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Gemeinschaftliche Wohnformen im Wandel? das Beispiel Beginenhöfe NRW

Mit gemeinschaftlichen Wohnprojekten am Beispiel der Beginenhöfe in Nordrhein-Westfalen beschäftigte sich im Sommersemester 2014 ein Master-Seminar, das von Dr. Sandra Huning und Dr. Anja Szypulski (beide Fachgebiet Stadt- und Regionalsoziologie) geleitet wurde.

Beginenhöfe waren im Mittelalter ordensähnliche Wohn- und Arbeitsgemeinschaften von Frauen. Seit den 1990er Jahren wurde die Idee von engagierten Frauen in NRW und einigen anderen Bundesländern wieder aufgegriffen. So entstanden neue gemeinschaftliche Wohnprojekte für Frauen, die sich auf unterschiedliche Weise auf die historischen Beginen beziehen und sowohl Ähnlichkeiten als auch Unterschiede zu anderen Formen gemeinschaftlichen Wohnens aufweisen.


Die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer führten Interviews in sieben Beginenprojekten in NRW durch, um die Entstehung der Projekte, die Motivation der Bewohnerinnen und die Organisation des Zusammenlebens zu analysieren. Es zeigte sich, dass die Projekte vielfältig sind und viel mit anderen Wohnprojekten gemeinsam haben. Gleichzeitig ergeben sich jedoch Besonderheiten durch den Fokus auf Frauen, z. B. mit Blick auf die Finanzierung, die Akzeptanz und die individuellen Lebensentwürfe der Bewohnerinnen.
Das Seminar wurde unterstützt von der Geschäftsstelle des Dachverbands der Beginen e. V., mit deren Geschäftsführerin die ersten Erkenntnisse in einem gemeinsamen Workshop am 25. Juni 2014 reflektiert wurden. Die Ergebnisse des Masterseminars werden am 29. August 2014 beim bundesweiten Beginentreffen in Bielefeld präsentiert.

Kontakt: Fachgebiet Stadt- und Regionalsoziologie