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Heinrich, Anna Juliane (2011) Governance-Muster in der Internationalen Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010.

 

 

 


Titel:  Governance-Muster in der Internationalen Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010. Die Fallstudien Bernburg  und Weißenfels

 

Betreuer: Univ.- Prof’in Dr.-Ing. Sabine Baumgart (SRP), Univ.- Prof’in Dr.-Ing. Angela Uttke (TU Berlin, FG Städtebau und Siedlungswesen)

Jahr: 2011

E-Mail: juliane.heinrich@tu-dortmund.de

Themenfeld: Demographischer Wandel und Stadtumbau

Schlagworte: Urban Governance, Governance-Muster, Internationale Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010, Bernburg, Weißenfels, Profilierung, Schrumpfung, strategische Planung

 

Kurzfassung:

Schwerpunkt dieser Diplomarbeit ist Urban Governance in Mittelstädten der neuen Bundesländer und Veränderungen konkreter Governance-Muster in Stadtschrumpfungsprozessen. In diesem Sinne stehen städtische Planungsprozesse und AkteurInnen, ihre Interaktionen sowie die institutionellen Einflüssen auf den lokalen Kontext im Vordergrund.

Ausgangspunkt der Untersuchung sind Annahmen und erste Erkenntnisse dazu, dass es mit dem Richtungswechsel vom städtischen Wachstum zur Stadtschrumpfung notwendigerweise zu einer Zunahme der Anzahl betroffener AkteurInnen und zur Ausbildung neuer Formen der Zusammenarbeit in der Stadtentwicklung kommt. Im Rahmen dieser Arbeit werden die beiden sachsenanhaltinischen Städte Bernburg und Weißenfels als Fallstudien unter Aspekten von Urban Governance untersucht. Das Erkenntnisinteresse besteht darin, aus den beiden Fallstudien Lehren und Anregungen für den Umgang mit den Folgen von Schrumpfungsprozessen in anderen ostdeutschen Mittelstädten abzuleiten und darüber hinaus einen Beitrag zur Governance-Forschung zu leisten.

Die Städte Bernburg und Weißenfels sind von Schrumpfungsprozessen und ihren Folgen betroffen und befinden sich im Stadtumbau. Beide Städte nahmen daher an der Internationalen Bauausstellung (IBA) Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010 teil, die im Jahr 2002 begann. Ziel der IBA war es, nicht nur den Stadtumbau, sondern auch die Planungsprozesse des Stadtumbaus zu qualifizieren. Unter der daraus abgeleiteten Annahme, dass es in den IBA-Städten in den vergangenen Jahren zur Veränderung der Governance-Muster und einer Stärkung kommunikativer Planungsansätze gekommen ist, werden die Städte Bernburg und Weißenfels erforscht. Zu diesem Zweck werden für die vier zentralen Analysedimensionen der Arbeit – Prozess, institutioneller Einfluss, AkteurInnen und Interaktionen – Analyseraster entworfen und für die Fallstudien angewendet.

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es im Stadtumbau – sowohl aufgrund der spezifi¬schen Rahmenbedingungen der Stadtschrumpfung, als auch wegen der institutionellen Einflüsse der IBA – zu einer Veränderung der Governance-Muster kam. In den Städten Bernburg und Weißenfels wurden die vorherrschenden hoheitlichen Ansätze der Stadtent-wicklung im Laufe des IBA-Prozesses um unterschiedliche Komponenten des kooperativen Stadtumbaus erweitert. Während die Stadt Bernburg die Akteursbasis des Stadtumbaus durch eine weitreichende Kooperation zwischen drei AkteurInnen der öffentlichen Hand erweiterte, weitete die planende Verwaltung Weißenfels die Mitwirkungsmöglichkeiten privater AkteurInnen aus. Die Untersuchung verdeutlicht, dass beide Strategien positive Auswirkungen auf die Prozess- und Ergebnisqualität des Stadtumbaus hatten. Entsprech¬end kann abgeleitet werden, dass die Auseinandersetzung mit der Reali¬sierung kommunikativer Strategien im Stadtumbau auch für andere ostdeutsche Mittelstädte relevant sein kann. Als übertragbare Ansätze zur Qualifizierung von Stadtumbauprozessen kristallisieren sich u.a. die Anwendung facettenreicher Kommunikationsstrategien mit hoher Verbindlichkeit und integrierende Betrachtungs- und Planungsansätze heraus.

 

Poster  Juliane Heinrich

Abstract Juliane Heinrich (englisch)

Abstract Juliane Heinrich2011