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M.Sc. Raumplanung: Über Veranstaltungsgrenzen hinweg lehren und lernen

Flexibel, gemeinsam und über Grenzen von Veranstaltungen hinweg zu denken und zu diskutieren liegt im Kern jedes Planungsstudiums. Am 5. Dezember 2017 haben sich Studierende aus einem Projekt, einem Entwurf und einem Seminar im Masterstudiengang Raumplanung dieser Herausforderung gestellt.

Denkhintergrund war die große und derzeit brachliegende Fläche des ehemaligen Werks Hoesch Spundwand & Profil im Dortmunder Unionviertel. Beteiligt waren der Master-Entwurf von Stephan Willinger (Informeller Urbanismus), das Master-Projekt von Dr. Marian Günzel und Dr. Christian Lamker (Inklusive Planungsmethoden und die Gestaltungskraft des Konflikts) sowie das Seminar von Robin Chang (Temporary Land Use). Die etwa 40 Studierenden haben sich für einen Nachmittag in der Werkhalle im Union-Gewerbehof getroffen und vor allem den Auftrag bekommen, in interaktiven Formaten gemeinsam ihre eigenen Fragen zu bearbeiten. Für einen Einstieg hat Svenja Noltemeyer (Die Urbanisten e.V.) unterstützt.

Durch die unterschiedlichen Zugänge der Studierenden konnten sowohl für Zwischennutzungen, als auch für langfristige Nutzungen Aspekte in die weitere Arbeit einfließen, die bisher nicht in Betracht gezogen wurden. Insbesondere betraf dies die Vielfalt der Planungsakteure und deren Beziehungen und Spielräume. Über die fachlichen Ergebnisse hinaus, die zahlreiche Impulse für die weitere Projektarbeit setzten, ermöglichte der Workshop einen interdisziplinären und kommunikativen Austausch zwischen den Studierenden.

Auf der anderen Seite produziert ein gemeinsamer Workshop Reibungspunkte zwischen den unterschiedlichen Zielsetzungen einerseits, aber noch mehr zwischen den unterschiedlichen Lehrveranstaltungsformaten. Der Fokus des Workshops wurde im Vorfeld darauf ausgerichtet, die Gruppen selbst in die Verantwortung zu nehmen und ihre Ergebnisse und Fragen in individueller Form einzubringen.

Die Formate der Lehrveranstaltungen haben dabei ganz unterschiedliche Fragen hervorgebracht, auf die sich alle zunächst - zusätzlich aufgrund der zwei Sprachen - einlassen mussten. Dadurch sind viele methodische und grundlegende Diskussionen entstanden, in denen tiefer gehende inhaltliche Auseinandersetzungen zurückgetreten sind. Drei Stunden Zeit haben sich als sehr knapp herausgestellt, konkreter auf individuelle Fragen einzugehen. Gleichzeitig haben viele Studierende den Wunsch geäußert, das Austauschformat auszuweiten auf Feedback aus der Planungspraxis und von lokalen Akteuren.

Der Versuch, über unterschiedliche Formate hinweg in den Austausch zu treten und zu diskutieren, wird von den Lehrenden noch vertiefend analysiert. Für eine Wiederholung soll Feedback systematisch erfasst und in eine angepasste Struktur übersetzt werden.

Foto: Dr. Christian Lamker

Kontakt: Robin Chang, Dr. Marian Günzel, Dr. Christian Lamker, Stephan Willinger