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Flormann,Tanja (2010) Kommunale Handlungsoptionen zur verstärkten Nutzung erneuerbare Energien

 

 

 


Titel: Kommunale Handlungsoptionen zur verstärkten Nutzung erneuerbare Energien – Analyse von fördernden und hemmenden Faktoren am Beispiel der ‚Solarstadt Gelsenkirchen‘

Betreuer: Univ.Prof'in Dr. Sabine Baumgart, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Tietz

Jahr: 2010

E-Mail: tanja.flormann@tu-dortmund.de


Themenfeld:Sonstige

Schlagworte: Erneuerbare Energien, regenerative Energieversorgung, Photovoltaik, Städte und Gemeinden, Förderstrategien, Steuerungsmöglichkeiten, fördernde und hemmende Faktoren, kommunaler Klimaschutz, Solarstadt Gelsenkirchen

 

Kurzfassung: Vor dem Hintergrund der Ressourcenknappheit fossiler Brennstoffe sowie dem fortschreiten-den Klimawandel hat sich die Bundesregierung für den Ausbau erneuerbarer Energien ausgesprochen. Da vor allem die Verbrennung fossiler Energieträger das Klima nachteilig beeinflusst, ist die Umstrukturierung der Energieversorgung als zentraler Handlungsschwerpunkt für einen erfolgreichen Klimaschutz unentbehrlich. Den Städten und Gemeinden wird hierbei eine wichtige Rolle beigemessen, da die Umsetzung überörtlicher Vorgaben in bedeutender Weise von der Realisierung auf der kommunalen Ebene abhängig ist. Zielsetzung der künftigen kommunalen Entwicklung muss demnach die verstärkte Nutzung der lokalen Ressourcen zur erneuerbaren Strom- und Wärmebereitstellung sein. Im Rahmen der Diplomarbeit wurden die kommunalen Handlungsoptionen zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien beispielhaft anhand der Photovoltaik, als bedeutender Stromlieferant, untersucht. Nach Erarbeitung der planerischen und rechtlichen Rahmenbedingungen auf der kommunalen Ebene (Theorie) wurden vier Photovoltaik-Projekte in der Solarstadt Gelsenkirchen analysiert (Empirie). Die Auswertung der Ergebnisse, bei der fördernde und hemmende Faktoren für die Umsetzung von Photovoltaik-Vorhaben dargestellt wurden, diente schließlich als Grundlage für die Ableitung von adressenspezifischen Handlungsempfehlungen (Konzept). Der kommunale Handlungsrahmen zur Forcierung der Solarenergienutzung lässt sich in die drei folgenden Bereiche einordnen: (planerische) Instrumente, Förderstrategien und weitere Handlungsoptionen. Die durch das Baurecht geschaffene Befugsnisnorm eröffnet den Städten und Gemeinden diverse Gestaltungs- und Steuerungsmöglichkeiten eines solarorientierten Städtebaus. Beispielsweise können Festsetzungen zur Baukörperstellung, Dachneigung und -form im Bebauungsplan die Anwendung der Photovoltaik begünstigen. Hinsichtlich der Fördermöglichkeiten schafft das EEG, als staatliches Subventionsprogramm, die größten finanziellen Anreize zur Überwindung der noch über den marktüblichen Preisen liegenden Kosten. Einen besonderen Stellenwert bei der Förderung der Solarenergienutzung kann den informellen Handlungsoptionen (wie beispielsweise dem Angebot von Informations- und Beratungsdienstleistungen) zugeteilt werden. Mit Blick auf die Akteursstruktur ist festzuhalten, dass neben der Kommune gleichermaßen die lokalen Betriebe und Unternehmen sowie die Kredit- und Wohnungswirtschaft für die Umsetzung von PV-Projekten entscheidend sind. Die förderlichen und hemmenden Aspekte wurden in fünf thematische Gruppen eingeteilt (Ökonomische Aspekte, Gesamtgesellschaftliche Situation, Ausgangslage in der Kommune, Rechtliche Rahmenbedingungen, Gebäudebezogene Aspekte/ Bauleitplanung). Festzuhalten ist hierbei, dass diese Faktoren einerseits durch übergeordnete politisch-administrative Rahmenbedingungen (z. B. vorhandene staatliche Subventionsmodelle, Baurecht) vorgegeben werden und andererseits von der Kommune selbst bestimmt werden können. Aufgrund der vor allem in urbanen Räumen zahlreich vorhandenen energetischen Nutzflächen (Dach- und Fassadenflächen) sollten die Bemühungen der kommunalen Akteure darin liegen, den Ausbau erneuerbarer Energien insbesondere durch die Forcierung der Solarenergienutzung voranzutreiben, um somit einen entscheidenden Beitrag für eine umweltverträgliche Energieversorgung zu leisten.

/c1urp004/de/lehre/Diplomarbeiten/Poster_der_Dipl_-Arbeiten/2010-Poster/Poster_DA_Flormann1.pdf