvorhersehbarkeit von räumlich ubiquitär auftretenden Extremereignissen (z.B. Starkregen und Stürmen) räumliche Planung und Stadtentwicklung dennoch Vorsorge und Schutzkonzepte für eine klimaresiliente Entwicklung fördern können. Im Gegensatz zu Forschungen, die primär an der besseren Charakterisierung der Extremereignisse ansetzen, zielt RESIextrem auf die Systematisierung von Lessons Learned aus vergangenen Extremereignissen, die insbesondere Städte kleiner und mittlerer Größe besonders hart getroffen haben. Als zentrales Handlungsfeld für klimaresiliente Städte wird die integrierte Stadtentwicklung angesehen. Im Rahmen von RESI-extrem werden am Beispiel der Städte Schwäbisch Gmünd und Olfen, die in jüngster Vergangenheit von Extremereignissen getroffen wurden, Ansätze für einen neuen Prototyp bzw. Werkzeugkasten eines auf Resilienz zielenden integrierten Stadtentwicklungskonzepts (Gesamtstadt) und städtebaulichen Entwicklungskonzepts (Quartier) erarbeitet, pilotweise umgesetzt und getestet.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Stefan Greiving