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Aktuelles Projektangebot

Alle im laufenden Semester bzw. Studienjahr durchgeführten Projekte sind im Online-Vorlesungsverzeichnis der TU Dortmund mit Titel, Namen der Lehrenden und Beschreibungen eingepflegt.

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Archiv der Studienprojekte

Seit 1969 wurden an der Fakultät mehr als 950 Studienprojekte durchgeführt. Die Projektberichte der letzten Jahre können im Service-Büro des Studien- und Projektzentrums (SPZ) eingesehen und ausgeliehen werden.

Projektdatenbank

Die Datenbank umfasst eine vollständige Liste aller Studienprojekte seit 1969. Für die aktuellen Projekte sind jeweils auch die Projektbeschreibungen angegeben. Über die Suchfunktion kann nach bestimmten Stichworten (z.B. Projekttitel, Projektnummer oder Betreuung) oder einer Kombination von Stichworten gesucht werden.

A10 (2016/2017): Integration der Dezentralen Regenwasserbewirtschaftung in die Prozesse von Stadtentwicklung und Stadtplanung

Betreuung

Mathias Kaiser Ver- und Entsorgungssysteme

Beratung

Mehri Hekmat Lehrbeauftragter

Beschreibung

Abstract

Integration der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung in die Prozesse von Stadtentwicklung und Stadtplanung 

 

Die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung befasst sich mit Methoden und Maßnahmen zum Umgang mit Regenwasser. In Zeiten von zunehmender Urbanisierung ist es wichtig, den Erhalt des natürlichen Wasserhaushaltes zu sichern. Problematisch ist jedoch, dass durch die Versiegelung von Flächen die natürliche Versickerung und Verdunstung in vielen Teilgebieten stark eingeschränkt wird. Die Probleme die sich daraus ergeben sind verheerend. Aus den, durch die Versiegelung entstandenen vermehrten Oberflächenabfluss des Regenwassers, welches direkt der Kanalisation zugeführt wird, werden die Kanalsysteme derart überlastet, dass es zu Überflutungen kommen kann. Gerade durch die immer häufiger auftretenden Starkregenereignisse rückt dieses Problem immer mehr in den Fokus. 

 

Das Projekt 15/15, auch Zukunftsvereinbarung Regenwasser genannt, ist die Zustimmung aller Städte des Emscherraums, der Emschergenossenschaft und des Umweltministeriums des Landes NRW sich an folgendes, 2005 beschlossenes, wasserwirtschaftliches Ziel zu halten: Sauberes Regenwasser soll wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt werden, anstatt es in die Kanalisation und in die Kläranlagen zu leiten. Dieser Hergang nennt sich Abkopplung. Das festgesetzte Ziel ist bis 2020, die Einleitung von Regenwasser in die Kanalisation, um 15% zu verringern. 

 

Angelehnt an das Projekt 15/15 wurde folgende Forschungsfrage erarbeitet: „Wie ist die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung in Stadt- und Bauleitplanung im Emscherraum weiter zu entwickeln, sodass sie sicher integriert und umgesetzt wird?”. 

Ziel der Projektarbeit ist es herauszufinden, wo die Probleme liegen, um am Ende Verbesserungsvorschläge liefern zu können. Zukünftig sollen die Kommunen dieses Thema besser in die Planung und folgende Umsetzung integrieren, damit sich die Folgen der Urbanisierung nicht weiter zuspitzen. 

 

Dafür wurde eine Auswahl von Bebauungsplänen im Emscherraum, in denen die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung integriert ist, analysiert. Dies fand unter Berücksichtigung fachplanerischer Ursachen wie topographischen und geographischen Gegebenheiten statt. Anschließend wurden die Festsetzungen in den Bebauungsplänen mit der Umsetzung vor Ort verglichen. Die gesammelten Erkenntnisse, sowie Fragen, die sich im Laufe dieser Forschungsarbeit stellten, bildeten das Fundament für die Experteninterviews zum Ende der Projektarbeit hin. 

 

Von den neun untersuchten Kommunen im Emscherraum klappte die Umsetzung von dezentraler Regenwasserbewirtschaftung in denen, wo ein oder mehrere Personen in der Stadt- und Bauleitplanung sich mit vollem Eifer für das Thema stark machten und Kollegen, sowie Bauherren von dem Thema überzeugten, besser. Problematisch ist, dass dem Großteil der Gesellschaft die Vorteile von dezentraler Regenwasserbewirtschaftung nicht bekannt sind und somit das Regenwasser auf die herkömmliche Weise in die Kanalisation leiten. Für die Zukunft muss Skepsis vor Innovationen in der Bevölkerung überwunden werden und mehr Informationsmaterial über dezentrale Maßnahmen von den Kommunen bereitgestellt werden. 

 

Zuletzt aktualisiert am: 02.11.2017

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