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Aktuelles Projektangebot

Alle im laufenden Semester bzw. Studienjahr durchgeführten Projekte sind im Online-Vorlesungsverzeichnis der TU Dortmund mit Titel, Namen der Lehrenden und Beschreibungen eingepflegt.

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Archiv der Studienprojekte

Seit 1969 wurden an der Fakultät mehr als 950 Studienprojekte durchgeführt. Die Projektberichte der letzten Jahre können im Service-Büro des Studien- und Projektzentrums (SPZ) eingesehen und ausgeliehen werden.

Projektdatenbank

Die Datenbank umfasst eine vollständige Liste aller Studienprojekte seit 1969. Für die aktuellen Projekte sind jeweils auch die Projektbeschreibungen angegeben. Über die Suchfunktion kann nach bestimmten Stichworten (z.B. Projekttitel, Projektnummer oder Betreuung) oder einer Kombination von Stichworten gesucht werden.

A06 (2016/2017): Brückstraßenviertel: Image pflegen versus Angst erleben?

Betreuung

Marian Günzel Raumordnung und Planungstheorie

Beratung

N.N.

Beschreibung

Abstract

Brückstraßenviertel – Image pflegen versus Angst erleben?

Das Brückstraßenviertel in Dortmund stellt einen belebten urbanen Bereich dar, was es erschwert, das Bedürfnis des Menschen nach Sicherheit im öffentlichen Raum zu gewährleisten. Hinzu kommt, dass das Viertel in den 1980er und 1990er Jahren ein Brennpunkt für Drogenkriminalität in Dortmund war, weshalb auch noch heute ein negatives Image besteht.

In unserer Forschung haben wir uns mit den Kontroversen, die bei der Herstellung von Sicherheit auftreten, auseinandergesetzt. Gestaltung, gerade unter dem Aspekt der Sicherheit, kann ein konfliktbelastetes Thema darstellen. Aus diesem Grund wurde untersucht, welche Konflikte es bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes in Bezug auf die Sicherheit gibt. Das Brückstraßenviertel diente dabei aufgrund seiner Beschaffenheit als Fallbeispiel.

Mithilfe einer Bestandsaufnahme wurde festgestellt, wie der öffentliche Raum gestaltet ist und ob es konfliktträchtige Aspekte, wie z. B. potenzielle Angsträume, gibt. Gleichsam haben wir eine Umfrage durchgeführt, die sich mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Bürger*innen befasste. Hierdurch wurde auch ein Vergleich mit objektiven Sicherheitsaspekten möglich, welche durch Literaturanalysen und Interviews mit städtischen Zuständigen erfasst worden sind. Des Weiteren ist von Interesse, welche Akteur*innen maßgeblich in die Konflikte involviert sind und wer über welche Maßnahmen versucht die Sicherheit positiv zu beeinflussen. Mit den Ergebnissen bot sich uns die Möglichkeit, Gestaltungskonflikte, die im Brückstraßenviertel auftreten und diese Konflikte in allgemeine Konfliktkategorien einzuordnen.

Bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes in Bezug auf die Sicherheit, spielen Ziel-Werte Konflikte eine große Rolle. Die verschiedenen Akteur*innen stellen unterschiedliche Ansprüche an den öffentlichen Raum und haben teils konträre Ansichten und Zielvorstellungen. Ein solcher Konflikt besteht im Brückstraßenviertel dadurch, dass die lokalen Laden- und Imbissbesitzer*innen im Niedrigpreissegment meist auf eine andere Klientel abzielen, als die Stadt, welche das Viertel kulturell aufwerten möchte. Hingegen besteht Konsens, dass eine möglich hohe Sicherheit gewährleistet werden muss. Allerdings gibt es dazu unterschiedliche Herangehensweisen, wie z. B. gestalterische oder ordnungsrechtliche Maßnahmen. Zu deren Verwendung besteht nicht zwischen allen Akteur*innen Einigkeit, sodass man hier von Zweck-Mittel Konflikten sprechen kann. Weiterhin zeigte sich, dass viele Maßnahmen ordnungsrechtlicher Natur sind und somit von der Raumplanung nur wenig beeinflussbar sind. Gerade auf Maßnahmen bezogen, gibt es auch in der Bevölkerung teils Ansichten, die sich von denen der öffentlichen Hand unterscheiden. Eine Beteiligung wird allerdings nur selten in Anspruch genommen, weshalb auf die Sichtweise der Bürger*innen auch nicht wirklich zurückgegriffen werden kann. Hier lässt sich für uns ein Kommunikationskonflikt erkennen. Es ist festzuhalten, dass Sicherheit rein individuell wahrgenommen wird und Planer*innen der Herausforderung gegenüberstehen, die Ansprüche der Bürger*innen gleichermaßen umzusetzen, dass sich die Mehrheit der Personen im öffentlichen Raum sicher fühlt.

Zuletzt aktualisiert am: 02.11.2017

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