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Demuth Sven, Kathrin Heisinger (2007) Demographischer Wandel und integrierte Verkehrs- und Stadtentwicklungsplanung

 

 

 


Titel: Demographischer Wandel und integrierte Verkehrs- und Stadtentwicklungsplanung - am Beispiel des     Nahverkehrsentwicklungsplans der Stadt Nürnberg

Betreuer: Univ.Prof'in Dr. Sabine Baumgart, Dipl.-Ing- Gernot Steinberg (VPL)

E-Mail: sven.demuht@uni-dortmund.de, kathrin.heisinger@uni-dortmund.de


Themenfeld: Demographischer Wandel und Stadtumbau

Schlagworte: Demographischer Wandel, Verkehrsplanung, Stadtentwicklung

Kurzfassung:

Der Nahverkehrsentwicklungsplan (NVEP) des Verkehrsplanungsamtes der Stadt Nürnberg ist die Grundlage für die künftige Netzkonzeption des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) mit einem Prognosezeitraum bis zum Jahr 2025 in der Stadt Nürnberg. Begleitend zur Erstellung des NVEP werden in dieser Arbeit die demographische Entwicklung Nürnbergs und deren Folgen für die Verkehrsplanung als integrierten Bestandteil der Stadtentwicklungsplanung herausgearbeitet sowie Empfehlungen für den planerischen Umgang mit den angenommenen Entwicklungen gegeben.

Verschiedene Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung Deutschlands zeigen, dass langfristig ein Rückgang der Bevölkerung in Deutschland aufgrund fehlender Geburten eintritt. Die Folgen dieser Bevölkerungsentwicklung, der demographische Wandel, werden sich zunächst regional unterschiedlich ausprägen, ebenso die damit verbundene Siedlungs- und Verkehrsentwicklung. So werden sich einerseits Wachstumsregionen mit Wohnungsengpässen, anhaltender Suburbanisierung sowie wachsenden Verkehrsaufkommen, andererseits Schrumpfungsräume aufgrund von Abwanderung mit starker Alterung, Wohnungsleerständen, Infrastrukturkonzentrationen sowie rückläufigen Kundenzahlen für den ÖPNV gegenüberstehen. Insgesamt wird nach 2020 der Bevölkerungsrückgang nahezu alle Regionen Deutschlands treffen.

Die Stadt Nürnberg als Zentrum der Metropolregion Nürnberg mit knapp 500.000 Einwohnern wird durch Zuwanderungen zunächst nicht von einem Einwohnerrückgang betroffen sein. Langfristig sollte jedoch in Nürnberg mit einer Bevölkerungsstagnation oder -rückgang aufgrund abnehmender Zuwanderungen gerechnet werden. Mit dem 2006 genehmigten Flächennutzungsplan der Stadt wird dem noch zu erwartenden Siedlungsdruck begegnet und einem Defizit an familienfreundlichem Wohnraum Rechnung getragen. Dieses sollte künftig jedoch nicht mittels Neubau in Randlagen, sondern vielmehr im Bestand verwirklicht werden. Die Baulandausweisung sollte außerdem in Kooperation mit den benachbarten Kommunen erfolgen. Dadurch wird einer vermehrten Flächeninanspruchnahme entgegengewirkt und eine nachhaltige Planung mit dem Ziel „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ unterstützt.

Das Verkehrsaufkommen im ÖPNV in Nürnberg wird parallel zur Bevölkerungsentwicklung, unter Voraussetzung eines gleich bleibenden Verkehrsverhaltens, zunächst wachsen, so dass kurz- bis mittelfristig ein Ausbau des ÖPNV-Netzes zur Netzlückenschließung – bei gesicherter finanzieller Unterhaltung – gerechtfertigt ist. Langfristig sollte jedoch auch hier aus Gründen der Bevölkerungsentwicklung mit stagnierenden oder geringeren Kundenzahlen gerechnet werden und deshalb eine Ausrichtung mehr auf Bestands- und Qualitätssicherung statt Infrastrukturausbau erfolgen. Weiterhin werden zukünftig Erreichbarkeit und Verkehrssicherheit statt Geschwindigkeit sowie mehr Flexibilität und eine gezieltere Ausrichtung an Nachfragestrukturen, besonders älterer Menschen im Vordergrund stehen.

/c1urp004/de/lehre/Diplomarbeiten/Poster_der_Dipl_-Arbeiten/Poster_2007/A3-Poster_Demuht__Heisinger-SB07.pdf