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Studienprojekte in der Raumplanung

Das interdisziplinäre Studium Raumplanung an der TU Dortmund beinhaltet als integralen Bestandteil eine realitätsnahe Vorbereitung auf die berufliche Praxis. Dieser Teil der Ausbildung findet in Projekten und Entwürfen statt, die von den Studierenden fortlaufend und alternierend bearbeitet werden. Projekte und Entwürfe sind das Markenzeichen der Dortmunder Raumplanungsausbildung.
In Studienprojekten lernen die Studierenden raumplanungsbezogene Problemstellungen in kooperativer Weise (Gruppen von durchschnittlich 13 Studierenden) und mit wissenschaftlichen Mitteln unter Anleitung der Projektbetreuung innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens zu bearbeiten und dabei Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Themen der Projekte orientieren sich an jeweils aktuellen Fragestellungen der Raumplanung und eröffnen Kooperationsmöglichkeiten mit der Planungspraxis.

Forschendes Lernen

Die Projektarbeit fördert durch ihren Problem-, Praxis-, Prozess- und Handlungsbezug das eigenmotivierte und selbstständige Arbeiten der Studierenden und bildet deren Handlungskompetenz aus. Durch ihren Umfang ermöglichen die Studienprojekte die Bearbeitung von problem- und praxisorientierten raumplanerischen Fragestellungen. Dabei wird die Methodenkompetenz zum wissenschaftlichen Arbeiten (u.a. Literaturrecherche, Erhebungen, wissenschaftliches Schreiben) anwendungsbezogen erprobt. Die Studierenden erwerben Schlüsselkompetenzen insbesondere für die Gruppenarbeit: Koordination des Projektverlaufs, Präsentation, Moderation und Diskussion, Protokollführung, Konsensbildung und Konfliktregelung.

Lehr- und Lernziele

Im Bachelor-Studium finden zwei Projekte statt, im 1. Studienjahr das Anfänger/-innenprojekt (A-Projekt) und im 3. Studienjahr das Fortgeschrittenenprojekt (F-Projekt).
Im A-Projekt lernen die Studierenden raumplanungsbezogene Problemstellungen in kooperativer Weise und mit wissenschaftlichen Mitteln unter Anleitung der Projektbetreuung innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens zu bearbeiten und dabei Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Im A-Projekt liegt der Schwerpunkt auf dem Erlernen der genannten Schlüsselkompetenzen, der Fähigkeiten zur Teamarbeit und des wissenschaftlichen Arbeitens.
Im F-Projekt lernen die Studierenden, komplexe raumbezogene Problemstellungen in kooperativer Weise und mit wissenschaftlichen Mitteln innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens zu bearbeiten und dabei Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Themen der Projekte orientieren sich an jeweils aktuellen Fragestellungen der Raumplanung und eröffnen Kooperationsmöglichkeiten mit der Praxis.
Die F-Projekte ermöglichen die Bearbeitung von komplexeren und umfangreicheren raumplanerischen Fragestellungen, erlauben fachliche Vertiefungen und setzen einen Schwerpunkt auf analysebasiertem und konzeptionellem Arbeiten. Dabei wird die Methodenkompetenz zum wissenschaftlichen Arbeiten (u.a. Literaturrecherche, Erhebungen, wissenschaftliches Schreiben) anwendungsbezogen ausgebaut. Die Studierenden vertiefen ihre Schlüsselkompetenzen für die Gruppenarbeit: Koordination des Projektverlaufs, Präsentation, Moderation und Diskussion, Protokollführung, Konsensbildung und Konfliktregelung.
In jedem Studienjahr greift ein Teil der F-Projekte internationale Themenstellungen auf und verbindet die Projektarbeit mit Exkursionen in die jeweiligen Planungsräume.
Das Master-Projekt (M-Projekt) wird über ein Semester bearbeitet. Der Schwerpunkt des M-Projekts liegt auf der theoretisch-analytischen oder planerisch-konzeptionellen Bearbeitung einer aktuellen Fragestellung der Raumforschung und Raumplanung. Es ermöglicht die Bearbeitung von theoretisch und methodisch anspruchsvollen Fragestellungen nach wissenschaftlichen Standards. Das M-Projekt wird als Gruppenarbeit von in der Regel 4-6 Studierenden bearbeitet und mit der Abgabe eines Abschlussberichts und einer Disputation abgeschlossen.

Kompetenzen und Fähigkeiten

Studienprojekte sind keine Auftragsarbeiten, auch wenn sie praxisnah sein sollen und Ergebnisse auch die Praxis anregen und beeinflussen können. Die Projekte sind Lern-Forschungsprojekte, wobei der Lernprozess Fehlentscheidungen und Umwege einschließen kann und manchmal auch muss. Niemand sollte erwarten, dass die Abschlussergebnisse von Studierenden des ersten oder dritten Studienjahres sich in allen Belangen mit Arbeitsergebnissen aus der Berufspraxis messen können. Vielmehr geht es ja gerade darum, die Studierenden für diese Berufspraxis auszubilden. Fehler und Schwächen gehören dabei ausdrücklich dazu, um daraus zu lernen. Die Arbeit in der Projektgruppe stellt dabei auch den Lernprozess zur Vermittlung dieser wichtigen Schlüsselkompetenzen sicher:  Selbst in konzentriertester Einzelarbeit wären sie nicht erlernbar. Dies braucht Zeit, die dann möglicherweise für manche inhaltliche Bearbeitung fehlt. Ziel ist aber nicht ein möglichst perfekter Abschlussbericht im Studium, sondern die Ausbildung der Studierenden für ihr späteres Berufsleben, in denen sie ihre an der Fakultät erworbenen Kompetenzen einsetzen sollen. Dies beinhaltet auch die Möglichkeit, Dinge und Wege auszuprobieren, die in der Berufspraxis unüblich erscheinen und dem gewohnten Denken widersprechen. Wenn nicht im Rahmen des Studiums, wann dann sollen solche alternativen Ansätze ausprobiert werden?  Trotzdem sind Studienprojekte zu inhaltlich sehr guten Arbeitsergebnissen in der Lage, die sich häufig durchaus sehr gut mit denen aus der Berufspraxis messen können. Nur sollte nie das im Vordergrund stehende Ausbildungsziel der Studierenden aus dem Blick verloren werden.

