Praktika bilden eine sinnvolle Ergänzung der Ausbildung an der Universität und verstärken die Praxisorientierung des Studiums. Sie vermitteln den Studierenden weitere und tiefere Einblicke in die raumplanerische Praxis außerhalb der Lehrveranstaltungen. Die inhaltlichen Fähigkeiten und Handlungskompetenzen werden dabei vertieft und ausgebaut, indem erlernte Studieninhalte in der Praxis der Raumplanung in verschiedenartigen räumlichen Strukturen und bei unterschiedlichen Zuständigkeiten kennengelernt und angewendet werden.
Mit Praktika erweitern die Studierenden ihren Horizont über den Rahmen universitärer Ausbildung in die Berufspraxis und spezifische Berufsfelder hinein. Ein Praktikum vermittelt Einblicke in das Tätigkeitsfeld der Raumplanung und typische Arbeitsabläufe. Das inhaltliche Spektrum ist so breit gestreut wie die Beschäftigungsfelder der Absolventinnen und Absolventen. Sei es der öffentliche Dienst, eine zivilgesellschaftliche Organisation, ein Planungsbüro, ein privatwirtschaftliches Unternehmen oder eine wissenschaftliche Einrichtung außerhalb der Universität.
Um ihre beruflichen Kompetenzen zu stärken und persönliche Netzwerke in die Praxis hinein aufzubauen, absolvieren viele Studierende freiwillig längere und mehrere Praktika, was auch sehr zu empfehlen ist. Nach den Ergebnissen der AbsolventInnenbefragungen haben immer mehr als 80% der Studierenden während ihres Studiums mindestens ein Praktikum absolviert.
Die Fakultät unterstützt alle Studierenden bei der Suche von Praktika und Nebenjobs sowie der Reflexion der eigenen Schwerpunkte und Tätigkeiten ausdrücklich, z. B. durch eine eigene Praktikumsberatung und ein eigenes Praktikumsportal.
Unter den Studierenden ist es üblich, insbesondere in den fortgeschrittenen Semestern in Planungsbüros, an der Fakultät, in Forschungseinrichtungen, privatwirtschaftlichen Unternehmen oder anderen Einrichtungen als studentische Hilfskraft zu arbeiten. Die Tätigkeiten umfassen dabei meist einen Umfang von ca. fünf bis zwölf Stunden pro Woche, so dass an ein bis zwei Tagen gearbeitet wird. So kann die Studienfinanzierung damit verbunden werden, Kontakte in die Berufspraxis zu knüpfen und erste fachliche Berufserfahrung zu sammeln.
Praktische Tätigkeiten vermitteln Einblicke und Kontakte in das Tätigkeitsfeld Raumplanung, sei es in Verwaltungen, Büros, privatwirtschaftlichen Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Organisationen oder wissenschaftlichen Einrichtungen außerhalb der Universität. Aus praktischen Tätigkeiten während des Studiums können sich auch direkt Anstellungen nach dem Studienabschluss ergeben.
Die Praxisphase (Modul 25) ist ein wichtiges Element des Bachelor-Studiums Raumplanung in Dortmund. Im Master-Studium ist kein Pflichtpraktikum vorgesehen. Unabhängig davon ist es grundsätzlich immer empfehlenswert, frühzeitig Erfahrungen im Rahmen von Praktika oder Nebenjos an und außerhalb der Fakultät Raumplanung zu machen. Praktika werden meist in der vorlesungsfreien Zeit absolviert und von vielen Studierenden auch dazu genutzt, Auslandserfahrungen zu sammeln.
Verpflichtend ist ein Praktikum im Umfang von mindestens 6 Wochen Vollzeit. Eine praktische Tätigkeit außerhalb der Universität in planungsrelevanten Institutionen oder Einrichtungen kann als Praktikum angerechnet werden, die in Teilzeit neben dem Studium erbracht wird. Voraussetzung ist ein äquivalenter Zeitumfang.
Eine gute Möglichkeit für internationale Erfahrungen im Studium ist ein Praktikum im Ausland. Hier kann man das Modul 25 des Dortmunder Bachelor-Studiengangs mit dem Auslandsaufenthalt verbinden. Die Planung dafür ist natürlich etwas umfangreicher und erfordert in der Regel einen längeren Vorlauf. Auch höhere Kosten für Lebenshaltung, Unterkunft, Reisen und ggf. Visa oder Impfungen sollten bedacht werden.
Intensivere und persönliche Beratung bietet die Praktikumsberatung am IRPUD Studien- und Projektzentrum. Es gibt verschiedene Programme, die den Weg ins Ausland ebnen können; je nachdem, ob der innereuropäische Raum Ziel sein soll oder es weiter darüber hinaus geht. Beispielsweise ist eine Förderung über das ERASMUS-Programm der Europäischen Union oder über weitere Stipendien- und Förderprogramme (Informationen über das Referat Internationales der TU Dortmund) möglich.
