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Fischer, Jan (2012): Kommunales Handlungskonzept Wohnen

Name: Fischer, Jan

Titel:   Kommunales Handlungskonzept Wohnen
Ausgangslage, Prognosen und Handlungsstrategien zur nachhaltigen Ausgestaltung des Wohnungsmarkts in der     Gemeinde Holzwickede bei besonderer Berücksichtigung der geänderten gesellschaftlichen Anforderungen an die Wohnversorgung durch den demografischen Wandel

Jahr: 2012

BetreuerInnen: Prof. Dr. Sabine Baumgart,  Prof. Dr. Christa Reicher (STB)

Themenfeld: Klein- und Mittelstädte (KuM)

Schlagworte: Kommunales Handlungskonzept Wohnen, Wohnungsmarkt, demografischer Wandel, Wohnungspolitik

 

Kurzfassung :
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Instrument „Kommunales Handlungskonzept Wohnen“ zur wohnungspolitischen Steuerung im Wandel befindlicher lokaler Wohnungsmärkte. Dies wird für viele Kommunen vermehrt wichtig, da der demografische Wandel eine zunehmend veränderte Wohnraumnachfrage in quantitativer und qualitativer Hinsicht nach sich zieht. Hinzu kommen gewandelte Wohnansprüche durch individualisierte und diversifizierte Haushaltstypen. Mit einer vielerorts zumindest mittelfristig verminderten Wohnungsnachfrage geht ein Trend zu zentral gelegenen, gut versorgten Wohnlagen und barrierefreier Wohnungs- und Wohnumfeldgestaltung einher. Durch den Bedeutungsverlust der klassischen Kleinfamilie werden der suburbane Wohnstandort und das freistehende Einfamilienhaus langfristig in vielen Kommunen an Bedeutung verlieren. Dabei stehen wachsende und schrumpfende Kommunen mit Disparitäten in der Intensität der Alterung nebeneinander, sodass eine lokale Betrachtungsweise durch kleinräumige Analysen ergänzt werden sollte. Außerdem kommt der Betrachtung der Angebotsseite auf den lokalen Wohnungsmärkten, ebenfalls aufgrund zunehmend privatisierter, ehemals kommunaler Wohnungsbestände und einer Internationalisierung der Anbieter, eine große Bedeutung zu.

Hierzu eignet sich im Besonderen ein Kommunales Handlungskonzept Wohnen, welches basierend auf einer Analyse der Ausgangssituation auf dem kommunalen Wohnungsmarkt und zu erwartender Entwicklungen Ziele für die wohnungspolitische Steuerung entwickelt und diese schließlich umsetzungsorientiert in Handlungsempfehlungen und Maßnahmen ausführt.

Als Fallstudie die Gemeinde Holzwickede, welche bis zum Jahr 2030 einen Bevölkerungsrückgang von über 11% und gleichzeitig mehr als eine Verdopplung der Anzahl über 80-jähriger Einwohner zu verzeichnen haben wird. Eine umfassende Analyse des Holzwickeder Wohnungsmarkts und vorliegender Bevölkerungsvorausberechnungen wird um eine kleinräumige Quartiersanalyse ergänzt. Dabei wird deutlich, dass der Wohnungsmarkt in der Gemeinde Holzwickede momentan ausgeglichen und stabil ist. Mit Blick auf die demografischen Veränderungsprozesse ergeben sich dennoch deutliche Handlungserfordernisse, um einen langfristig funktionsfähigen Wohnungsmarkt zu erhalten, der Nachfrageveränderungen gerecht wird. Ein zentrales Analyseergebnis ist, dass ein großer Teil der Bestandsgebäude aufgrund demografischer Alterungsprozesse zukünftig auf den Wohnungsmarkt gelangen wird, wodurch zunehmend Leerstände drohen. Hinzu kommt die Notwendigkeit kommunalen Handelns zur Unterstützung der baulichen Sanierung des älteren Gebäudebestands und des Wohnumfelds sowie zur Sicherung der Versorgungssituation. Hierzu werden Handlungsempfehlungen und Maßnahmen in den drei Handlungsfeldern „Stabilisierung durch Bestands- und Quartiersentwicklung“, „Ergänzender Neubau und Baulandentwicklung“ und „Verstetigung durch Kooperation“ konkretisiert. Insgesamt zeigt die vorliegende Arbeit den Bedeutungsgewinn des bestehenden Siedlungsraums und unterstreicht die Notwendigkeit eines kooperativen Prozesses zur Aktivierung der lokalen Wohnungsunternehmen und privater Eigentümer. Zusammenfassend ergibt sich die Chance auf kommunaler Ebene, durch das Instrument „Kommunales Handlungskonzept Wohnen“ steuernd, auf den Wohnungsmarkt einzuwirken.

 

 

Download: Poster Jan Fischer

Abstract (deutsch)

Abstract (englisch)

E-Mail: jan.fischer@uni-dortmund.de