Studienprojekte sind ein zentraler Bestandteil der Ausbildung an der Fakultät Raumplanung. Gemeinsam mit den Städtebaulichen Entwürfen sollen sie eine realitätsnahe Vorbereitung auf die berufliche Praxis bieten. Die Studierenden lernen in den Projekten, komplexe raumplanungsbezogene Problemstellungen in kooperativer Weise mit wissenschaftlichen Mitteln und innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens zu bearbeiten. Dabei sollen Lösungs- und Umsetzungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
Die Projekte arbeiten in Gruppen mit in der Regel 13 Studierenden und werden interdisziplinär durch Lehrende der Fakultät betreut. Die Themen der Projekte orientieren sich an jeweils aktuellen Fragestellungen der Raumplanung und eröffnen Kooperationsmöglichkeiten mit der Planungspraxis. Eine ausführlichere Darstellung des Projektstudiums findet sich hier. Eine Übersicht über alle seit 1969 an der Fakultät durchgeführten Studienprojekte lässt sich auf der Archivseite einsehen. Die aktuellen Projektthemen können dem Veranstaltungsverzeichnis entnommen werden.
Didaktisch und organisatorisch begleitet wird das Projektstudium durch das Studien- und Projektzentrum (SPZ). Für Studierende ist das Service-Büro des SPZ erste Anlaufstelle bei allen organisatorischen Fragen rund um das Projektstudium.

Das A-Projekt findet im ersten Studienjahr des B.Sc. Raumplanung statt und ist damit wichtiger Bestandteil des Studieneinstiegs. Von daher liegt der Schwerpunkt bei der Ausbildung im A-Projekt darin, an die problem- und handlungsorientierte Arbeitsweise der interdisziplinären Raumplanung heranzuführen. Die Studierenden erwerben Schlüsselkompetenzen des selbständigen und wissenschaftlichen Arbeitens sowie insbesondere die Fähigkeit zum Arbeiten im Team. Dazu gehören die Koordination des Projektverlaufs, Präsentation, Moderation und Diskussion, Konsensbildung und Konfliktregelung.
Jedes A-Projekt wird, zusätzlich zu den wissenschaftlichen Betreuungspersonen, über das gesamte Studienjahr durch ein/e vom SPZ geschulten Tutor/in begleitet.

Das F-Projekt findet im dritten Studienjahr statt und dient damit der Vertiefung der raumplanerischen Fähigkeiten sowie der inhaltlichen Profilbildung der Studierenden. Im Vergleich zu den A-Projekten setzen sich F-Projekte mit umfangreicheren und komplexeren Aufgabenstellungen der Raumplanung auseinander. Ein Schwerpunkt soll auf dem konzeptionellen Teil der Arbeit liegen. Dabei wird die Methodenkompetenz anwendungsbezogen ausgebaut und die Studierenden vertiefen ihre Fähigkeit zur Arbeit in der Gruppe.
In der Regel finden mehrere F-Projekte mit konkreten Auslandsbezügen statt. Die Projektarbeit beinhaltet in diesen Fällen einen längeren Arbeitsaufenthalt vor Ort (normalerweise in der vorlesungsfreien Zeit zwischen Winter- und Sommersemester).
Die Studierenden haben die Möglichkeit, eigene Ideen und Wünsche in die Projektthemenentwicklung einzubringen. Dazu ist es notwendig, sich frühzeitig bei den Mitarbeiter/-innen des SPZ zu melden (mindestens sechs Monate vor Projektbeginn).

Die Master-Projekte finden immer im Wintersemester statt. Im Vergleich zu den Projekten des B.Sc. ermöglichen die M-Projekte die Bearbeitung von theoretisch und methodisch anspruchsvolleren raumplanerischen Fragestellungen. Die Fähigkeiten zum wissenschaftlichen Arbeiten und Argumentieren sowie die allgemeine Kompetenzen der Gruppenarbeit werden in der Projektarbeit anwendungsbezogen vertieft.
Exkursionen sind regelmäßig Teil von M-Projekten, da vielfach Themen außerhalb des Ruhrgebiets bearbeitet werden oder sich der Blick auf andere Beispiele innerhalb der eigenen Arbeit lohnt. Dabei werden die M-Projekte in Gruppen von in der Regel 4-6 Studierenden bearbeitet, die unterhalb eines Oberthemas ihrer Vertiefungsrichtung arbeiten.
Die Themen der Projekte werden den Vertiefungsrichtungen des Studienganges zugeordnet und dementsprechend von den Studierenden besucht. Es ist möglich, die Master-Thesis aus der Projektarbeit heraus zu entwickeln.