Die Dauer des eigenen Praktikums im Ausland hängt nicht selten in erster Linie auch vom verfügbaren Budget ab. Solche Praktika kosten meist mehr als jene in Deutschland und Vergütungen sind im Ausland zwar üblicher, decken aber meist nicht die zusätzlichen Kosten. Deswegen ist es wichtig, frühzeitig einen persönlichen Finanzplan aufzustellen. Auch die Wahl des Landes und die Dauer des Praktikums können dadurch beeinflusst werden.
Bei Bewerbungsgesprächen kann man vielfach mit Auslandserfahrungen punkten. Wichtiger aber sind die eigene Persönlichkeitsentwicklung und das Reflektieren über die eigenen Ziele „zu Hause“ in Dortmund während eines Aufenthalts im Ausland.

Das „Berufsforum“ ist eine Veranstaltungsreihe, die jedes Semester vom IRPUD Studien- und Projektzentrum der Fakultät in Kooperation mit dem Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung (SRP) und dem Alumni-Verein der Fakultät angeboten wird.
Eingeladen werden Absolventinnen und Absolventen der Fakultät, die über ihre beruflichen Tätigkeiten und Arbeitsfelder sowie ihre persönlichen Berufsbiographien berichten. Ein Schwerpunkt liegt auf der rückblickenden Bewertung des Übergangs vom Studium in den Beruf mit Erfolgsfaktoren und Hindernissen. Ergänzt wird die Reihe um Termine, bei denen weitere berufsrelevante Themen behandelt werden (beispielsweise zum „Städtebaulichen Referendariat NRW“, zur Mitgliedschaft in der AK NW oder zu den Möglichkeiten und Chancen einer Promotion).
Mit der Veranstaltungsreihe ist das Anliegen verbunden, allen Studierenden Einblicke in die Berufspraxis und Biographien von Absolventinnen und Absolventen zu vermitteln und somit Hinweise und Anregungen für Studienorientierungen, Schwerpunktsetzungen, Praktikumsrecherchen usw. zu geben sowie ein „Gespür“ für den Arbeitsmarkt zu entwickeln.
Die Reihe ist im B.Sc. Raumplanung ein Bestandteil von Modul 25, steht aber auch allen anderen Studierenden sowie interessierten Externen offen.
Von einer Vielzahl unterschiedlicher Referentinnen und Referenten haben sich mehr als 20 Personen bereit erklärt, ein eigenes Profil zu erstellen und so zu einer Sammlung verschiedener Berufswege nach dem Raumplanungs-Studium beigetragen. In individuellen Profilen berichten unsere Absolventinnen und Absolventen hier über ihren beruflichen Werdegang, ihre gegenwärtige Position und ihre Aufgabenbereiche sowie ihre Work-Life-Balance. Zusätzlich blicken sie - mit dem gegebenen Abstand - zurück auf ihr Studium an der Fakultät Raumplanung.
Den quantitativen Zahlen aus der regelmäßigen AbsolventInnenbefragung werden so auch greifbare individuelle Bilder zugeordnet und die Bandbreite der Berufsfelder unserer Alumni wird anschaulich sichtbar.
Neben Exkursionen im Rahmen der Projektarbeit und der städtebaulichen Entwürfe, werden regelmäßig im Kontext verschiedener Lehrveranstaltungen des Wahlpflicht-Bereichs Exkursionen inner- und außerhalb der Region oder im In- oder Ausland angeboten. Die Studierenden können sich nach eigenen Interessen und Orientierungen für die Teilnahme entscheiden.
Das Praktikumsportal soll für Anbieter und Studierende eine Hilfe sein, um miteinander in Kontakt zu kommen. Vorrangig für die Vermittlung von Praktika gedacht, können auch Angebote für studentische Hilfskrafttätigkeiten, Themen für Abschlussarbeiten oder Ähnliches angeboten werden. Für die Studierenden soll so die eigenständige Suche ergänzt und vereinfacht werden. Zudem werden Informationen bereitgestellt, die es erleichtern, das Praktikum vor- und nachzubereiten.
In Form eines RSS-Feeds werden die angebotenen Stellen aufgelistet. So ist es leicht, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Im Netzwerk der TU Dortmund oder von außerhalb mittels VPN-Client und Unimail-Kennung ist ein vollständiger Zugriff auf die Daten der Anbieter möglich.
Soll eine praktische Tätigkeit als Prüfungsleistung anerkannt werden, so ist ein Formular inkl. Kurzbericht und ein Zeugnis einzureichen. Das aktuelle Formular steht auf dem Praktikumsportal zum download zur Verfügung. Das Praktikumsportal bietet darüber hinaus weitere Hilfestellungen.