Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Timpe, Philip (2012) Wechselwirkungen von Energieverbrauch und demografischem Wandel

 

 

 


Titel:  Wechselwirkungen von Energieverbrauch und demografischem Wandel - Eine räumlich differenzierte Bewertung sozio-demografischer Einflussgrößen auf die zukünftigen Energieausgaben der privaten Haushalte in den Stadt- und Landkreisen

 

Betreuer: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Tietz (VES) Dr.-Ing. Andrea Rüdiger (SRP)

Jahr: 2012

E-Mail: philip.timpe@tu-dortmund.de

Themenfeld: Demographischer Wandel und Stadtumbau

Schlagworte: Energieverbrauch, demografischer Wandel, Privathaushalte, regionalisierte Bevölkerungsprognosen, Mikrodaten

Kurzfassung:

Aufgrund der beschlossenen Energiewende im Juli 2011 steht die Bundesrepublik vor einem tiefgreifenden Umbau zu einer Energieversorgung, die zunehmend aus erneuerbaren Energien bestehen wird. Das Ziel, deren Anteil bis 2020 auf 35% zu verdoppeln, erfordert bedeutende Infrastrukturanpassungen wie den viel diskutierten Netzausbau. Dem Ausbau der Versorgungsinfrastrukturen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, da sich die Finanzierung technischer und sozialer Infrastrukturen im demografischen Wandel schwierig gestaltet und der Bevölkerungsrückgang vielerorts eine Unterauslastung und das Erreichen ökonomischer Tragfähigkeitsgrenzen bewirkt. Infrastrukturplanungen im Rahmen der Energiewende bieten daher eine Chance, bedarfsorientierte Anpassungen zu treffen, die die Handlungsfähigkeit der Kommunen und die Versorgung der Bevölkerung zukünftig gewährleisten.

Das Forschungsinteresse besteht darin, den Energiebedarf des Haushaltssektors vor dem Hintergrund einschneidender demografischer Veränderungen abzubilden. Der Haushaltssektor ist mit einem Anteil von 30% der größte Endenergieverbraucher. Allerdings bestehen diesbezüglich raumstrukturelle Mengenunterschiede, da sich Haushalte hinsichtlich ihrer Größe und Struktur unterscheiden und ihr Konsum an Wohnungen, Gütern insbesondere Energie sowie Dienstleistungen im Lebenszyklus schwankt. Weiterhin unterscheiden sich die sozio-ökonomischen Lebenslagen der Haushalte auf allen Gebietsebenen.
Sozio-demografische Datengrundlagen wie die Mikrodaten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe erscheinen besonders geeignet, den Einfluss verschiedener Haushaltscharakteristika auf den Energiekonsum zu untersuchen und auf die zukünftige Energienachfrage zu prognostizieren. Dabei stellt die Haushaltsgröße einen Leitindikator dar, der Größenvorteile und Konsumeffekte verknüpft, die sich aus der demografischen Alterung und wohnflächenspezifischen Entwicklungen ergeben. Der Trend zu kleineren Haushalten bewirkt mittelfristig steigende Haushaltszahlen sowie steigende pro-Kopf Energieausgaben, da diese zu höherem Energiekonsum neigen. Die Betrachtung der Kreisebene zeigt jedoch, dass diese Entwicklungen keineswegs flächendeckend verlaufen und regionale Unterschiede festzustellen sind.

Ferner entwickelt die Diplomarbeit methodische Ansätze, inwiefern eine Betrachtung sozio-demografischer Haushaltscharakteristika auch auf andere Formen der Versorgung mit technischen und sozialen Infrastrukturen übertragbar ist. Hier wären beispielhaft die Ver- und Entsorgung mit Trink- oder Abwasser sowie eine bedarfsgerechte Planung von Schulen, Krankenhäusern und weiterer sozialer Infrastrukturen zu nennen.

 

 

Poster  Philip Timpe

Abstract Philip Timpe (deutsch)

Abstract Philip Timpe (englisch)