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Aktuelles Projektangebot

Alle im laufenden Semester bzw. Studienjahr durchgeführten Projekte sind im Online-Vorlesungsverzeichnis der TU Dortmund mit Titel, Namen der Lehrenden und Beschreibungen eingepflegt.

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Archiv der Studienprojekte

Seit 1969 wurden an der Fakultät mehr als 950 Studienprojekte durchgeführt. Die Projektberichte der letzten Jahre können im Service-Büro des Studien- und Projektzentrums (SPZ) eingesehen und ausgeliehen werden.

Projektdatenbank

Die Datenbank umfasst eine vollständige Liste aller Studienprojekte seit 1969. Für die aktuellen Projekte sind jeweils auch die Projektbeschreibungen angegeben. Über die Suchfunktion kann nach bestimmten Stichworten (z.B. Projekttitel, Projektnummer oder Betreuung) oder einer Kombination von Stichworten gesucht werden.

F11 (2017/2018): Flughafen Dortmund - Zukunftschancen und Entwicklungsperspektiven

Betreuung

Mehdi Vazifedoost Dekanat

Beratung

Lisa Stadtler Lehrbeauftragte

Beschreibung

Abstract

„Er ist hoch subventioniert, hat wenige Passagiere – der Flughafen in Dortmund“ (Hoock 2015). Die Luftfahrtexpertin Yvonne Ziegler sieht keine positive Zukunft für den Dortmunder Flughafen (vgl. Hoock 2015). Mit einem Jahresergebnis von rund minus 14 Millionen Euro für das Jahr 2017 wird es schwierig, unter allen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) zu überleben (vgl. Dortmund Airport 2018a). Das Projekt F11 nimmt die aktuelle Situation zum Anlass, sich mit den Entwicklungsperspektiven und Zukunftschancen des Flughafens genauer auseinanderzusetzen.

Zu Beginn sollte zunächst auf die wichtigsten Zahlen und Fakten rund um den Dortmund Airport 21 eingegangen werden, die sich durch eine erste Recherche- und Analysearbeit ergeben haben. Der Dortmunder Flughafen ist der drittgrößte Verkehrsflughafen in Nordrhein-Westfalen. Er ist in Brackel, einem der zwölf Dortmunder Stadtbezirke, gelegen und grenzt dort an die Kreisstadt Unna sowie die Gemeinde Holzwickede (vgl. Dortmund Airport 2017). Bei einer Kapazität von 3,5 Millionen Passagieren hat er im vergangenen Jahr 2017 erstmals seit knapp zehn Jahren die Grenze von zwei Millionen Passagieren überschritten (vgl. Dortmund Airport 2017, Dortmund Airport 2018a). Diese zunächst erfreulich scheinende Nachricht entspricht jedoch nur einer Auslastung von rund 60 Prozent. Ein weiteres Problem stellt das seit Jahren negative Betriebsergebnis dar, welches sich für das Jahr 2017 auf ein Minus von rund 14 Millionen Euro beläuft (vgl. Dortmund Airport 2018a). Die Summe fällt ausschließlich  der Stadt Dortmund zur Last, da der Flughafen zu 26 Prozent der Stadt Dortmund und zu 74 Prozent der Dortmunder Stadtwerke AG, einer hundertprozentigen Tochter der Stadt Dortmund, gehört (vgl. Dortmund Airport 2018b). Dies ist ein Zustand, der laut der europäischen Kommission nicht mehr länger tragbar ist. Sie stellte zahlreichen Regionalflughäfen bereits im Jahr 2013 die Auflage bis zum Jahr 2023 schwarze Zahlen zu schreiben, unabhängig von öffentlichen Investitionen zu sein und dementsprechend auf eigenen Beinen stehen zu können. Falls der Dortmunder Flughafen der Bedingung nicht nachkommen kann, droht eine Zwangsschließung. Um dieser entgegenzuwirken,  gibt es laut dem Geschäftsführer des Flughafens zwei Möglichkeiten: einerseits eine Verlängerung der Start- und Landebahn, andererseits verlängerte Betriebszeiten (vgl. Westdeutscher Rundfunk 2016). Doch genau diese zwei Vorschläge, die zu einer dauerhaften Rentabilität führen sollen, lösen zahlreiche Konflikte aus, sodass der Flughafen nun vor unklaren Entwicklungsperspektiven steht.

Ziel der Projektarbeit ist es, verschiedene Szenarien für die Zukunft des Dortmunder Flughafens zu entwickeln, die sich von einer Schließung, über eine Erweiterung oder Verkleinerung bis hin zu einer Umnutzung erstrecken können. Daraus ergibt sich folgende Forschungsfrage:

Wie muss sich der Standort des Dortmunder Flughafens entwickeln, um eine zukunftsfähige und nachhaltige Perspektive zu erreichen?

Die Aufgabe des Projekts besteht darin, eine Lösung für die aktuelle Problematik des Flughafens auszuarbeiten, die unter Berücksichtigung der verschiedenen Blickwinkel Ökonomie, Ökologie, Politik sowie Gesellschaft am sinnvollsten erscheint.

Das methodische Vorgehen basiert grundsätzlich auf Internet- und Literaturrecherchen sowie der Durchführung von leitfadengestützten Experteninterviews. Zusätzlich wurde eine Ortsbegehung durchgeführt, um den Flughafen sowie seine bauliche und naturräumliche Umgebung detailgetreu betrachten zu können. In einem weiteren Forschungsschritt wird eine Bürgerbefragung stattfinden, um einerseits ein möglichst breites Meinungsbild gewinnen zu können und andererseits die Interessen der Öffentlichkeit in die Forschungsarbeit zu integrieren. Eine SWOT-Analyse soll abschließend dazu beitragen, die verschiedenen Szenarien mit- und gegeneinander abzuwägen, um so einen zukunftsfähigen und nachhaltigen Lösungsansatz entwickeln zu können.

 

Quellen: Dortmund Airport 2017: Zahlen, Daten, Fakten. Abgerufen von https://www.dortmund-airport.de/unternehmen/zahlen-daten-fakten (zugegriffen am 27.03.2018) Dortmund Airport 2018a: 2017 mit Passagierwachstum und Ergebnisverbesserung. Abgerufen von  https://www.dortmund-airport.de/airport-news/2018/2017-mit-passagierzuwachs-und-ergebnisverbesserung (zuletzt aktualisiert am 09.03.2018, zugegriffen am 26.03.2018) Dortmund Airport 2018b: Organisation. Abgerufen von https://www.dortmund-airport.de/unternehmen/organisation (zugegriffen am 27.03.2018) Hoock, Silke 2015: Der Airport Dortmund gerät in Turbulenzen. In: Der Westen vom 09.03.2015. Abgerufen von https://www.derwesten.de/politik/der-airport-dortmund-geraet-in-turbulenzen-id10436281.html (zuletzt aktualisiert am 09.03.2015, zugegriffen am 27.03.2018) Westdeutscher Rundfunk 2016: Doku am Freitag - Faszination Flughafen - Dortmund: Der Ruhrgebiets-Airport. Abgerufen von http://www1.wdr.de/fernsehen/ doku-am-freitag/sendungen/faszination-flughafen-dortmund-100.html (zuletzt aktualisiert am 28.09.2016, zugegriffen am 10.10.2017)

Zuletzt aktualisiert am: 11.05.2018

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