
Die Projekte und damit das "Forschende Lernen" sind an der Fakultät in allen Studienphasen verankert und nehmen jeweils einen großen Teil der Studienzeit ein. Dies ermöglicht Studierenden bereits von Beginn an selbstständig, aktiv und kollaborativ zu arbeiten und gelerntes Wissen eigenständig mit Fragestellungen aus Planungspraxis und Planungsforschung in Verbindung zu bringen. So sind für die Bearbeitung der zweisemestrigen A-Projekte 19 Leistungspunkte vorgesehen, für die ebenfalls zweisemestrigen F-Projekte sogar 22 Leistungspunkte. Das einsemestrige M-Projekt im M.Sc. Raumplanung hat einen Umfang von 12 Leistungspunkten.
Was bedeutet das konkret für die Studierenden, jenseits von allen Fachinhalten, in den Projekten? Unter anderem:

Für die Studierenden steht am Beginn der Projektarbeit zunächst die freie Wahl aus dem verfügbaren Angebot der Themen. Auf den Projektbörsen erfolgt nach der Vorstellung der Themen die möglichst freiwillige Verteilung auf die Projekte. Falls keine andere Einigung möglich ist, entscheidet das Los.
Schon vor der Aufteilung der Studierenden auf die Projekte müssen sich die Betreuerinnen und Betreuer auf das Projektjahr vorbereiten. Sie entwickeln die Themen für die Projekte und knüpfen entsprechende Kontakte in die Praxis. Teilweise werden F-Projektthemen auch in Zusammenarbeit mit Studierenden entwickelt, die gerne ein besonderes Thema bearbeiten wollen.
Die Lehrenden bereiten also als Betreuer/-in und Berater/-in das Projektthema inhaltlich vor und begleiten dann das Projekt auch über das ganze Studienjahr fachlich, methodisch und didaktisch. Die inhaltliche Arbeit in den Projekten wird im Projekt von den Studierenden unter der wissenschaftlichen Anleitung der Lehrenden der Fakultät bestimmt. A-Projekte werden zudem auch noch durch studentische Tutor/-innen begleitet, die bei allen Studienfragen und gruppendynamischen Problemen unterstützen.
Die Projektgruppen bestehen aus durchschnittlich 12-13 Studierenden (in Master-Projekten 4-6 Studierende), die zweimal in der Woche in den Projektsitzungen arbeiten. Die Studierenden sind dabei zu Anwesenheit und Mitarbeit verpflichtet.
Die Projektabschlussberichte sind das zentrale Ergebnis der einjährigen Projektarbeit. Themenstellung, Schwerpunkt, Qualität und Endergebnis sind dabei ganz verschieden. Je nach Problemstellung, Arbeitsprozess, Praxiskontakt und Zusammensetzung von Projektgruppe, Betreuungs- und Beratungsteam reichen die Ergebnisse von theoretischen Auseinandersetzungen über Szenarien, Programm- und Konzeptvorschlägen bis zu konkreten Plänen und Kartenwerken. Das ist nicht ungewöhnlich, denn die Tätigkeiten der Raumplaner in der Praxis reichen von dem einen bis zu dem anderen Ende realer Raumplanungsprozesse. Abschlussberichte können auch in einer anderen "Produktform" abgeliefert werden, beispielsweise als Film. Bei der Lektüre der Berichte ist zu berücksichtigen, dass A-Projekte mehr der Orientierung in Studium und Praxis der Raumplanung dienen, während die F-Projekte auf jeden Fall konzeptionell arbeiten müssen.
Projekte sind keine Auftragsarbeit aus der Praxis, auch wenn sie praxisnah sein sollen und Ergebnisse auch die Praxis anregen und beeinflussen können. Die Projekte sind Lern-Forschungsprojekte, wobei der Lernprozess Fehlentscheidungen und Umwege einschließen kann.
Die Projektberichte können in der Bereichsbibliothek und im SPZ Service-Büro zu den Öffnungszeiten eingesehen werden. Einen Kurzüberblick über die vergangenen Projekte liefert das Archiv.
Alle wesentlichen Informationen zum Projektstudium können im Projektwiki nachgelesen werden.