Durch die Arbeit im AnfängerInnenprojekt (A-Projekt) und im Fortgeschrittenen-Projekt (F-Projekt) des Bachelor-Studiengangs Raumplanung sowie im Master-(M-)Projekt des Master-Studiengangs Raumplanung „lernen die Studierenden, komplexe raumplanungsbezogene Problemstellungen in kooperativer Weise mit wissenschaftlichen Mitteln innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens zu bearbeiten und dabei Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen“ (Modulhandbücher B.Sc. RP und M.Sc. RP). In den Projekten sollen die Studierenden Schlüsselkompetenzen in den folgenden Bereichen erwerben: Praxis- und Problemorientierung, interdisziplinäres ganzheitliches Lernen, Arbeiten im Team und eigenständiges wissenschaftliches Arbeiten.

Interne Projektarbeit und -ziele

Praxis- und Problemorientierung

Praxisorientierung bedeutet, dass anhand von aktuellen Aufgabenstellungen aus der Planungspraxis und in Anlehnung an die Gegebenheiten der späteren Berufspraxis gelehrt und gelernt wird. In den Projekten lernen die Studierenden daher, Kenntnisse und Fertigkeiten zur Bearbeitung von konkreten raumplanerischen Fragestellungen anzuwenden. Die Projektarbeit soll sich dabei nicht in der Problemanalyse erschöpfen, sondern darauf aufbauend entsprechende Problemlösungen erarbeiten. Somit kann die Erarbeitung von Planungsvorschlägen, die Entwicklung von Umsetzungsstrategien oder die Prognose von Entwicklungen an dem jeweiligen Projektthema experimentell und praxisnah erprobt werden. Die Projektarbeit spiegelt auch die Prozesshaftigkeit räumlicher Planung in der Praxis wider: Pläne und Programme sind nicht ein von vornherein absehbares Endergebnis, sondern entstehen in umfangreichen und damit zumeist auch langwierigen Aushandlungs-, Abwägungs- und Abstimmungsprozessen mit unzähligen Beteiligten und Betroffenen. Durch die Projektarbeit sollen die Studierenden befähigt werden, ein raumplanerisches Problem zu definieren, Leitbild und Projektarbeitsziel oder ggfs. zentrale Forschungsfragen zu bestimmen sowie eine geeignete methodische Vorgehensweise zu entwickeln.

Inderdisziplinäres ganzheitliches Lernen

In der Projektarbeit stehen nicht beliebig isolierbare Einzelprobleme, sondern eine in sich zusammenhängende Problemkonstellation im Mittelpunkt der Arbeit. Projektarbeit in der Raumplanung bedeutet daher: interdisziplinär und querschnittsorientiert zu denken, Lösungsstrategien und Planungsvorschläge zu entwickeln, die Abhängigkeiten und Synergismen zwischen Fachplanungen (z.B. Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, Städtebau) zu berücksichtigen und Folgewirkungen von planerischen Eingriffen möglichst umfassend und vorausschauend abzuschätzen.

Arbeiten im Team - Erlernen von Schlüsselkompetenzen

Projektarbeit ist Teamarbeit. Jede/r im Team soll ihre/seine Fähigkeiten einbringen und umgekehrt von den anderen lernen. Es wird ergebnisorientiert gearbeitet und die Fähigkeit des verantwortlichen Handelns für das Gemeinwesen erworben. Dabei werden für die Planungsqualifikation wichtige Fähigkeiten herausgebildet:

  • das Erlernen von Diskussionsmethoden und -techniken: kontrovers diskutieren, Konsens herstellen, zuhören, argumentieren
  • das Erlernen der Projektorganisation: z.B. Diskussionen leiten, Protokolle schreiben, Arbeitspapiere verfassen, Arbeitsaufträge formulieren, verteilen und ausführen
  • das prozessuale Lernen in der Projektgruppe: z.B. miteinander arbeiten, miteinander umgehen und diskutieren, verschiedene Denkweisen zusammenführen, Entscheidungen in der Gruppe treffen

 

Durch die Arbeit im Projekt erwerben die Studierenden  soziale Kompetenzen sowie Handlungskompetenz und sie lernen, Position zu beziehen und Entscheidungen mitzutragen.

Wissenschaftliches Arbeiten

Die Fähigkeit des wissenschaftlichen Arbeitens in der Raumplanung lernen und vertiefen die Studierenden (auch) durch die selbständige Arbeitsweise in den Projekten. Der Prozess des forschenden Lernens in den Projekten ermöglicht die problembezogene Anwendung geeigneter Arbeitsmethoden. Hierzu gehören insbesondere:

  • Arbeitsmethoden und -techniken kennen lernen und auswählen: z.B. Literaturrecherche sowie Informationsbeschaffung und -auswertung
  • wissenschaftliches Schreiben und Umgang mit Quellen
  • das Präsentieren der Arbeitsergebnisse bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit

Empirische Erhebungsmethoden in der Projektarbeit