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A 05 - Airbnb vs. Berlin - Ist das noch eine Wohnung oder schon ein Hotel?

B.Sc.-Projekt, Mo. 14.00-18.00 Uhr; Do, 14:00-18.00 Uhr

Vermietungsplattformen wie Airbnb, Wimdu oder 9flats verzeichnen hohe Wachstumsraten in der kurzfristigen Vermittlung von temporärem Wohnraum. Die Nutzerinnen und Nutzer dieser Plattformen stehen derzeit unter Verdacht Wohnraum in beliebten Großstädten zu verknappen und für steigende Mieten zu sorgen, indem sie ihre eigene Wohnung als Ferienbehausung anbieten. Für viele Mieterinnen und Mieter scheint die temporäre Vermietung der eigenen Wohnung an Fremde ein willkommener Nebenverdienst zu sein. 2015 wurden gut 11.000 Wohneinheiten bei Airbnb gelistet. Zwei Jahre später sind es bereits 20.000 Wohneinheiten (AirbnbvsBerlin.de; InsideAirbnb.com).

Zahlreiche Kommunen – unter anderem die vier größten Städte Berlin, Hamburg, München und Köln – verabschiedeten in den letzten Jahren aufgrund der Verknappung von Wohnraum Zweckentfremdungssatzungen bzw. Zweckentfremdungsverordnungen, um den Schutz von Wohnraum gewährleisten zu können und die Umwandlung in Ferienwohnungen und andere Formen der Zweckentfremdung zu unterbinden. Berlin wählt einen sehr regressiven Ansatz im Umgang mit vermeintlichen Umwandlungen von Wohnraum in Ferienwohnungen. Nicht nur die Verknappung von Wohnraum und steigende Mieten sind Treiber dieser Politik, sondern auch die zunehmende Touristifizierung (Wöhler 2011) von Wohngebieten. Berlinerinnen und Berliner haben die Möglichkeit per Online-Formular Hinweise zu möglichen Fällen von Zweckentfremdungen in ihrem Umfeld zu melden. Lärm, sogenannter Party-Tourismus und betrunkene Urlauber tragen dazu bei, dass sich Nachbarn gegenseitig als Kurzzeitvermieter denunzieren. Airbnb argumentiert mit der Förderung der lokalen Ökonomie durch Touristen und den finanziellen Mehrwert der Vermieter (Airbnb Inc 2016).

A05 untersucht aufbauend auf der Analyse von „airbnbvsberlin.de“ am Fallbeispiel Berlin die rechtlichen, räumlichen und sozioökonomischen Implikationen von Kurzzeitvermietungen sowie die Auswirkungen für das Zusammenleben in der Stadt. Worin unterscheiden sich die Bedürfnisse von Anwohnern und Touristen? Offensichtlich ist das Nebeneinander konfliktreich, doch welche räumlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen Nutzungskonflikte entstehen dabei und wie können Planerinnen und Planer mit diesen umgehen?

Details

Veranstaltungsstart: 09.10.2017 14:00

Veranstaltungsende: 01.02.2018 18:00

Veranstaltungsort: GB III, R. 517

Veranstaltungsart: Sitzung/Versammlung

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Kontakt

Betreuung: Dipl.-Ing. Vilim Brezina, Studien- und Projektzentrum

Beratung: Prof. Dr. Christiane Hellmanzik, Lehrstuhl Urbane, regionale und Internationale Wirtschaftsbeziehungen