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Jakob, Ralph Dominiki (2009): Zukunftsfähigkeit innerstädtischer Gewerbegebiete

Name: Jakob, Ralph Dominik

Titel: Zukunftsfähigkeit innerstädtischer Gewerbegebiete -Am Beispiel der Stadt Krefeld-

Jahr: 2009

BetreuerInnen: Univ.-Prof'in Dr.-Ing. S. Baumgart, Dipl.-Ing. A. Uttke (STB)

Themenfeld: Arbeiten und Gewerbe in der Stadtregion

Kurzfassung: Die Bedeutung innerstädtischer Gewerbeflächen, lange Zeit ein Randthema der Stadtplanung, nimmt sowohl aus planerischer als auch unternehmerischer Sicht zu. Über die Quantität des Flächenangebotes hinaus erlangt die städtebauliche Qualität einen höheren Stellenwert, wobei sich die Anforderungen der Akteure in ständigem Wandel befinden. Auch ist die relative Lage seit dem Entstehen der Gebiete vom Stadtrand zur Innenstadt übergegangen. Ziel dieser Arbeit ist es zu klären, wie zukunftsfähig die gewerblich genutzten Bestandsgebiete in der Innenstadt in Bezug auf den Wandel der planerischen und privatwirtschaftlichen Ansprüche sind. Da es eine Reihe unterschiedlicher Typen innerstädtischer Gewerbestandorte mit jeweils eigenen Charakteristika gibt, bezieht sich diese Arbeit ausdrücklich auf durchgehend genutzte, kleinteilige reine Gewerbegebiete, also im Unterschied zu Kleingemengelagen oder Brachflächenentwicklungen. Um Aussagen für die Zukunft treffen zu können, wird ein solches Gebiet in der Stadt Krefeld anhand seiner Biografie auf die endogene Anpassungsfähigkeit untersucht. Ein Vergleich von Biografie und Ist-Zustand mit den aus einer Akteursbefragung und der Theorie ermittelten Anforderungen (Soll) lässt Schlüsse über die Zukunftsfähigkeit innerstädtischer Gewerbegebiete zu. Während die Grundstruktur von Bebauung und Erschließung auf Quartiersebene Kontinuität aufweist, können im Untersuchungsgebiet viele kleinteilige Veränderungen festgestellt werden. Bedingt durch die Tertiärisierung, hat sich die Nutzungsstruktur stark verändert und verdichtet. Dies hat großen Einfluss auf Funktion und Gestalt der Immobilien. Aus dem Vergleich von Ist- und Sollzustand ist zu erkennen, dass die Eigenentwicklung des Gebietes weitgehend den Anforderungen entspricht. Ihr ist aber ein Rahmen zu setzen, um Nutzungskonflikte bzw. Funktionsverluste im Gebiet sowie in Bezug auf Umgebung und Gesamtstadt zu vermeiden. Auch sind Gewerbegebiete verstärkt als temporärer Lebensraum für die im Gebiet Tätigen zu begreifen. Punktueller Handlungsbedarf wird bezüglich der physischen Struktur festgestellt. Bei Maßnahmen im Bereich der Gestaltqualität ist ein formelles Einschreiten kritisch zu hinterfragen. Schließlich stellt das untersuchte Gebiet einen Nischenstandort innerhalb der Stadtstruktur dar, den es in seiner Flexibilität und Entwicklungsfreiheit zu erhalten gilt. Maßnahmen sind auf strategische Orte wie Stadteingangstore zu bündeln. Obgleich viele Beobachtungen auf Gewerbegebiete in ähnlicher Lage übertragbar scheinen, sind doch stets die spezifischen Bedingungen einzelner Quartiere zu berücksichtigen.

Schlagworte: Gewerbe, Gewerbeplanung, innerstädtische Gewerbegebiete, Zukunftsfähigkeit, Eigenentwicklung, Gewerbeimmobilien, Tertiärisierung.

Download: Poster

E-Mail: ralph.jakob@udo.edu