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Big Beautiful Buildings: Als die Zukunft gebaut wurde – im Ruhrgebiet und anderswo.

Die Architekturen der Nachkriegsmoderne werden im Rahmen des Projekts „Big Beautiful Buildings“ (BBB) ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gestellt, begleitet durch umfangreiche Informationen und Veranstaltungen sowie durch einen Austausch internationaler Fachleute.

Das European Year of Cultural Heritage (EYCH) 2018 bietet die Möglichkeit, einen neuen Blick auf dieses europäische Erbe zu richten. Das Ruhrgebiet ist wie kaum eine andere Region durch Bauwerke und Siedlungsstrukturen der 1950er bis 1970er Jahre geprägt. Big Beautiful Buildings hat es sich zum Ziel gesetzt, die Architektur der Nachkriegsmoderne wieder ins Bewusstsein von Fachwelt und Laien zu bringen und zu einer Diskussion über ihre Werte und Potentiale anzuregen.

Das Ruhrgebiet steht dabei beispielhaft für viele andere Städte und Regionen in Europa, in denen der Umgang mit dem Bestand der Nachkriegszeit neue Strategien erfordert. Die vielfältigen Formate, die im Ruhrgebiet 2018 erprobt werden, sollen nicht nur vor Ort langfristige Wirkung zeigen, sondern auch auf andere Orte übertragbar sein. Deshalb wird von Anfang an zum einen die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern, zum anderen aber auch der Austausch mit internationalen Institutionen und Initiativen gesucht.

In gemeinsamen Projektbausteinen und Vernetzungstreffen von deutschen und europäischen Partnern wird der Grundstein zur Etablierung eines europäischen Netzwerks gelegt. Ein zentrales Augenmerk liegt auf der Übertragung der im Ruhgebiet erprobten Formate in das Netzwerk. Bei den europäischen Partnern handelt es sich u.a. um Universitäten, Initiativen und Institutionen aus Österreich, der Schweiz, Polen, den Niederlanden, Italien, Großbritannien, Serbien und Luxemburg.

Eine internationale Tagung mit dem Titel „Big Beautiful Buildings“ im Herbst 2018 widmete sich den Architekturen der 1950er bis 1970er Jahre in Europa, ihren (bau-) kulturellen Werten und diskutiert Strategien zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Nachkriegsmoderne. Die Tagung soll überdies den Anstoß geben, künftig an wechselnden Orten Europas eine jährliche Veranstaltung zur Architektur der 1950er bis 1970er Jahre als Format für einen Austausch auf europäischer Ebene einzuführen. In diesem Rahmen soll erstmals die Ausstellung „Open Big Beautiful Buildings“ gezeigt werden, die so konzipiert ist, dass die künftig an wechselnden Orten ausgestellt und ergänzt werden kann.

Zudem wird eine internationale Sommerschule, die Vermittlungsstrategien im Umgang mit der Nachkriegsmoderne thematisiert, mit Studierenden von mehreren Hochschulen und Interessierten aus dem In- und Ausland in einem „Big Beautiful Building“ durchgeführt. Der Diskurs zum Umgang mit Bauten der Nachkriegsmoderne soll hierbei insbesondere für junge Menschen geöffnet werden.

Es gab bereits erste Treffen mit regionalen Partnern, am 8. Januar 2018 fand im Vorfeld der offiziellen Eröffnung des Kulturerbejahres im Hamburger Rathaus ein erstes Netzwerktreffen mit den internationalen Partnern in Hamburg statt. Die unterschiedlichen Projektbausteine werden nun in Zusammenarbeit zwischen dem Ruhrgebiet und Europa auch mit Blick auf eine Weiterentwicklung im Jahr 2019 auf den Weg gebracht. Ziel des Gesamtprojektes ist die Etablierung und Verstetigung des Austausches in einem europäischen Netzwerk über das Jahr 2018 hinaus.

„Big Beautiful Buildings. Als die Zukunft gebaut wurde“ ist ein gemeinsames Projekt der Landesinitiative StadtBauKultur NRW und des Fachgebiets Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung. Es wird als Projekt von gesamtstaatlicher Bedeutung im Europäischen Kulturerbejahr von der Bundesregierung gefördert sowie durch zahlreiche weitere Partner unterstützt.

Projekthomepage: www.bigbeautifulbuildings.de

Bild: Tania Reinke & konter.

Kontakt: Prof. Christa Reicher, Yasemin Utku, Elisa Mütherig