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IdeenLabore und Roundtable zu einer Postwachstumsplanung

Die vielfach diskutierte sozial-ökologische Transformation ist auch mit der Forderung nach raumbezogenen Veränderungen verbunden. Dabei ist jedoch oft unklar, wer Veränderungen vordenken, anstoßen, begleiten und schließlich umsetzen kann und sollte. Wo entstehen diese Veränderungen und wie werden sie implementiert, adaptiert und ausgehandelt?

Diesen Kernfragen widmet sich die Initiative Postwachstumsgesellschaft der Regionalgruppe NRW im Jungen Forum der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL). Sie hat hierfür ein IdeenLabor Postwachstumsgesellschaft initiiert. In drei Diskussionsveranstaltungen wurde im Mai, Juni und September jeweils ein Thema – Räume, Akteure, Prozesse – in den Fokus gerückt. Insgesamt haben sich mehr als 50 Personen - WissenschaftlerInnen, PraktikerInnen, AktivistInnen, … - an der Diskussion beteiligt.

Alternative Bewertungsmaßstäbe (Happiness-Index, Ressourcenansätze), neue Akteure (Raumunternehmen) neue Formen kollektiver Organisation und Entscheidung (Urban Commons), der gemeinsamen Forschung (Reallabore) oder der ökonomischen Produktion (3D-Druck, urbane Produktion) und Verteilung (Sharing Economy) fanden bisher nur langsam ihren Weg in etablierte Denkweisen und Instrumente von Planungswissenschaft und -praxis. Viele Utopien und Fragen diskutierte die Initiative erstmalig im Kontext räumlicher Planung und versuchte den Bogen zur klassischen Planung zu spannen.

Thesen einer Postwachstumsplanung

Aus den drei Veranstaltungen wurden vorläufige Thesen zu einer Postwachstumsplanung generiert, die als Basis für eine weitere Auseinandersetzung dienen:

  • Postwachstumsplanung braucht neue Erfolgskriterien als Handlungsgrundlage!
  • Postwachstumsplanung basiert auf inklusiven demokratischen Entscheidungen!
  • Postwachstumsplanung stößt große Veränderungen durch kleinteilige Veränderungen an!
  • Postwachstumsplanung braucht experimentelles und künstlerisches Handeln!
  • Postwachstumsplanung kann und darf Scheitern!
  • PostwachstumsplanerInnen sind WIR alle!

Berichte zu den drei Veranstaltungen sind im Blog Postwachstum (www.postwachstum.de) veröffentlicht. Zur Fortsetzung der Diskussion laden wir auch unter www.facebook.com/postwachstumsplanung.de ein.

Roundtable auf der Dortmunder Konferenz

Wissen, Macht und Möglichkeiten in einer Postwachstumsplanung sind dezentral, flexibel und kleinteilig. Am 6. Februar 2018 bewegen wir uns im Rahmen eines Roundtables auf der Dortmunder Konferenz um das Spannungsfeld zwischen Flächenentwicklung als klassischer Planungsaufgabe und der Entfaltung individueller menschlicher Potenziale als Ziel einer Postwachstumsplanung. 

Wir stellen die Fragen: Welche räumlichen, institutionellen und mentalen Grenzen hindern uns daran, Planung für eine lebenswerte und nachhaltige Postwachstumsgesellschaft neu zu denken? Welchen Boden braucht das Glück? Zugesagt als Teilnehmer*innen haben u. a. Prof. Dr. Susan Grotefels (Münster), Prof. Dr. Samuel Mössner (Münster), Prof. Dr. Christian Schulz (Luxembourg) und Prof. Dr. Guido Spars (Wuppertal). Wir laden alle Anwesenden zur aktiven Mitarbeit und zum offenen Austausch ein. Weitere Informationen werden über das Konferenzprogramm angekündigt.

Kontakt: Dr. Christian Lamker, Nadine Mägdefrau, Viola Schulze Dieckhoff

Foto: Dr. Christian Lamker