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Studienjahr 2015/2016

F 07 100% erneuerbar bis 2030 – eine lokale Energiewende für den Landkreis Ahrweiler

„100 % Erneuerbare Energien bis 2030“ – so lautet der ambitionierte Beschluss des Kreistags Ahrweiler vom Juni 2011. Der gesamte Strombedarf des Landkreises soll zumindest bilanziell durch erneuerbare Quellen innerhalb seiner Grenzen gedeckt werden. Dafür ist allerdings noch viel zu tun. Ein Konzept für die Umsetzung der lokalen Energiewende existiert nicht; die Erneuerbaren spielen bislang nur eine Ne- benrolle. Unklar sind vor allem die räumlichen Auswirkungen des Projekts, die Konfliktpotential bergen. Auf welchen Mix erneuerbarer Quellen kann im Landkreis Ahrweiler sinnvoller Weise gesetzt werden? Wie viele Windräder werden z.B. am Ende gebraucht, wo sollen sie stehen – und wo gerade nicht?Von Nöten ist ein Landnutzungskonzept, das unter Anwendung geeigneter planungsrechtlicher Instru- mente umgesetzt werden kann. Dabei ist an alle Ebenen von der raumordnerischen Steuerung bis hin zur kommunalen Planung durch räumliche und/oder sachliche Teilflächennutzungspläne zu denken.Der Landkreis Ahrweiler liegt in der nördlichen Eifel zwischen Bonn und Koblenz und hat ca. 125.000 Einwohner. Das schroffe Ahrtal mit seinen Steilhängen und Weinbergen wechselt ab mit der typischen Mittelgebirgslandschaft der Eifel. In der Region Köln/Bonn sind das Ahrtal, der ebenfalls im Kreisge- biet liegende Nürburgring und die Spielbank in Bad Neuenahr beliebte Ausflugsziele. Belange der touristischen Entwicklung, der Landwirtschaft (hier v.a. des Weinanbaus) und des Naturschutzes werden mit dem Flächenbedarf für die Erneuerbaren konkurrieren.Die Erarbeitung des Landnutzungskonzepts für den gesamten Landkreis kann das F-Projekt nicht leisten. Vielmehr wird die Gruppe frei darin sein, bestimmte Aspekte herauszugreifen und zu vertiefen bzw. Lösungen zu entwickeln. Der besondere Reiz liegt im Zusammenspiel formeller und informeller Elemente, die sich zu einem Verfahrenspaket „Umsetzung der lokalen Energiewende“ verzahnen. Wer hat wann welche Entscheidungen zu treffen und wie sind diese zu sichern? Welche Rolle sollte Par- tizipation in diesem Zusammenhang spielen? Zudem könnte die Gruppe sich fragen, unter welchen Voraussetzungen ein solcher Verfahrensablauf auf andere Gebiete übertragen werden kann. Auf der Tagesordnung wird selbstverständlich mindestens eine Exkursion in den Landkreis Ahrweiler stehen. Das Programm vor Ort wird vom Schwerpunkt abhängen, den das Projekt bis dahin gesetzt hat.

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Kontakt

Julian Engelbert, M.A.
Tel.: 0231 755-2774