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Brester, Benedikt (2010) Stadtentwicklung, Wohnungspolitik und Partizipation in Kuba. Die soziale Microbrigade von Santa Clara.

 

 

 


Titel:  Stadtentwicklung, Wohnungspolitik und Partizipation in Kuba. Die soziale Microbrigade von Santa Clara.

Betreuer: Dipl.-Ing. Kirsten Hackenbroch (SRP), Dr. Christoph Woiwode (REL)

Jahr: 2010

E-Mail: benedikt.brester@tu-dortmund.de

Themenfeld: Demographischer Wandel und Stadtumbau

Schlagworte: Stadtentwicklung, Wohnungspolitik, Quartiersmanagement, Selbsthilfe Wohnungsbau, Entwicklungszusammenarbeit, Partizipation, Kuba

Kurzfassung: Kuba, das Synonym schlechthin für Revolution und eine alternative Regierungsform, ist in der europäischen Sichtweise eher der Begriff für eine gewisse Lebensart als der Name eines Landes geworden. Bekannt für seine Exportschlager Zigarren, Rum und Musik ist die karibische Insel weltpolitisch eher isoliert und von rasanten Globalisierungseffekten in anderen Entwicklungsländern weit entfernt. Bei näherer Betrachtung der innenpolitischen Zielsetzungen und der geltenden Planungsparadigma, bietet sich die einmalige Chance ein System zu untersuchen, dass sich hinsichtlich Stadtentwicklung, Wohnungspolitik und partizipativen Methoden von der europäischen Sichtweise deutlich unterscheidet. Insbesondere der Beseitigung des Wohnungsmangels, hierzulande eher ein Fremdwort, widmet sich die Planung. Aus der Not eine Tugend zu machen und dem Mangel zu trotzen ist bedingt durch wirtschaftliche Schwierigkeiten eine Aufgabe, die Stadtplaner in Kuba stets begleitet. Viele Konzepte wurden ausprobiert und wieder verworfen, viele Ideen neu entwickelt. In Havanna wurden 1988 schon nachhaltige Konzepte auf Stadtteilebene diskutiert. Ein erfolgreiches Konzept zur Einrichtung von Stadtteilwerkstätten wird im Rahmen der Arbeit intensiv untersucht. Es handelt sich um eine alternative Möglichkeit zur Selbstverwaltung auf Stadtteilebene, was der Verbesserung der Lebensbedingungen auf lokaler Ebene dient. Wie passt so ein dezentraler Ansatz zu dem grundsätzlich zentralistischen System des Staates? Wird hier die Partizipation der Bevölkerung am System gefördert? Wie kann das zu einem Staat passen, der keine Versammlungsfreiheit, keine Pressefreiheit und kaum eine Opposition duldet? Die Arbeit konzentriert sich zur Untersuchung der Fragen auf das System der Raumplanung in Kuba, auf die Entwicklung und Facetten der Wohnungspolitik und die Strategien, mit deren Hilfe man den Wohnungsmangel zu beseitigen versucht. Anhand von zwei Stadtteilprojekten in Havanna und eines in Kuba unumstrittenen Best-Practice-Beispiels aus dem staatlich geförderten Selbsthilfe-Wohnungsbau in Santa Clara, der sozialen Microbrigade „Chichi Padron“ in Santa Clara, wird bürgerschaftliches Engagement und die Beteiligung der Bevölkerung an planerischen Entscheidungen untersucht. Die im Rahmen dieser empirischen Untersuchung gewonnenen Erkenntnisse werden daraufhin zusammengefasst und dienen im Sinne von Good/Best-Practice-Leitlinien als Grundlage für die Erstellung eines Handlungskonzeptes zur Etablierung eines Quartiersmanagements im betroffenen Stadtteil von Santa Clara. Dabei wird das deutsche Konzept als Grundlage verwendet, jedoch auf die Rahmenbedingungen in Santa Clara angepasst. Die Arbeit schließt dann mit einer Einschätzung der Durchführbarkeit des Konzeptes.

 

/c1urp004/Benedikt Bresterf