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Planungs- und Genehmigungsrecht für die Energieinfrastruktur

B.Sc.-Seminar, Einzeltermine Montags und Samstags

Gegenstand der Veranstaltung

Als Konsequenz aus der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 hat der deutsche Gesetzgeber eine beschleunigte Energiewende eingeleitet. Auch das internationale Klimaabkommen von Paris 2015 und die Pläne der Europäischen Union für eine Energieunion führen zu einer anhaltend dynamischen Entwicklung im Energiesektor. Für Nordrhein-Westfalen als Energieland bewirkt die Energiewende dabei noch mehr als anderswo einen Strukturwandelprozess mit vielfältigen Herausforderungen, aber auch Chancen. Der beschlossene Ausstieg aus der Kernenergie und der geplante langfristige Ausstieg aus fossilen Energieträgern, der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Anpassung der Energieinfrastruktur an die neue Energielandschaft stellen auch das deutsche Planungs- und Genehmigungsrecht vor große Herausforderungen. Milliarden werden jährlich in Erzeugungsanlagen und Energieinfrastruktur investiert und müssen noch in den kommenden Jahrzehnten investiert werden. Instrumente und Maßnahmen, mit denen unter Verzicht auf bisherige Energieerzeugungsanlagen Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit, Klima- und Umweltverträglichkeit der Energieversorgung sowie die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung gewährleistet werden sollen, bergen dabei auch rechtliche Brisanz. Ein großer Teil der Energieerzeugungsanlagen wie z.B. Kraftwerke und Windparks sowie der Energieinfrastruktur wie Gas- und Stromnetze sind raumbedeutsam und bedürfen planerischer Steuerung. Planung wie Zulassung werden oft beklagt und bedürfen für die Rechtssicherheit der umfangreichen Investitionen großer Sorgfalt. Die Veranstaltung gibt dementsprechend einen Überblick über die aktuellen Baustellen der Energiewende mit dem Fokus auf der Planung von raumbedeutsamen Energieanlagen.

Die Veranstaltung, die sich an fortgeschrittene Studierende richtet, befasst sich mit den planungsrechtlichen Herausforderungen der Energiewende. Dabei sollen jeweils deren Hintergründe beleuchtet, rechtliche und planerische Lösungsansätze dargestellt und
in ihrer praktischen Bedeutung eingeordnet werden. Juristische Vorkenntnisse sind von Vorteil, werden aber nicht vorausgesetzt. Die Übernahme eines Referats, welches im Rahmen einer Seminararbeit schriftlich ausgearbeitet werden soll, ist Teilnahmevoraussetzung.

Kompetenzen

Die Studierenden arbeiten in der Seminararbeit die Bedeutung der Rechtsentwicklung für Planungs- und Zulassungsverfahren bei der Projektierung von Energieanlagen heraus. Ein Themen- und Ablaufplan wird vor Semesterbeginn erstellt und kann auf Anregung der Teilnehmenden bzw. aus aktuellem Anlass ergänzt bzw. verändert werden. Die Referatsvergabe erfolgt in der ersten Veranstaltung. Alle Teilnehmenden erhalten diesen Themen- und Ablaufplan mit Literaturhinweisen für die Seminararbeit.

Termine

Mi., 11.10.2017, 14:00 bis 16:00 Uhr, GB I, R. 301

Mi., 17.01.2018, 14:00 bis 18:00 Uhr, GB I, R. 301

Mi., 24.01.2018, 14:00 bis 18:00 Uhr, GB I, R. 301

Sa., 20.01.2018, 10:00 bis 15:00 Uhr, GB I, R. 301

Sa., 27.01.2018, 10:00 bis 15:00 Uhr, GB I, R. 301
 

Details

Veranstaltungsstart: 11.10.2017 14:00

Veranstaltungsende: 27.01.2018 15:00

Veranstaltungsort: GB I, R. 301

Veranstaltungsart: Seminar/Workshop