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Aktuelles Projektangebot

Alle im laufenden Semester bzw. Studienjahr durchgeführten Projekte sind im Online-Vorlesungsverzeichnis der TU Dortmund mit Titel, Namen der Lehrenden und Beschreibungen eingepflegt.

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Archiv der Studienprojekte

Seit 1969 wurden an der Fakultät mehr als 950 Studienprojekte durchgeführt. Die Projektberichte der letzten Jahre können im Service-Büro des Studien- und Projektzentrums (SPZ) eingesehen und ausgeliehen werden.

Projektdatenbank

Die Datenbank umfasst eine vollständige Liste aller Studienprojekte seit 1969. Für die aktuellen Projekte sind jeweils auch die Projektbeschreibungen angegeben. Über die Suchfunktion kann nach bestimmten Stichworten (z.B. Projekttitel, Projektnummer oder Betreuung) oder einer Kombination von Stichworten gesucht werden.

A07 (2016/2017): Kleines Land - was nun? Über Realitätssinn und Raumverträglichkeit luxemburger Wachstumsziele

Betreuung

Julian Engelbrecht Raumplanungs- und Umweltrecht

Beratung

N.N.

Beschreibung

Abstract

Das Großherzogtum Luxemburg ist einer der sich am rasantesten entwickelnden Staaten Europas. Luxemburg hat ca. 570.000 Einwohner mit einem Ausländeranteil von 46% und ist flächenmäßig mit dem Saarland vergleichbar. Im Zuge der Tertiärisierung entwickelte sich vor allem der Finanzsektor in der Hauptstadt Luxemburg Stadt sehr stark. In Folge dieser Entwicklungen entstand in Luxemburg ein extremes Bevölkerungs- sowie Wirtschaftswachstum. Als Reaktion auf das aus dem Wachstum resultierende Planungsbedürfnis hat die Luxemburger Regierung mehrere Programme und Dokumente zur zukünftigen Entwicklung des Landes veröffentlicht, welche alle eine nachhaltige Raumentwicklung als Ziel und Herausforderung darstellen. Unser Projekt A07 beschäftigte sich deswegen mit der Frage: „Wie kann angesichts des Wachstums eine nachhaltige Raumentwicklung Luxemburgs gewährleistet werden?”. Um diese komplexe Forschungsfrage zu strukturieren, fokussierte sich das Projekt auf die Themen Polyzentralität, Personenverkehr und auf das Luxemburger Planungssystem.

Im Hinblick auf die Gewährleistung einer nachhaltigen Raumentwicklung sind beispielsweise die extremen räumlichen Disparitäten in Luxemburg ein Problem. Die Hauptstadt Luxemburg Stadt hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte, aufgrund ihrer wirtschaftlichen Stärke und guten Standortfaktoren deutlich schneller entwickelt als andere Städte in Luxemburg. Das hat dazu geführt, dass Luxemburg sehr monozentrisch auf seine Hauptstadt ausgerichtet ist, was ebenfalls deutlich an den Hauptverkehrsachsen des Landes zu erkennen ist. In erster Linie führt dies zu einer großen Verkehrsproblematik, da täglich ca. 170.000 Grenzpendler aus Belgien, Frankreich und Deutschland nach Luxemburg pendelt und der Großteil in die Hauptstadt. Um die Abhängigkeit Luxemburgs von seiner Hauptstadt zu verringern, versucht die Luxemburger Regierung andere Regionen, wie beispielsweise den Norden des Landes, zu stärken. Dies war unter anderem der Anlass zur Entwicklung von Wachstumsszenarien und Sektorialplänen, welche allerdings noch nicht veröffentlicht wurden. Ein Beispiel für ein solches Projekt ist die sogenannte Nordstad, welche ein Zusammenschluss von den Städten Ettelbrück, Diekirch und vier weiteren Kommunen ist. Sie soll der zentrale Wirtschaftsstandort im Norden Luxemburgs werden. Im Laufe unserer Exkursion in Luxemburg haben wir unter anderem die Nordstad aufgesucht und stellten fest , dass viele der bisher entwickelten Konzepte der Regierung noch nicht ausreichend verwirklicht worden sind. Dies zeigt, dass die Bemühungen der Regierung noch nicht genügend ausgereift und umgesetzt sind. Daher besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf.

Das Forschungsergebnis in Form von Handlungsempfehlungen soll der luxemburger Regierung angesichts des Wachstums eine nachhaltige Raumentwicklung Luxemburgs zu gewährleisten als Lösungsansatz dienen.

Aufgrund der Komplexität der Forschungsfrage besteht die Möglichkeit einer weiteren Bearbeitung in Form eines zukünftigen Projektes durchzuführen, um auch ausgesparte Aspekte zu untersuchen.

Zuletzt aktualisiert am: 02.11.2017

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