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ZUKUR | Zukunft-Stadt-Region-Ruhr

Auftakt für das Projekt: Vertreterinnen und Vertreter der TU-Dortmund sowie der Städte Dortmund und Bottrop und des Regionalverbands Ruhr (RVR). Bild: RVR

Mehr als fünf Millionen Menschen leben in der Metropole Ruhr, dem größten Ballungsraum Europas mit insgesamt 53 Städten. Gerade in den letzten Jahren waren die Auswirkungen des Klimawandels hier immer wieder spürbar: Hochwasser, Stürme oder Hitzewellen. Das Projekt „Zukunft-Stadt-Region-Ruhr“ (ZUKUR) bringt seit Juli Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Kommunen und Gesellschaft zusammen, um gemeinsam ein Konzept für die zukunftssichere Entwicklung des Ruhrgebiets zu erarbeiten.

Im Projekt kooperieren zehn Professuren der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund mit drei Praxispartnern. Die Partner repräsentieren die drei räumlichen Ebenen, die untersucht werden sollen: Für die Region ist der Regionalverband Ruhr (RVR) beteiligt, die kommunale Ebene vertritt die Stadt Bottrop und die Perspektive des Quartiers wird durch  das Dortmunder Stadtgebiet Marten beleuchtet.

Im Projekt bilden die drei Ebenen Region, Stadt und Quartier die Kulissen für „Reallabore“, in denen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern innovative Lösungen zum Umgang mit dem Klimawandel und sozial-ökologischer Ungleichheit entwickelt werden sollen. Sozial-ökologische Ungleichheit zeigt sich zum Beispiel in Quartieren, in denen Bürgerinnen und Bürger besonders stark von Lärm und Luftverschmutzung betroffen sind. „Das sind in der Regel auch Gebiete, in denen eher sozial Schwache leben. Wie man dieser kombinierten Ungleichheit entgegen wirken kann, indem man zum Beispiel eine attraktivere Naherholung schafft, ist eine Fragestellung im Projekt“, sagt Dr. Andrea Rüdiger von der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund.

Zusammenarbeit von Region, Stadt und Quartier stärken

Zudem soll die Zusammenarbeit der drei Ebenen gestärkt werden. Eine klimagerechte Entwicklung kann nur erfolgreich sein, wenn das angrenzende Quartier, die Nachbarstadt und die Gesamtregion eine gemeinsame strategische Richtung haben. Alle Aktivitäten verfolgen das Ziel, die „Resilienz“ der Region zu steigern und zu erhalten. Der Begriff beschreibt, wie eine Region es schafft, Störungen oder Klimaveränderungen aufzunehmen, ohne ihre grundlegenden Qualitäten und Funktionen zu verlieren.

Aus Sicht der TU Dortmund bietet das ZUKUR-Projekt Gelegenheit, die interdisziplinäre Forschung praxisnah auf aktuelle Themen anzuwenden und die Zukunftsfähigkeit der eigenen Region mitzugestalten. Der RVR hat mit fachlicher Grundlagenarbeit bereits eine gute Ausgangslage geschaffen, auf der ZUKUR nun aufbauen kann. Der Verband ist unter anderem dafür zuständig, die gesamtregionale Perspektive in das Forschungsprojekt einzubringen. Die Stadt Bottrop will im Projekt den Austausch von Gesellschaft und Verwaltung stärken und die Ergebnisse in einen klimagerechten Stadtumbau einbringen. Die Stadt Dortmund erhofft sich ebenfalls Erkenntnisse dazu, wie die Kooperation zwischen Politik, Gesellschaft und Verwaltung gestaltet sein muss, um dem Klimawandel im Quartier zu begegnen.

Insgesamt drei Jahre lang fördert das Bundesforschungsministerium (BMBF) das Projekt „Zukunft-Stadt-Region-Ruhr“ (ZUKUR) mit 1,88 Millionen Euro. Es ist Teil der Leitinitiative Zukunftsstadt, mit der das Ministerium seit 2016 innovative Ansätze unterstützt, die dazu beitragen, Städte nachhaltiger zu gestalten.

 

Ansprechpartnerin für Rückfragen:
Dr. Andrea Rüdiger
Fakultät Raumplanung
Telefon: 0231-755 2409

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